Finden Sie das passende Programm ...

Humboldt-Forschungsstipendium für erfahrene Wissenschaftler

Diagramm Auswahlverfahren
Darstellung des Auswahl-
verfahrens im Diagramm

Bewerben Sie sich, wenn Sie als überdurchschnittlich qualifizierter Wissenschaftler aus dem Ausland Ihre Promotion vor nicht mehr als zwölf Jahren abgeschlossen haben, Ihre Arbeit ein eigenständiges, wissenschaftliches Profil zeigt und Sie bereits mindestens als Assistant Professor oder Nachwuchsgruppenleiter tätig sind oder eine mehrjährige eigenständige wissenschaftliche Tätigkeit nachweisen können. Mit dem Humboldt-Forschungsstipendium für erfahrene Wissenschaftler haben Sie die Möglichkeit, ein selbst gewähltes langfristiges Forschungsvorhaben (6-18 Monate) in Kooperation mit einem selbst gewählten wissenschaftlichen Gastgeber an einer Forschungseinrichtung in Deutschland durchzuführen. Das Stipendium kann flexibel in bis zu drei Aufenthalte innerhalb von drei Jahren aufgeteilt werden.

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aller Nationen und aller Fachgebiete können sich jederzeit online bei der Alexander von Humboldt-Stiftung bewerben. Die Humboldt-Stiftung vergibt jährlich ca. 500 Humboldt-Forschungsstipendien für Postdoktoranden und erfahrene Wissenschaftler. Kurzfristige Studien- oder Kongressreisen sowie Ausbildungsaufenthalte werden nicht gefördert.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Entwicklungs- und Schwellenländern können sich gegebenenfalls für ein Georg Forster-Forschungsstipendium bewerben.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Brasilien können sich derzeit nur um ein Capes-Humboldt-Forschungsstipendium bewerben. Eine Bewerbung im Humboldt-Forschungstipendienprogramm ist derzeit nicht möglich.

Online-Bewerbung

Vorübergehend längere Bearbeitungszeiten
Aufgrund der Einführung eines neuen Datenbanksystems sowie hoher Antragseingänge können wir Ihren Stipendienantrag oder Ihre Nominierung für einen Preis leider nicht so schnell wie gewohnt bearbeiten. Bis zu einer Entscheidung müssen Sie deshalb aktuell mit bis zu zehn Monaten Wartezeit rechnen. Wir bitten dies zu entschuldigen. Wir hoffen, dass wir sobald wie möglich wieder die übliche Bearbeitungszeit von durchschnittlich sechs Monaten gewährleisten können.

Weitere Informationen

  1. Promotion oder vergleichbarer akademischer Grad (Ph.D., C.Sc. oder Äquivalent), wobei der Abschluss bei Eingang der Bewerbung nicht länger als zwölf Jahre zurückliegt. Sollte eine Promotion in dem Fach oder Herkunftsland des Bewerbers nicht möglich oder unüblich sein, kann eine Bewerbung bei einer dem Ph.D. äquivalenten und der Karrierestufe entsprechenden Publikationsleistung bis zu 16 Jahren nach Abschluss eines Master- oder Diplomstudiums erfolgen;
  2. Eigenständiges wissenschaftliches Profil des Bewerbers, belegt durch eine umfangreiche Liste wissenschaftlicher Veröffentlichungen in nach internationalem Standard referierten Zeitschriften und Verlagen;
  3. Forschungsplatz- und Betreuungszusage sowie ausführliche gutachterliche Stellungnahme eines wissenschaftlichen Gastgebers an einer Forschungseinrichtung in Deutschland. Einzelheiten zum Forschungsvorhaben und die zeitliche Planung müssen vor der Antragstellung mit dem vorgesehenen Gastgeber abgesprochen werden;
  4. Zwei Referenzgutachten wichtiger Kooperationspartner bzw. Wissenschaftler am eigenen Institut und an weiteren Instituten, nach Möglichkeit auch außerhalb des Herkunftslandes;
  5. Sprachkenntnisse: Geistes-, Sozialwissenschaftler und Mediziner müssen über gute Deutschkenntnisse verfügen, soweit sie für die erfolgreiche Durchführung des Forschungsvorhabens erforderlich sind, ansonsten sind gute englische Sprachkenntnisse notwendig; Natur- und Ingenieurwissenschaftler müssen über gute deutsche oder englische Sprachkenntnisse verfügen;
  6. Bewerbungen zur Fortsetzung eines bereits begonnenen Forschungsaufenthalts können nur in Ausnahmefällen berücksichtigt werden. Vor der Bewerbung darf kein längerer Aufenthalt in Deutschland liegen. Wer sich zum Zeitpunkt der Bewerbung bereits seit mehr als sechs Monaten in Deutschland aufhält, ist nicht antragsberechtigt;
  7. Die Humboldt-Stiftung setzt voraus, dass bei Bewerbung und Förderung die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis und die ethischen Regeln des 7. EU-Forschungs­rahmenprogramms eingehalten werden.

