FAQ für Bewerberinnen und Bewerber um ein Feodor Lynen-Forschungsstipendium

 

 
Voraussetzungen für eine Bewerbung

Kann ich mich vor Abschluss meiner Promotion bewerben?

Sofern Sie die Promotion in den nächsten sechs Monaten abschließen werden, können Sie sich bewerben. Das Forschungsstipendium kann bei einer erfolgreichen Bewerbung erst nach Abschluss der Promotion angetreten werden. Bitte beachten Sie: Wenn zum Zeitpunkt der Bewerbung Ihre Dissertation noch nicht veröffentlicht ist und Sie auch keine weitere wissenschaftliche Veröffentlichung vorlegen können, muss die Bewerbung formal abgelehnt werden.

Wie wird der Zeitpunkt der Promotion bestimmt?

Es gilt das Datum des Abschlusses der letzten für das Promotionsverfahren geforderten wissenschaftlichen Leistung (z.B. Verteidigung der Dissertation, mündliche Abschlussprüfung). In der Regel wird dieses Datum neben dem Ausstellungsdatum auf der Promotionsurkunde genannt. Als Stichtag für die Berechnung des Zeitraums nach der Promotion wird das Eingangsdatum der Bewerbung bei der Humboldt-Stiftung gewertet. Falls Sie eine akademische Position gleich- oder höherwertig einem Associate Professor / Senior Lecturer / Reader bereits vor Abschluss des PhD / C.Sc. innehatten, so gilt der Beginn dieser Tätigkeit als Referenzdatum.

Welches Promotionsdatum gilt, wenn ich mehrfach promoviert wurde?

Im Falle einer Mehrfachpromotion ist die Promotion relevant, die fachlich dem beantragten Forschungsvorhaben am nächsten liegt. Hierzu bitte beide Promotionsdaten mit Fachgebiet im tabellarischen CV im Antragsformular aufführen. Außerdem bitten wir Sie, beide Promotionsurkunden beizufügen und beide Dissertationen in der vollständigen Publikationsliste aufzuführen.

Meine Promotion liegt weniger als vier Jahre zurück. Kann ich mich trotzdem um ein Stipendium für erfahrene Wissenschaftler bewerben?

Ja. Sie sollten allerdings bereits ein klar erkennbares eigenständiges wissenschaftliches Profil haben und in der Regel bereits mindestens als Assistant Professor oder Nachwuchsgruppenleiter tätig sein bzw. eine mehrjährige eigenständige wissenschaftliche Tätigkeit nachweisen können.

Meine Promotion liegt etwas mehr als vier Jahre zurück. Kann ich mich trotzdem um ein Stipendium für Postdoktoranden bewerben?

Sollte das Datum Ihrer Promotion mehr als vier Jahre zurückliegen, können Sie sich nicht mehr um ein Postdoktorandenstipendium bewerben. Sofern Sie bereits ein klar erkennbares, eigenständiges Profil haben und in der Regel bereits mindestens als Assistant Professor oder Nachwuchsgruppenleiter tätig sind bzw. eine mehrjährige eigenständige wissenschaftliche Tätigkeit nachweisen können, empfehlen wir Ihnen eine Bewerbung im Programm für erfahrene Wissenschaftler. Sofern Sie die vier Jahre überschritten haben, kann in begründeten Fällen (z.B. bei Anerkennung von Ausfallzeiten wie Kindererziehungszeiten) eine Ausnahme gemacht werden. Bitte senden Sie uns zunächst nur Ihren Lebenslauf und Ihre Publikationsliste, damit wir Sie beraten können (info(at)avh.de).

Ich habe vor mehr als zwölf Jahren promoviert. Kann ich mich dennoch um ein Stipendium für erfahrene Wissenschaftler bewerben?

