Feodor Lynen-Forschungsstipendium

Informationen für Gastgeberinnen und Gastgeber

Kann ich Gastgeber werden?

Sie können Gastgeber werden, wenn Sie an einer Universität oder Forschungseinrichtung außerhalb Deutschlands tätig sind und zu einer der folgenden Personengruppen gehören:

  • alle von der Humboldt-Stiftung geförderten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler,
  • alle, die bereits durch die Humboldt-Stiftung geförderte Wissenschaftler als Gastgeber/in betreut haben,
  • alle derzeitigen und ehemaligen Mitglieder der wissenschaftlichen Auswahlgremien der Humboldt-Stiftung,
  • alle, die an einem von der Humboldt-Stiftung organisierten Frontiers of Research-Symposium teilgenommen haben sowie
  • Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die mit einem ausgewählten Wissenschaftspreis ausgezeichnet worden sind.

Wenn Sie als Gastgeber in Frage kommen und der Veröffentlichung Ihrer Daten zugestimmt haben, können potenzielle Bewerber Sie in der Lynen-Gastgebersuche finden. Ihre persönlichen Daten, die in der Suche angezeigt werden, können Sie jederzeit hier aktualisieren.

Was wird von mir als Gastgeber erwartet?

Für eine erfolgreiche Bewerbung benötigen die Kandidaten eine von Ihnen unterzeichnete Forschungsplatzzusage sowie eine vertrauliche Stellungnahme. Außerdem strebt die Humboldt-Stiftung prinzipiell eine Beteiligung der Gastinstitution an der Finanzierung des Stipendiums an, die etwa ein Drittel des Stipendienbetrages ausmachen soll. Für Gastgeber in Entwicklungs- und Schwellenländern sowie in weiteren ausgewählten Ländern (s. Länderliste) verzichtet die Stiftung jedoch auf einen finanziellen Eigenbeitrag. Sollte es nachvollziehbare Schwierigkeiten bei der Finanzierung geben, kann darüber hinaus eine individuelle Lösung gesucht werden.

Was muss ich bei der Erstellung meiner Stellungnahme beachten?

Die Alexander von Humboldt-Stiftung fördert Personen, keine Projekte. Im Mittelpunkt Ihrer Stellungnahme sollte daher die Beurteilung das Kreativitäts- und Innovationspotenzial der Bewerberinnen und Bewerber stehen. Neben dem wissenschaftlichen Werdegang und der Zukunftsperspektive ist die Qualität der von den Bewerbern ausgewählten Schlüsselpublikationen und die Originalität des Forschungsvorhabens eine wichtige Grundlage der Begutachtung des Antrags durch die unabhängigen Fachgutachter und den Auswahlausschuss.

Es muss in Ihrer Stellungnahme klar erkennbar sein, dass der Bewerber die wesentlichen Inhalte eigenständig erarbeitet und mit Ihnen abgesprochen hat. Inhalte, die Sie als Gastgeber beigetragen haben, müssen als solche gekennzeichnet werden.

Bitte erstellen Sie Ihre Stellungnahme anhand des Fragenkatalogs, nachdem Sie die relevanten Unterlagen (Lebenslauf, Schlüsselpublikationen und den Namen der Referenzgutachterinnen und -gutachter) vom Bewerber erhalten und das Forschungsvorhaben abgestimmt haben. Laden Sie Ihre Stellungnahme bitte zusammen mit der unterzeichneten Forschungsplatzzusage in einen geschützten Bereich zur Bewerbung hoch. Den entsprechenden Link zu diesem Bereich erhalten Sie per E-Mail durch den Bewerber/die Bewerberin.

Selbstverständlich wird Ihre Stellungnahme von der Humboldt-Stiftung vertraulich behandelt.

Bitte bedenken Sie, dass der Bewerber seinen Antrag erst dann absenden kann, wenn neben den vollständigen Bewerbungsunterlagen auch Ihre Stellungnahme und die unterzeichnete Forschungsplatzzusage vorliegen. Daher empfehlen wir, dass Sie Ihre Unterlagen möglichst bald nach der Benachrichtigung durch den Bewerber zum Bewerbungsformular hochladen.

Was geschieht, nachdem ich meine gutachterliche Stellungnahme und meine Forschungsplatzzusage hochgeladen habe?

Sobald der Humboldt-Stiftung Ihre Stellungnahme und Forschungsplatzzusage sowie die vollständigen Bewerbungsunterlagen vorliegen, werden diese einem externen Begutachtungsverfahren zugeleitet. Die Humboldt-Stiftung teilt Ihnen und den Bewerbern das vorgesehene Auswahldatum mit. Allgemeine Informationen zum Auswahlverfahren können Sie auch der Übersicht zum Ablauf des Auswahlverfahrens entnehmen.

Nach der Auswahlsitzung werden Sie schnellstmöglich per E-Mail über das Ergebnis informiert. Falls vom Bewerber gewünscht, erhalten Sie beide im Fall der Ablehnung des Antrags nach etwa vier bis sechs Wochen zusätzlich ein Schreiben zu den Gründen, die zu der negativen Entscheidung geführt haben. Bitte wenden Sie sich mit Rückfragen erst nach Erhalt dieses Schreibens an die Geschäftsstelle.

Weitere Hinweise

Als wissenschaftliche Gastgeberin bzw. wissenschaftlicher Gastgeber verpflichten Sie sich, bei der Einbeziehung der Gastwissenschaftlerin bzw. des Gastwissenschaftlers in Ihren Arbeitskreis auf die Einhaltung der Grundsätze der Wissenschaftsethik und der Regelungen zur Verhinderung des rüstungsrelevanten Technologietransfers bzw. auf Gefahren eines sonstig rechtswidrigen oder unerwünschten Wissenstransfers zu achten. Des Weiteren müssen die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis befolgt werden.