Bewerbungen können jederzeit online an die Humboldt-Stiftung gesendet werden.

Diagramm Auswahlverfahren
Darstellung des Auswahl-
verfahrens im Diagramm

Der Eingang der Onlinebewerbung wird von der Humboldt-Stiftung per E-Mail bestätigt. Für die Vollständigkeit der Unterlagen ist der Bewerber verantwortlich.

Nach Vorlage aller Unterlagen und Eingang der Stellungnahme des Gastgebers sowie der Referenzgutachten wird den Bewerbern das voraussichtliche Auswahldatum mitgeteilt. Falls sich die Zusendung der Gastgeberstellungnahme und der Referenzgutachten verzögert, muss mit einer längeren Bearbeitungszeit gerechnet werden. Anschließend werden die Antragsunterlagen in der Regel an zwei unabhängige Fachgutachter geleitet, die schriftliche Gutachten erstellen. Auf der Basis dieser unabhängigen Fachgutachten entscheidet ein mit ca. 50 Wissenschaftlern aller Fachgebiete besetztes Auswahlgremium über die Vergabe der Forschungsstipendien. Das Auswahlgremium tagt dreimal jährlich im März, Juli und November eines Jahres. Im Falle einer positiven Entscheidung kann das Stipendium bei Anreise aus dem Ausland frühestens zwei Monate nach der Auswahlentscheidung angetreten werden. Spätestens zwölf Monate nach der Auswahlentscheidung muss das Stipendium angetreten worden sein, da es ansonsten verfällt.


Vorübergehend längere Bearbeitungszeiten
Aufgrund der Einführung eines neuen Datenbanksystems sowie hoher Antragseingänge können wir Ihren Stipendienantrag oder Ihre Nominierung für einen Preis leider nicht so schnell wie gewohnt bearbeiten. Bis zu einer Entscheidung müssen Sie deshalb aktuell mit bis zu zehn Monaten Wartezeit rechnen. Wir bitten dies zu entschuldigen. Wir hoffen, dass wir sobald wie möglich wieder die übliche Bearbeitungszeit von durchschnittlich sechs Monaten gewährleisten können.

Falls Ihnen kein Stipendium verliehen wird, können Sie formlos per E-Mail beantragen, dass Ihnen und Ihrem Gastgeber die Gründe, die zur Ablehnung ihrer Bewerbung geführt haben, mitgeteilt werden. Diese Mitteilung erfolgt normalerweise etwa vier bis sechs Wochen nach der Auswahlentscheidung. Ein Revisionsverfahren ist nicht vorgesehen. Allerdings können abgelehnte Bewerber eine erneute Bewerbung einreichen, sofern wesentliche Aspekte der abgelehnten Bewerbung deutlich verbessert werden konnten.