Sollte das Datum Ihrer Promotion mehr als zwölf Jahre zurückliegen, kann Ihre Bewerbung nicht berücksichtigt werden. Sofern diese Grenze überschritten wird, kann in begründeten Fällen (z.B. bei Anerkennung von Ausfallzeiten wie Kindererziehungszeiten) eine Ausnahme gemacht werden. Bitte senden Sie uns zunächst nur Ihren Lebenslauf und Ihre Publikationsliste, damit wir Sie beraten können (info(at)avh.de).

Inwieweit werden Kindererziehungszeiten bei der Bewertung der wissenschaftlichen Leistung berücksichtigt?

Bitte geben Sie im Antragsformular alle Zeiten an, in denen Sie Ihre wissenschaftliche Tätigkeit aus Gründen der Kindererziehung ganz oder teilweise unterbrochen haben, damit diese Zeiten bei der Beurteilung Ihrer wissenschaftlichen Leistungen relativ zum Karrierestand berücksichtigt werden können. Die vom Programm festgelegte Zeitperiode nach der Promotion kann sich pro Kind um maximal 2 Jahre verlängern, sofern Sie Ihre wissenschaftliche Tätigkeit nach Abschluss der Promotion für die entsprechenden von Ihnen angegebenen Zeiten unterbrochen haben und diese Zeiten auch geltend machen. Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an info(at)avh.de.

Ich bin deutscher Staatsbürger und bereits im Ausland. Kann ich mich bewerben?

Ein Bewerber sollte seinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt klar in Deutschland haben.
Es gibt aber bestimmte Ausnahmen bei Auslandsaufenthalten:
 
  1. Aufenthalt im vorgesehenen Gastland (aktuell oder bis vor Kurzem):
    Sie können sich bewerben, wenn
    • Sie sich in den letzten 18 Monaten vor Antragseingang in der Humboldt-Stiftung insgesamt weniger als sechs Monate im Gastland aufgehalten haben.
  2. Aufenthalt im Ausland (außer im Gastland):
    Sie können sich bewerben, wenn
    • Sie sich bei Antragseingang seit weniger als fünf Jahren im Ausland aufhalten oder
    • Sie nach einem mehr als fünfjährigen Auslandaufenthalt bei Antragseingang wieder seit mindestens zwölf Monaten in Deutschland sind.
In allen anderen Fällen kann Ihre Bewerbung leider nicht berücksichtigt werden.

Ich bin kein deutscher Staatsbürger. Kann ich mich bewerben?

Eine Bewerbung ist möglich, sofern Sie bereits in das deutsche Wissenschaftssystem integriert sind und beabsichtigen nach dem geplanten Auslandsaufenthalt in das deutsche Wissenschaftssystem zurückzukehren. In der Regel gelten Sie als integriert, wenn Sie:
 
  • zum Zeitpunkt der Bewerbung seit mindestens fünf Jahren in Deutschland wissenschaftlich tätig sind, oder
  • Ihren Schul- und einen Hochschulabschluss oder aber einen Hochschulabschluss und die Promotion in Deutschland absolviert haben und zum Zeitpunkt der Antragstellung Ihren Arbeits- und Lebensmittelpunkt in Deutschland haben.

Sollten Sie sich bislang nur zu Promotionszwecken in Deutschland aufgehalten haben oder sollten Sie in ein ausländisches Wissenschaftssystem integriert sein, sind Sie nicht antragsberechtigt.

Ich bin Mediziner (MD / Dr. med.). Gibt es spezielle Zulassungsvoraussetzungen?

Eine Bewerbung ist möglich, wenn eine Forschungspromotion oder ein vergleichbarer akademischer Grad vorliegt.

Bitte entnehmen Sie detaillierte Informationen hierzu aus unserem zusätzlichen Zulassungsfragebogen für Mediziner (MD / Dr. med.).

Bei Vorliegen mehrerer Forschungspromotionen gilt o.g. FAQ zum Thema „Mehrfachpromotion“.
 
Gastgeber

Wer kann mein wissenschaftlicher Gastgeber sein?

