Fördermöglichkeiten für gefährdete Forschende

Die vorgestellten Programme und Initiativen richten sich an gefährdete Forschende.

Für Fördermöglichkeiten für Studierende wenden Sie sich bitte an den Deutschen Akademischen Auslandsdienst (DAAD). Viele Hochschulen haben darüber hinaus eigene Programme gestartet.

Stipendienprogramme für gefährdete Forschende - Antragstellung über die Forschenden

Scholar Rescue Fund (SRF)

Einer der wohl bekanntesten und größten Stipendiengeber für gefährdete Forschende ist der SRF. Die einjährigen Teilstipendien werden für Aufenthalte an Universitäten und Forschungseinrichtungen weltweit vergeben. Eine Verlängerung um ein Jahr ist möglich. SRF ist sowohl Forschenden als auch Forschungseinrichtungen bei der Kontaktaufnahme behilflich. Mehr Informationen dazu: http://www.scholarrescuefund.org/scholars

Baden-Württemberg Fonds für verfolgte Wissenschaftler

Der Baden-Württemberg Fonds ermöglicht in Kooperation mit dem Scholar Rescue Fund Stipendien für gefährdete Forschende, damit diese ihre wissenschaftlichen Tätigkeit an Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg fortsetzen können. Mehr Informationen unter: www.bwstiftung.de/bw-fonds/

Stipendienprogramm des Landes Bremen zur Unterstützung ausländischer geflüchteter und gefährdeter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Das Land Bremen unterstützt Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, deren wissenschaftliche Arbeit im Heimatland aufgrund von Verfolgung und Bedrohung gefährdet ist, durch ein Stipendium, damit sie ihre Forschungsarbeit an der Universität Bremen fortsetzen können. Es können jeweils zwei Stipendien an Promovierende und Postdocs für Dauer eines Jahres vergeben werden. Weitere Informationen sind hier zu finden.

BRiDGE for Researchers in Danger Going to Europe

Die Universität Bielefeld koordiniert die BRiDGE-Projekte, die sich an Forschende aller Altersstufen und Karrierestadien richtet, insbesondere diejenigen, die in Deutschland, Bulgarien, Griechenland, der Schweiz oder der Türkei Zuflucht gefunden haben. Die Programme bieten Training, Mentoring und Networking für gefährdete Forschende und deren Mentoren sowie Stipendien für Praktika.

Der Scholars Rescue Fund präsentiert darüber hinaus eine Auswahl an weltweiten Stipendien und Zuschüssen für gefährdete Forschende, unterteilt nach Auswahlkriterien, die die Forschenden erfüllen müssen.

Fördermöglichkeiten über Hochschulen und Forschungseinrichtungen - Antragstellung über die Einrichtung

"Philipp Schwartz-Initiative", Alexander von Humboldt-Stiftung

Mit der Philipp Schwartz-Initiative erhalten Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland die Möglichkeit, gefährdete Forschende im Rahmen eines Vollstipendiums für 24 Monate aufzunehmen. Mehr Informationen dazu unter: www.philipp-schwartz-initiative.de

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Bei Vorliegen der jeweiligen Voraussetzungen ist die Beantragung von Fördermitteln der DFG zur Integration von gefährdeten Forschenden in laufende Projekte möglich. Mehr Informationen unter: http://www.dfg.de/service/presse/pressemitteilungen/2015/pressemitteilung_nr_59/

VolkswagenStiftung

Die VolkswagenStiftung unterstützt gefährdete Forschende durch ein eigenes Förderprogramm. Ihr „Förderprogramm für geflohene Wissenschaftler(innen)“ besteht aus zwei Programmlinien: Sowohl über das Stipendienprogramm für Gastwissenschaftler(innen) als auch über das „Zusatzmodul für derzeit in der Förderung befindliche Projekte“ können im Zusammenhang mit bereits geförderten Projekten Zusatzmittel für die Aufnahme gefährdeter Forschender beantragt werden. Mehr Informationen unter: https://www.volkswagenstiftung.de/de/unsere-foerderung/unser-foerderangebot-im-ueberblick/foerderangebot-fuer-geflohene-wissenschaftlerinnen.html

Darüber hinaus ist die VolkswagenStiftung auch an den Initiativen „Wissenschaft.Niedersachsen.Weltoffen“ und „Akademie im Exil“ beteiligt. Weitere Informationen dazu finden sich hier auf der Website.

Einstein Stiftung Berlin

Mit den zeitlich begrenzten Sonderprogrammen "EINSTEIN-GASTPROFESSUREN" und "EINSTEIN JUNIOR SCHOLARSHIPS" bietet die Einstein Stiftung zur Förderung der Wissenschaftsfreiheit weltweit bedrohten oder in ihrer Arbeit eingeschränkten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit, für bis zu zwei Jahre in Berlin wissenschaftlich tätig zu sein. Antragsberechtigt sind die Freie Universität Berlin, die Humboldt Universität zu Berlin, die Technische Universität Berlin, die Universität der Künste Berlin sowie die Charité – Universitätsmedizin Berlin. Nähere Informationen und Programmunterlagen finden Sie unter: https://www.einsteinfoundation.de/de/programme/wissenschaftsfreiheit/.

Hamburg Programme for Scholars at Risk (HPSAR)

Die Universität und das Land Hamburg stellen gefährdeten Forschenden, die einen wissenschaftlichen Mentor oder eine wissenschaftliche Mentorin an der Universität Hamburg gefunden haben, Fördermittel für 1- bis 12-monatige Stipendien zur Verfügung. Weitere Informationen sind hier zu finden.