Eines unserer Markenzeichen ist die möglichst individuelle Betreuung der Gastwissenschaftler. Daher bieten wir Ihnen neben dem monatlichen Forschungsstipendium zusätzliche Leistungen an, von der Einladung zu Veranstaltungen über die Teilnahme an Sprachkursen bis hin zur Familienförderung.

Weitere Informationen

Einmal Humboldtianer, immer Humboldtianer: Auch nach dem Forschungsaufenthalt halten wir mit Ihnen eine enge Verbindung. Mit unseren Alumni-Fördermaßnahmen unterstützen wir flexibel die individuellen Lebenswege und Entwicklungen aller Humboldtianer und ihre Kooperationen untereinander.

Weitere Informationen

Voraussetzungen für eine Bewerbung

Ich habe mehrere Jahre in einem englischsprachigen Land gearbeitet. Benötige ich ein englisches Sprachzeugnis?

Nein, ein englisches Sprachzeugnis ist nicht erforderlich.

Die Promotion ist in meinem Herkunftsland unüblich bzw. nicht möglich. Kann ich mich bewerben?

Eine Bewerbung ist möglich, sofern Sie eine dem PhD äquivalente Leistung, z.B. durch wissenschaftliche Veröffentlichungen in nach internationalem Standard referierten Zeitschriften und Verlagen nachweisen können. Falls dies der Fall ist, können Sie sich bis zu 16 Jahre nach Abschluss des ersten Hochschulstudiums (Master, Diplom etc.), allerdings ausschließlich im Programm für erfahrene Wissenschaftler, bewerben. Weiterhin ist eine Bewerbung möglich, wenn Sie eine akademische Position gleich- oder höherwertig einem Associate Professor / Senior Lecturer / Reader etc. innehaben. Eine Bewerbung kann dann unabhängig vom Abschluss des ersten Hochschulstudiums bis 12 Jahre nach Beginn dieser Tätigkeit, allerdings ausschließlich im Programm für erfahrene Wissenschaftler, erfolgen. Bitte senden Sie uns zunächst nur Ihren Lebenslauf und Ihre Publikationsliste, damit wir Sie beraten können (info(at)avh.de).

Wie wird der Zeitpunkt der Promotion bestimmt?

Es gilt das Datum des Abschlusses der letzten für das Promotionsverfahren geforderten wissenschaftlichen Leistung (z.B. Verteidigung der Dissertation, mündliche Abschlussprüfung). In der Regel wird dieses Datum neben dem Ausstellungsdatum auf der Promotionsurkunde genannt. Als Stichtag für die Berechnung des Zeitraums nach der Promotion wird das Eingangsdatum der Bewerbung bei der Humboldt-Stiftung gewertet. Falls Sie eine akademische Position gleich- oder höherwertig einem Associate Professor / Senior Lecturer / Reader bereits vor Abschluss des PhD/C.Sc. innehatten, so gilt der Beginn dieser Tätigkeit als Referenzdatum.

Welches Promotionsdatum gilt, wenn ich mehrfach promoviert wurde?

Im Falle einer Mehrfachpromotion ist die Promotion relevant, die fachlich dem beantragten Forschungsvorhaben am nächsten liegt. Hierzu bitte beide Promotionsdaten mit Fachgebiet im tabellarischen CV im Antragsformular aufführen. Außerdem bitten wir Sie, der Bewerbung beide Promotionsurkunden beizufügen und beide Dissertationen in der vollständigen Publikationsliste aufzuführen.

Ich habe vor mehr als zwölf Jahren promoviert. Kann ich mich dennoch bewerben?

Sollte das Datum Ihrer Promotion mehr als zwölf Jahre zurückliegen, kann Ihre Bewerbung nicht berücksichtigt werden. Sofern diese Grenze nur geringfügig überschritten wird, kann in begründeten Fällen (z.B. bei Anerkennung von Ausfallzeiten wie Kindererziehungszeiten) eine Ausnahme gemacht werden. Bitte senden Sie uns zunächst nur Ihren Lebenslauf und Ihre Publikationsliste, damit wir Sie beraten können (info(at)avh.de).