Alle dauerhaft im Ausland etablierten Mitglieder des Humboldt-Netzwerks können Gastgeber im Feodor Lynen-Forschungsstipendienprogramm werden. Dazu gehören:
 
  • alle von der Humboldt-Stiftung geförderten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler,
  • alle Gastgeberinnen und Gastgeber, die bereits einen durch die Humboldt-Stiftung geförderten Wissenschaftler betreut haben,
  • alle (ehemaligen) Mitglieder der wissenschaftlichen Auswahlgremien der Humboldt-Stiftung sowie
  • alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer an von der Humboldt-Stiftung organisierten Frontiers of Research-Symposien.

Darüber hinaus kommen auch Personen im Ausland, die mit einem ausgewählten Wissenschaftspreis ausgezeichnet wurden, als Gastgeber in Frage.

Die Humboldt-Stiftung bietet Unterstützung bei der Gastgebersuche an. Suchen Sie hier nach möglichen Gastgebern.

Auf Anfrage teilen wir Ihnen auch gern mit, ob der von Ihnen gewünschte Gastgeber in Frage kommt.

Kann ich im Rahmen meines Forschungsvorhabens zusätzlich zu meinem Gastgeber auch mit weiteren Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftlern kooperieren?

Das Feodor Lynen-Forschungsstipendium dient dazu, ein Forschungsvorhaben bei einer wissenschaftlichen Gastgeberin oder einem wissenschaftlichen Gastgeber im Ausland durchzuführen. Eine Kooperation mit weiteren Wissenschaftlern aus dem angestrebten Gastinstitut ist jederzeit möglich.

Falls Ihr Forschungsvorhaben eine Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern außerhalb des angestrebten Gastinstituts erfordert, gilt Folgendes: Eine solche Kooperation, die zudem in der Summe 25 Prozent des Gesamtförderzeitraums überschreitet, kann nur mit einem weiteren Gastgeber bzw. einer weiteren Gastgeberin erfolgen. Dieser bzw. diese muss ebenfalls zur Gastgeberschaft im Feodor Lynen-Programm berechtigt sein. In diesem Fall benötigt die Humboldt-Stiftung bereits für das Auswahlverfahren Angaben zur weiteren Gastgeberin bzw. zum weiteren Gastgeber sowie eine Stellungnahme und Forschungsplatzzusage der gewählten Person. Nähere Informationen zu den berechtigten Personengruppen finden Sie in den Programminformationen für Postdoktoranden und für erfahrene Wissenschaftler.

Weitere Informationen finden Sie in den Richtlinien und Hinweisen für Feodor Lynen-Forschungsstipendiatinnen und Feodor Lynen-Forschungsstipendiaten.

Welcher Gastgeberbeitrag wird erwartet?

Bei der Finanzierung des Forschungsstipendiums strebt die Humboldt-Stiftung eine Beteiligung des Gastgebers an. Einzelheiten entnehmen Sie bitte den entsprechenden Programminformationen für Postdoktoranden und für erfahrene Wissenschaftler.

Mein Gastgeber kann keinen Gastgeberbeitrag zahlen. Wird meine Bewerbung trotzdem berücksichtigt?

Bei der Finanzierung des Forschungsstipendiums erwartet die Humboldt-Stiftung eine Beteiligung des Gastgebers. Für Gastinstitute in Entwicklungs- und Schwellenländern sowie weiteren ausgewählten Ländern (Länderliste) wird jedoch auf einen finanziellen Eigenbeitrag des Gastgebers zum Stipendium verzichtet. Mit Gastgebern aus anderen Staaten, die nachvollziehbare Schwierigkeiten bei der Bereitstellung des Gastgeberbeitrages haben, kann eine individuelle Lösung gesucht werden.
 
Vorbereitung/Planung

Wann und wie oft finden Auswahlsitzungen statt?