"Hessen-Fonds", Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK)

Das HMWK vergibt Stipendien für geflüchtete Studierende, Promovierende und Forschende für wissenschaftliche Aufenthalte an den staatlichen Hochschulen in Hessen. Die Antragstellung erfolgt an der jeweiligen Hochschule, welche den Bewerber/die Bewerberin beim Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst nominiert. Mehr Informationen dazu unter: http:/www.fluechtlinge-an-hochschulen.hessen.de/front_content.php?idcat=348

Wissenschaft.Niedersachsen.Weltoffen

Das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur vergibt dreijährige Forschungsstipendien an niedersächsische Hochschulen und Forschungseinrichtungen zur Aufnahme gefährdeter Forschender. Mehr Informationen unter: http://www.mwk.niedersachsen.de/startseite/forschung/forschungsfoerderung/ausschreibungen_programme_foerderungen/wissenschaftniedersachsenweltoffen-155318.html

Die European University Association hat eine Sammlung weltweit angesiedelter Initiativen zur Unterstützung gefährdeter Forschender und Studierender von Hochschulen und Forschungsförderorganisationen veröffentlicht.

Darüber hinaus hat die Europäische Kommission eine Ausschreibung für Organisationen und Einrichtungen geöffnet, die seit mindestens 2 Jahren ein eigenes Förderprogramm für gefährdete Forschende betreiben. Ziel der Förderung ist es, erfolgreiche regionale Förderinitiativen auf eine europäische Ebene auszuweiten.

Netzwerkaktivitäten

"Chance for Science", Universität Leipzig

Diese Online-Plattform dient der Kontaktaufnahme zwischen gefährdeten Forschenden und Studierenden, die in Deutschland Zuflucht suchen, und hiesigen Fachkolleginnen und Fachkollegen und wissenschaftlichen Einrichtungen. Mehr Informationen unter: www.chance-for-science.de

"Adopt an Academic", AGYA, Freie Universität Berlin

Patenprogramm, bei dem Forschende angehalten sind, als Mentorinnen und Mentoren für gefährdete Forschende zu fungieren. Mehr Informationen unter: http://agya.info/adopt-an-academic/

Science4Refugees

Mit ihrer "Research Buddies Initiative" unterstützt die Europäische Kommission die Kontaktaufnahme und Vernetzung zwischen gefährdeten Forschenden und ihren europäischen Fachkolleginnen und -kollegen. Gefährdete Forschende können dazu ein Profil auf der Seite anlegen und ihre Bewerbungsunterlagen veröffentlichen. Mehr Informationen dazu unter: https://euraxess.ec.europe.eu/research-buddies-initiative

The New University in Exile Consortium, USA

Die Programme des Konsortiums zielen auf die Stärkung der Gemeinschaft unter geflüchteten Forschenden und wollen Isolation und Entwurzelung entgegenwirken. Seminare, Workshops und gemeinsame Projekte sollen den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern den Übergang in ihre neue akademische Umgebung in den USA erleichtern. Mehr Informationen unter: https://newuniversityinexileconsortium.org/

Publizieren und forschen

Journal of Interrupted Studies

Das interdisziplinäre Journal of Interrupted Studies bietet gefährdeten Forschenden die Möglichkeit, ihre Arbeiten nach einem erfolgreichen Peer-Review-Verfahren zu publizieren.

Internationale Anlaufstellen

Scholars at Risk Network (SAR)

Scholars at Risk ist ein internationales Netzwerk von Hochschulen, Forschungsinstitutionen und anderen Wissenschaftsorganisationen, das sich dem Schutz gefährdeter Forscher widmet und sich für Werte wie die wissenschaftliche Freiheit einsetzt. Mehr Informationen unter: https://www.scholarsatrisk.org/

Council for At-Risk Academics (cara)

Cara ist eine gemeinnützige Organisation, die gefährdeten Forschenden mithilfe von Universitäten in Großbritannien und weltweit Unterstützung anbietet. Cara ist unter anderem bei der Vermittlung zwischen Forschenden und interessierten Einrichtungen behilflich. Mehr Informationen unter: http://www.cara.ngo/

Scholar Rescue Fund (SRF)

Der Scholar Rescue Fund wurde vom 2002 Institute of International Education ins Leben gerufen. Während sich das IIE bereits seit 1919 für gefährdete Forschende einsetzt, ist der SFR inzwischen nicht nur ein wichtiger Stipendiengeber für gefährdete Forschende weltweit, sondern unterstützt auch Forschende sowie Forschungeinrichtungen bei der Kontaktaufnahme und Beratung. Mehr Informationen unter: http://www.scholarrescuefund.org/scholars

Internationale Fördermöglichkeiten

 

Diese Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Der Auswahl der unterschiedlichen Initiativen liegt keine Wertung zu Grunde. Für die Richtigkeit der Angaben wird nicht gehaftet. Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an die genannten Organisationen.

Kontakt

Sekretariat SAR Germany Section
Katja Machacsek
Programmberaterin
Philipp Schwartz-Initiative
Tel.: +49 (0)228 833 182

katja.machacsek(at)avh.de

Dr. Barbara Sheldon
Leiterin
Referat Strategische Planung

Frank Albrecht
Referent
Philipp Schwartz-Initiative

schwartz-initiative(at)avh.de

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