Meine Promotion liegt weniger als vier Jahre zurück. Kann ich mich trotzdem um ein Stipendium für erfahrene Wissenschaftler bewerben?

Ja. Sie sollten allerdings bereits ein klar erkennbares eigenständiges wissenschaftliches Profil haben und in der Regel bereits mindestens als Assistant Professor oder Nachwuchsgruppenleiter tätig sein bzw. eine mehrjährige eigenständige wissenschaftliche Tätigkeit nachweisen können.

Inwieweit werden Kindererziehungszeiten bei der Bewertung der wissenschaftlichen Leistung berücksichtigt?

Bitte geben Sie im Antragsformular alle Zeiten an, in denen Sie Ihre wissenschaftliche Tätigkeit aus Gründen der Kindererziehung ganz oder teilweise unterbrochen haben, damit diese Zeiten bei der Beurteilung Ihrer wissenschaftlichen Leistungen relativ zum Karrierestand berücksichtigt werden können. Die vom Programm festgelegte Zeitperiode nach der Promotion kann sich pro Kind um maximal 2 Jahre verlängern, sofern Sie Ihre wissenschaftliche Tätigkeit nach Abschluss der Promotion für die entsprechenden von Ihnen angegebenen Zeiten unterbrochen haben und diese Zeiten auch geltend machen. Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an info(at)avh.de.

Ich komme aus einem Entwicklungs- bzw. Schwellenland. Soll ich mich für ein Humboldt- oder ein Georg Forster-Stipendium bewerben?

Wenn Ihr Lebensmittelpunkt (Staatsangehörigkeit und dauerhafter Aufenthalt) in einem Entwicklungs- bzw. Schwellenland (s. Länderliste) ist und Sie ein entwicklungsrelevantes Forschungsvorhaben durchführen möchten, dessen Durchführung in Deutschland den Transfer von Wissen und Technologien in Entwicklungsländer ermöglicht, ist eine Bewerbung für ein Georg Forster-Stipendium zu empfehlen. Für eher grundlagenorientierte Forschungsvorhaben empfehlen wir eine Bewerbung um ein Humboldt-Forschungsstipendium. In Zweifelsfällen wenden Sie sich bitte vor Einsendung der Bewerbung an uns, damit wir Sie beraten können (info(at)avh.de).

Sind deutsche Sprachkenntnisse für eine Bewerbung erforderlich?

  1. Natur- und Ingenieurwissenschaftler: Gute deutsche oder englische Sprachkenntnisse sind ausreichend.
  2. Geistes- und Sozialwissenschaftler: Sofern deutsche Sprachkenntnisse für die erfolgreiche Durchführung des Forschungsvorhabens erforderlich sind, sind diese durch ein Sprachzeugnis nachzuweisen. Ansonsten sind zumindest gute englische Sprachkenntnisse ausreichend.
  3. Mediziner: Sofern im Rahmen des Forschungsvorhabens die Arbeit mit Patienten vorgesehen ist, muss ein deutsches Sprachzeugnis vorgelegt werden. Ansonsten sind zumindest gute englische Sprachkenntnisse ausreichend.

Meine Muttersprache ist Englisch bzw. Deutsch. Muss ich die erforderlichen Sprachkenntnisse durch ein Sprachzeugnis belegen?

Nein, ein Sprachzeugnis ist nicht erforderlich.

Ich bin Mediziner (MD / Dr. med.). Gibt es spezielle Zulassungsvoraussetzungen?

Eine Bewerbung ist möglich, wenn eine Forschungspromotion oder ein vergleichbarer akademischer Grad vorliegt.

Bitte entnehmen Sie detaillierte Informationen hierzu aus unserem zusätzlichen Zulassungsfragebogen für Mediziner (MD / Dr. med.).