Es gibt drei Auswahlsitzungen pro Jahr, jeweils im Februar, Juni und Oktober.

Kann ich mich gleichzeitig in verschiedenen Stipendienprogrammen der Humboldt-Stiftung oder gleichzeitig um ein Stipendium der Humboldt-Stiftung und den Sofja Kovalevskaja-Preis bewerben, wenn ich die jeweiligen formalen Voraussetzungen erfülle?

Nein, eine gleichzeitige Bewerbung in mehreren Stipendienprogrammen bzw. im Sofja Kovalevskaja-Preisprogramm ist ausgeschlossen. Nach einer Ablehnung ist die Bewerbung in einem anderen Programm jedoch möglich, sofern die formalen Voraussetzungen erfüllt werden.

Kann ich ein Forschungsstipendium für weniger als sechs Monate beantragen?

Für ein Postdoktorandenstipendium muss der erste Stipendienaufenthalt mindestens sechs Monate dauern. Auch erfahrene Wissenschaftler müssen einen Aufenthalt von mindestens sechs Monaten beantragen, der aber in zweimal drei Monate aufteilbar ist.

Kann ich als Postdoktorand meinen Forschungsaufenthalt aufteilen?

Eine Aufteilung des Forschungsaufenthalts ist nicht möglich.

Muss die zeitliche Aufteilung meiner Aufenthalte beim Stipendium für erfahrene Wissenschaftler genau dem vorgegebenen Schema entsprechen?

Ja. Abweichungen vom vorgegebenen Schema sind leider nicht möglich.

Wann kann ich das Stipendium frühestens antreten?

Sie können ca. 2 Monate nach Entscheidung des Auswahlausschusses Ihr Stipendium antreten.

Wann muss ich das Stipendium spätestens antreten?

Das Stipendium muss spätestens zwölf Monate nach der positiven Auswahlentscheidung angetreten werden. Ansonsten muss eine neue Bewerbung eingereicht werden.

Wie hoch ist mein Stipendium?

Angaben zur Stipendienhöhe entnehmen Sie bitte den aktuellen Programminformationen. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir im Vorfeld der Bewerbung keine konkreten Einzelfallberechnungen vornehmen können.

Wird das Stipendium rückwirkend gezahlt, wenn ich bei der Auswahlentscheidung bereits am Gastinstitut bin?

Nein, das Stipendium kann nicht rückwirkend gezahlt werden.

Kann ich mich gleichzeitig um ein Stipendium bei einer anderen Institution bewerben?

Eine Parallelbewerbung bei einer anderen Institution ist grundsätzlich möglich. Dies müssen Sie jedoch im Bewerbungsformular angeben und uns auch während des Auswahlverfahrens umgehend über eventuelle Parallelbewerbungen und -entscheidungen informieren. Eine Bewerbung um ein Feodor Lynen-Stipendium ist nicht möglich bzw. kann nicht aufrechterhalten werden, wenn für denselben Zeitraum ein Stipendium des DAAD oder der DFG angenommen wurde.

Gibt es Stichtage (Deadlines) für die Einreichung von Anträgen?

Es gibt keine Stichtage für die Einreichung von Bewerbungen. Alle Bewerbungen werden in einem kontinuierlichen Verfahren bearbeitet. Sobald uns Ihre Bewerbung vollständig vorliegt, wird sie an unabhängige Fachgutachter weitergeleitet und nach Vorlage der schriftlichen Fachgutachten in der nächstmöglichen Auswahlsitzung dem Auswahlgremium zur Entscheidung vorgelegt.
Bitte beachten Sie, dass die Bewerbung erst abgeschickt werden kann, wenn sowohl Ihr Gastgeber als auch Ihre Referenzgutachter alle erforderlichen Dokumente hochgeladen haben. Als Stichtag für die Erfüllung bestimmter formaler Voraussetzungen wie z.B. Karrierestufengrenzen oder Voraufenthalte im Gastland gilt der Tag des Bewerbungseingangs bei der Humboldt-Stiftung.
Auswahlsitzungen finden dreimal im Jahr statt, jeweils im Februar, Juni und Oktober. Anträge sollten mindestens vier bis sieben Monate vor der gewünschten Auswahlsitzung eingereicht werden.
Eine grafische Darstellung des gesamten Auswahlprozesses finden Sie unter Auswahlverfahren.
 
Bewerbungsunterlagen

Sollen Gutachten direkt an die Humboldt-Stiftung oder mit der Bewerbung geschickt werden?

Referenzgutachter und Gastgeber laden ihre Gutachten selbst in einen geschützten Bereich zum Bewerbungsformular hoch. Individuelle Links zu diesem Bereich finden Sie im Bewerbungsformular. Bitte senden Sie diese Links zeitnah an die benannten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen. Sobald alle Unterlagen vollständig hochgeladen sind, erhalten Sie eine automatische Bestätigungs-E-Mail und können die Bewerbung abschicken. Für die Vollständigkeit der Unterlagen sind Sie selbst verantwortlich. Referenzgutachten sollten zum Zeitpunkt der Bewerbung nicht älter als 24 Monate sein.

Was geschieht, wenn Gutachten vor der Bewerbung eingereicht werden?

Gutachten, die nicht unmittelbar einer Bewerbung zugeordnet werden können, werden bis zu einem halben Jahr aufbewahrt.

Wer soll zu meinem Antrag ein Referenzgutachten abgeben und wie viele Gutachten sind erforderlich?

Aus den Referenzgutachten soll eine Bewertung Ihres wissenschaftlichen Werdegangs und Potenzials sowie Ihrer bisherigen wissenschaftlichen Leistungen hervorgehen. Daher ist es wichtig, dass Referenzgutachter mit Ihrer bisherigen wissenschaftlichen Tätigkeit gut vertraut sind. Insgesamt müssen zwei Referenzgutachten vorliegen.
Postdoktoranden sollten auf jeden Fall ein Gutachten von der Person einreichen, die die Doktorarbeit betreut hat.
Bitte beachten Sie: Die Stellungnahme des Gastgebers / der Gastgeberin zählt nicht als Referenzgutachten!
Alle Referenzgutachten und die Gastgeberstellungnahme müssen von Ihnen angefordert werden.

Welche Publikationen soll ich meiner Bewerbung beifügen?

Ihrer Bewerbung müssen eine bis fünf Schlüsselpublikationen (Postdoktoranden: eine bis drei Schlüsselpublikationen; erfahrene Wissenschaftler: drei bis fünf Schlüsselpublikationen) beigefügt sein. Weitere Publikationen werden nicht angenommen (Ausnahme: Rezensionen anderer Autoren zu Ihren Schlüsselpublikationen).
Falls Sie der Bewerbung Ihre Dissertation als Schlüsselpublikation beifügen möchten und diese noch nicht zum Druck eingereicht ist, laden Sie bitte das Originalmanuskript aus Ihrem Promotionsverfahren hoch.

Darf ich noch nicht eingereichte Publikationen in der Liste der Schlüsselpublikationen und in der vollständigen Publikationsliste aufführen?

Nein. Bitte listen Sie nur Publikationen auf, die bereits veröffentlicht, zur Veröffentlichung angenommen oder mindestens zur Veröffentlichung bei einem Verlag eingereicht sind. Zu eingereichten Publikationen muss eine Eingangsbestätigung des Verlages beigefügt werden; zu angenommenen Publikationen muss eine Annahmebestätigung des Verlages beigefügt werden. Alle anderen Arbeiten werden von uns in der Liste gestrichen.
Ausnahme: Ihre Dissertation darf als Schlüsselpublikation aufgelistet werden, auch wenn Sie nicht bei einem Verlag eingereicht ist. Falls Sie Ihre Dissertation als Schlüsselpublikation benennen und diese nicht zum Druck eingereicht ist, laden Sie bitte das Originalmanuskript aus Ihrem Promotionsverfahren hoch.