Bei Vorliegen mehrerer Forschungspromotionen gilt o.g. FAQ zum Thema "Mehrfachpromotion".

Ich bin bereits oder war vor kurzem in Deutschland. Sprechen formale Gründe gegen eine Bewerbung?

Antragsberechtigte müssen sich in den letzten 18 Monaten vor Bewerbungseingang insgesamt mindestens 12 Monate außerhalb Deutschlands aufgehalten haben.

Sowohl ein Arbeitsplatz wie ein Wohnort in Deutschland gelten in diesem Sinne als Aufenthalt.

Für Interessenten, die ihren Schul- und einen Hochschulabschluss bzw. einen Hochschulabschluss und ihre Promotion in Deutschland absolviert haben, gelten die Regeln für deutsche Staatsbürger (vgl. nachfolgende FAQ).

In allen anderen Fällen kann Ihre Bewerbung leider nicht berücksichtigt werden.

Kann ich mich als Deutscher aus dem Ausland / Bildungsinländer bewerben?

Sie können sich als deutscher Staatsbürger / Bildungsinländer* bewerben, wenn Ihr Lebensmittelpunkt eindeutig und ununterbrochen
 
  1. seit mehr als 10 Jahren im Ausland liegt, oder
  2. seit mehr als 5 Jahren im Ausland liegt und die starke Anbindung an das derzeitige Aufenthaltsland durch das Erfüllen eines der folgenden Kriterien zweifelsfrei anzunehmen ist:
    1. Sie haben eine zeitlich unbefristete Anstellung im derzeitigen Aufenthaltsland.
    2. Sie können eine zeitlich unbefristete Aufenthaltserlaubnis aus dem derzeitigen Aufenthaltsland vorlegen. Bitte beachten Sie, dass eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis, die sich ausschließlich durch Ihre Staatsbürgerschaft begründet (z.B. EU-Staaten), kein ausreichender Nachweis ist.
    3. Sie oder Ihr Ehepartner besitzen auch die Staatsbürgerschaft des derzeitigen Aufenthaltslandes.

In Zweifelsfällen senden Sie uns zunächst nur Ihren lückenlosen Lebenslauf und Ihre Publikationsliste, damit wir Sie beraten können. Geben Sie dabei an, welches Kriterium für Sie zutrifft (info(at)avh.de).

* Als Bildungsinländer gelten Personen, die ihren Schul- und einen Hochschulabschluss bzw. einen Hochschulabschluss und ihre Promotion in Deutschland absolviert haben.

Gastgeber

Wer kann mein wissenschaftlicher Gastgeber sein?

Jeder Wissenschaftler, der an einer Hochschule oder Forschungseinrichtung in Deutschland arbeitet und Ihnen eine Forschungsplatzzusage für den geplanten Forschungsaufenthalt anbietet, kann als Ihr wissenschaftlicher Gastgeber fungieren.

Sofern Sie bereits für längere Zeit (12 Monate oder länger) in Deutschlang gearbeitet haben, sollten Sie sich für einen erneuten Gastaufenthalt in Deutschland ein neues wissenschaftliches Umfeld suchen. Anträge, die eine Rückkehr zu den Betreuenden der Dissertation bzw. zum Mentor eines längeren Postdoc-Aufenthaltes beinhalten, werden in der Regel aufgrund der fehlenden eigenständigen wissenschaftlichen Weiterentwicklung vom Auswahlgremium abgelehnt.

Wie finde ich einen wissenschaftlichen Gastgeber?

Die Wahl des wissenschaftlichen Gastgebers ist frei und muss eigenständig durch den Bewerber erfolgen. Die Humboldt-Stiftung bietet keine direkte Unterstützung bei der Suche nach einem Gastgeber an.

Wir möchten Sie jedoch auf folgende Suchmaschinen für Gastgeber und Wissenschaftliche Einrichtungen hinweisen: Weiterhin möchten wir Sie auf das öffentliche Netzwerk Online hinweisen. Es zeigt einen großen Teil der weltweit über 25.000 Geförderten der Stiftung (Humboldtianer). Hier können Sie nach Namen, Fachgebieten und Keywords suchen.

Kann ich meinen Forschungsaufenthalt mit zwei wissenschaftlichen Gastgebern durchführen?

Ja. Sollten die Gastgeber an unterschiedlichen Forschungseinrichtungen tätig sein, sind separate Gastgeberstellungnahmen und Forschungsplatzzusagen erforderlich.

Erhält mein Gastgeber zusätzliche Mittel für Kosten, die im Rahmen des Forschungsaufenthalts am Gastinstitut entstehen?

Das Gastinstitut erhält in der Regel einen Forschungskostenzuschuss in Höhe von monatlich 800 Euro für Forschungsvorhaben in den Natur- und Ingenieurwissenschaften bzw. 500 Euro für Forschungsvorhaben in den Geistes- und Sozialwissenschaften.
Bitte beachten Sie die entsprechende FAQ der Abteilung Förderung und Netzwerk.

Vorbereitung/Planung

Gibt es Stichtage (Deadlines) für die Einreichung von Anträgen?

Es gibt keine Stichtage für die Einreichung von Bewerbungen. Alle Bewerbungen werden in einem kontinuierlichen Verfahren bearbeitet. Sobald uns Ihre Bewerbung vollständig vorliegt, wird sie an unabhängige Fachgutachter weitergeleitet und nach Vorlage der schriftlichen Fachgutachten in der nächstmöglichen Auswahlsitzung dem Auswahlgremium zur Entscheidung vorgelegt.
Auswahlsitzungen finden dreimal im Jahr statt, jeweils im März, Juli und November. Anträge sollten mindestens vier bis sieben Monate vor der gewünschten Auswahlsitzung eingereicht werden. Falls sich die Zusendung der Gastgeberstellungnahme und der Referenzgutachten verzögert, muss mit einer längeren Bearbeitungszeit gerechnet werden.
Eine grafische Darstellung des gesamten Auswahlprozesses finden Sie unter "Auswahlverfahren".

Kann ich mich gleichzeitig in verschiedenen Stipendienprogrammen der Humboldt-Stiftung oder gleichzeitig um ein Stipendium der Humboldt-Stiftung und den Sofja Kovalevskaja-Preis bewerben, wenn ich die jeweiligen formalen Voraussetzungen erfülle?

Nein, eine gleichzeitige Bewerbung in mehreren Stipendienprogrammen bzw. im Sofja Kovalevskaja-Preisprogramm ist ausgeschlossen. Nach einer Ablehnung ist die Bewerbung in einem anderen Programm jedoch möglich, sofern die formalen Voraussetzungen erfüllt werden.

Kann ich mich gleichzeitig um ein Stipendium bei einer anderen Institution bewerben?

Eine Parallelbewerbung bei einer anderen Institution ist grundsätzlich möglich. Dies müssen Sie jedoch im Bewerbungsformular angeben und uns auch während des Auswahlverfahrens umgehend über eventuelle Parallelbewerbungen und -entscheidungen informieren.

Kann ich Teile meiner Forschungsarbeiten auch im Ausland durchführen?

Forschungsstipendiaten können während des Förderzeitraums an Forschungseinrichtungen im europäischen Ausland (mit Ausnahme des Herkunftslandes) forschen, wenn dies für die Durchführung des Forschungsvorhabens erforderlich ist. Bitte beantragen Sie diesen Aufenthalt erst nach Verleihung des Stipendiums. Die Gesamtdauer des Europa-Forschungsaufenthalts darf im Regelfall 25 Prozent des voraussichtlichen Gesamtförderzeitraumes nicht überschreiten. Außerdem darf bei einer Aufteilung in mehrere Teilaufenthalte (erfahrene Wissenschaftler) die Dauer des Europa-Forschungsaufenthalts die Hälfte des jeweiligen Förderzeitraums grundsätzlich nicht überschreiten. Bei einem Forschungsaufenthalt im Herkunftsland oder einem außereuropäischen Land muss das Forschungsstipendium jedoch in der Regel unterbrochen werden.