Ich habe meine Promotion noch nicht abgeschlossen. Muss ich die Doktorurkunde nachreichen?

Ja. Sobald Sie Ihre Promotion abgeschlossen haben, brauchen wir zumindest eine offizielle Bestätigung der Hochschule. Ohne dieses Dokument kann das Stipendium nicht angetreten werden.

Was sind Schlüsselpublikationen?

Sie selbst wählen aus Ihren Publikationen die Schlüsselpublikationen aus. Hierbei sollten Sie Arbeiten auswählen, in denen Ihre wichtigsten wissenschaftlichen Ergebnisse beschrieben werden und an denen Sie im Falle von Mehrautorenpublikationen einen möglichst hohen Eigenanteil haben. Wir empfehlen Ihnen, bei der Auswahl der Schlüsselpublikationen darauf zu achten, dass sich auch Ihre aktuellere Publikationstätigkeit darin widerspiegelt.
Bitte beachten Sie, dass die Auswahl der Schlüsselpublikationen im Laufe des Verfahrens nicht geändert werden kann.

Wie viele Schlüsselpublikationen muss ich auflisten?

Für Bewerber um ein Postdoktorandenstipendium reicht es, eine Schlüsselpublikation auszuwählen. Maximal dürfen drei Schlüsselpublikationen aufgelistet werden.
Bewerber um ein Stipendium für erfahrene Wissenschaftler müssen mindestens drei Schlüsselpublikationen auswählen. Maximal dürfen fünf Schlüsselpublikationen aufgelistet werden. Überzählige Schlüsselpublikationen werden ohne Rücksprache von der Geschäftsstelle unkenntlich gemacht.

Wie soll die Begründung zu einer Schlüsselpublikation aussehen?

Bitte erläutern Sie die besondere wissenschaftliche Relevanz der in der Schlüsselpublikation beschriebenen Ergebnisse und stellen Sie kurz die Bedeutung der Publikation für Ihren Werdegang dar (vgl. Muster Schlüsselpublikationsliste). Bei Mehrautorenpublikationen geben Sie bitte zusätzlich an, welchen Anteil Sie selbst an der Publikation haben.

Sollen meine Schlüsselpublikationen zusätzlich in der vollständigen Publikationsliste aufgeführt werden?

Ja, bitte führen Sie in der vollständigen Publikationsliste alle Publikationen einschließlich der Schlüsselpublikationen auf. Bitte listen Sie die Schlüsselpublikationen in dieser Liste ohne Begründung auf (vgl. Muster vollständige Publikationsliste).
Die bei der Humboldt-Stiftung eingereichte Publikationsliste kann im Laufe des Begutachtungsverfahrens nicht mehr ergänzt werden.

Muss ich ein Sprachzeugnis einreichen?

Nein, ein Sprachzeugnis ist nicht erforderlich.
 
Ablauf des Auswahlverfahrens

Bestätigen Sie den Eingang meines Antrags und den Eingang von weiteren Unterlagen und Gutachten?

Sobald Ihr Antrag bei uns eingegangen ist, erhalten Sie eine Benachrichtigung per E-Mail.

Wie lange kann ich weitere Unterlagen einreichen bzw. die eingereichten Unterlagen aktualisieren?

Nach Eingang Ihrer Bewerbung wird Ihr Antrag auf formale Zulässigkeit und Vollständigkeit überprüft. Erst wenn uns alle erforderlichen Unterlagen vorliegen, können wir Ihnen einen voraussichtlichen Entscheidungstermin mitteilen. Nach Einleitung des Begutachtungsverfahrens durch unabhängige Fachgutachter können keinerlei Unterlagen mehr nachgereicht oder ausgetauscht werden. Sollten Publikationen, die zum Zeitpunkt der Bewerbung nur eingereicht waren, zwischenzeitlich zur Veröffentlichung angenommen worden sein, sollten Sie uns umgehend eine Kopie der Annahmeerklärung per E-Mail zuschicken. Diese kann bis zum Termin der Auswahlsitzung berücksichtigt werden. Die bei der Humboldt-Stiftung eingereichte Publikationsliste kann im Laufe des Verfahrens nicht mehr ergänzt werden.