Kann ich ein Forschungsstipendium für weniger als sechs Monate beantragen?

Für ein Postdoktorandenstipendium muss der erste Stipendienaufenthalt mindestens sechs Monate dauern. Auch erfahrene Wissenschaftler müssen einen Aufenthalt von mindestens sechs Monaten beantragen, der aber in zweimal drei Monate aufteilbar ist.

Muss die zeitliche Aufteilung meiner Stipendienaufenthalte genau dem vorgegebenen Schema entsprechen?

Ja. Abweichungen vom vorgegebenen Schema sind leider nicht möglich.

Wann muss ich das Stipendium spätestens antreten?

Das Stipendium muss spätestens zwölf Monate nach der positiven Auswahlentscheidung angetreten werden. Ansonsten muss eine neue Bewerbung eingereicht werden.

Wie hoch ist mein Stipendium?

Die Stipendienhöhe entnehmen Sie bitte den aktuellen Programminformationen für Postdoktoranden und erfahrene Wissenschaftler.

Wird das Stipendium rückwirkend gezahlt, wenn ich bei der Auswahlentscheidung bereits am Gastinstitut bin?

Nein, das Stipendium kann nicht rückwirkend gezahlt werden.

Ist der deutsche Intensivsprachkurs Teil meines Forschungsstipendiums?

Ein zwei- oder viermonatiger Sprachkurs findet unmittelbar vor dem Beginn des Forschungsstipendiums statt. Das Sprachstipendium ist nicht Teil des Forschungsstipendiums. (Wenn Sie einen zweimonatigen Sprachkurs beantragen, dauert Ihr Aufenthalt in Deutschland bei einem zwölfmonatigen Forschungsvorhaben insgesamt 14 Monate.)

Wann kann ich an einem Sprachkurs teilnehmen?

Der Deutschintensivsprachkurs kann nur unmittelbar vor Beginn des Forschungsstipendiums wahrgenommen werden. Falls dies nicht möglich ist, können auf Antrag auch die Kosten für Abendkurse während des Forschungsstipendiums übernommen werden.

Muss ich einen Sprachkurs belegen?

Es gibt keine Verpflichtung an einem Sprachkurs teilzunehmen. Die Humboldt-Stiftung ist allerdings sehr daran interessiert, dass alle Forschungsstipendiaten und deren Partner während ihres Forschungsaufenthalts Deutsch lernen, um über die Forschungstätigkeit hinaus auch am gesellschaftlichen und kulturellen Leben in Deutschland teilnehmen zu können.

Wer zahlt die Kosten für An- und Abreise?

Sofern die Anreise nicht vom Heimatinstitut übernommen wird, zahlt die Humboldt-Stiftung eine einmalige Reisekostenpauschale für die An- und Abreise. Reisekosten für Familienangehörige können nur in Ausnahmefällen übernommen werden.

Kann ich meine Familie mitbringen?

Die Humboldt-Stiftung begrüßt ausdrücklich die Begleitung der Stipendiaten durch ihre Ehepartner und Kinder und unterstützt dies durch die Zahlung von Familienzulagen zusätzlich zum Stipendium, sofern diese Familienangehörigen die Stipendiaten für mehr als drei Monate begleiten.

Wann kann ich das Stipendium frühestens antreten?

Es gibt drei Auswahlsitzungen pro Jahr, jeweils im März, Juli und November. Sofern Sie aus dem Ausland anreisen, kann das Stipendium in der Regel frühestens zwei Monate, bei visumspflichtigen Ländern frühestens drei Monate, nach der positiven Auswahlentscheidung angetreten werden. Sofern Sie bereits in Deutschland sind, kann das Stipendium frühestens zum nächsten Monatsbeginn angetreten werden.