Werde ich über den Entscheidungstermin meiner Bewerbung unterrichtet?

Nach Prüfung aller Unterlagen wird Ihnen das voraussichtliche Auswahldatum mitgeteilt. Sollte die fachliche Begutachtung Ihrer Bewerbung länger als erwartet dauern, werden Sie auch über eine gegebenenfalls notwendige Verschiebung des Entscheidungstermins unterrichtet.

Wer begutachtet meinen Antrag?

Die Begutachtung Ihres Antrags erfolgt durch unabhängige Fachgutachter.

Wer entscheidet über meinen Antrag?

Die abschließende Entscheidung über alle Bewerbungen wird im Auswahlausschuss getroffen. Der Auswahlausschuss setzt sich aus Wissenschaftlern aller Fachrichtungen zusammen und entscheidet mit Stimmenmehrheit über alle Anträge. Die Geschäftsstelle der Humboldt-Stiftung hat keine Stimme im Auswahlausschuss.

Wann werde ich über die Entscheidung informiert?

Wir werden Sie und Ihren wissenschaftlichen Gastgeber in den Tagen nach der Auswahlsitzung per E-Mail über die Entscheidung des Auswahlausschusses informieren. Bei größeren Sitzungen kann die Benachrichtigung aller Bewerber und Gastgeber einige Tage länger beanspruchen.

Werde ich im Falle einer Ablehnung über die Gründe der Ablehnung informiert?

Falls Ihnen kein Stipendium verliehen wird, können Sie formlos per E-Mail beantragen, dass Ihnen und Ihrem Gastgeber die Gründe, die zur Ablehnung Ihrer Bewerbung geführt haben, mitgeteilt werden. Diese Mitteilung erhalten Sie normalerweise etwa vier bis sechs Wochen nach der Auswahlentscheidung. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir vor dieser Nachricht keinerlei Einzelauskünfte geben, um die Erstellung der Mitteilungsschreiben nicht unnötig zu verzögern.
 
Auswahl

Wie hoch ist die Erfolgsquote?

In den zurückliegenden Jahren waren etwa 40% der Bewerbungen erfolgreich.

Was sind die wichtigsten Auswahlkriterien?

Die individuelle wissenschaftliche Qualifikation der Bewerber steht im Mittelpunkt der Bewertung. Detaillierte Hinweise zu den Auswahlkriterien der einzelnen Programme finden Sie in den entsprechenden Programminformationen.

Kann ich mich nach einer Ablehnung erneut bewerben?

Eine erneute Bewerbung ist möglich. Die Bewerbung sollte sich allerdings in wesentlichen Teilen von der abgelehnten Erstbewerbung unterscheiden. Im Allgemeinen ist eine erneute Bewerbung erst nach einer wissenschaftlichen Weiterentwicklung sinnvoll, wenn z.B. neue wissenschaftliche Veröffentlichungen in nach internationalem Standard referierten Zeitschriften und Verlagen erschienen sind. Nach unserer Erfahrung sollte daher mit einer erneuten Bewerbung etwa zwei Jahre gewartet werden. Sofern sich Ihre erneute Bewerbung nicht oder nur unwesentlich von der abgelehnten Erstbewerbung unterscheidet, kann dies ein Grund für eine formale Ablehnung Ihrer erneuten Bewerbung sein.

Kontakt

Alexander von Humboldt-Stiftung
Jean-Paul-Straße 12
53173 Bonn

info(at)avh.de