Bewerbungsunterlagen

Sollen Gutachten direkt an die Humboldt-Stiftung oder mit der Bewerbung geschickt werden?

Referenzgutachten sollen von den Gutachtern per E-Mail oder auf dem Postweg direkt an die Auswahlabteilung der Humboldt-Stiftung geschickt werden. Bitte weisen Sie Ihre Referenzgutachter auf unseren Fragenkatalog für Referenzgutachten hin. Referenzgutachten sollten zum Zeitpunkt der Bewerbung nicht älter als 24 Monate sein.

Was geschieht, wenn Gutachten vor der Bewerbung eingereicht werden?

Gutachten, die nicht unmittelbar einer Bewerbung zugeordnet werden können, werden bis zu einem halben Jahr aufbewahrt.

Wer soll zu meinem Antrag ein Referenzgutachten abgeben und wie viele Gutachten sind erforderlich?

Referenzgutachter sollen eine Begutachtung Ihres wissenschaftlichen Werdegangs und Potenzials sowie Ihrer bisherigen wissenschaftlichen Leistungen vornehmen. Daher ist es wichtig, dass Referenzgutachter mit Ihrer bisherigen wissenschaftlichen Tätigkeit gut vertraut sind. Insgesamt müssen zwei Referenzgutachten vorliegen. Bitte beachten Sie: Die Stellungnahme des Gastgebers zählt nicht als Referenzgutachten!

Welche Publikationen soll ich meiner Bewerbung beifügen?

Ihrer Bewerbung müssen drei bis fünf Schlüsselpublikationen beigefügt sein. Weitere Publikationen werden nicht angenommen (Ausnahme: Rezensionen anderer Autoren zu Ihren Schlüsselpublikationen).
Falls Sie der Bewerbung Ihre Dissertation als Schlüsselpublikation beifügen möchten und diese noch nicht zum Druck eingereicht ist, laden Sie bitte das Originalmanuskript aus Ihrem Promotionsverfahren hoch.

Darf ich noch nicht eingereichte Publikationen in der Liste der Schlüsselpublikationen und in der vollständigen Publikationsliste auflisten?

Nein. Bitte listen Sie nur Publikationen auf, die bereits veröffentlicht, zur Veröffentlichung angenommen oder mindestens zur Veröffentlichung bei einem Verlag eingereicht sind. Zu eingereichten Publikationen muss eine Eingangsbestätigung des Verlages beigefügt werden; zu angenommenen Publikationen muss eine Annahmebestätigung des Verlages beigefügt werden. Alle anderen Arbeiten werden von uns in der Liste gestrichen.
Ausnahme: Ihre Dissertation darf als Schlüsselpublikation aufgelistet werden, auch wenn Sie nicht bei einem Verlag eingereicht ist. Falls Sie Ihre Dissertation als Schlüsselpublikation benennen und diese nicht zum Druck eingereicht ist, laden Sie bitte das Originalmanuskript aus Ihrem Promotionsverfahren hoch.

Was sind Schlüsselpublikationen?

Sie selbst wählen aus Ihren Publikationen die Schlüsselpublikationen aus. Hierbei sollten Sie Arbeiten auswählen, in denen Ihre wichtigsten wissenschaftlichen Ergebnisse beschrieben werden und an denen Sie im Falle von Mehrautorenpublikationen einen möglichst hohen Eigenanteil haben. Wir empfehlen Ihnen, bei der Auswahl der Schlüsselpublikationen darauf zu achten, dass sich auch Ihre aktuellere Publikationstätigkeit darin widerspiegelt.
Bitte beachten Sie, dass die Auswahl der Schlüsselpublikationen im Laufe des Verfahrens nicht geändert werden kann.

Wie viele Schlüsselpublikationen muss ich auflisten?

Für Bewerber um ein Postdoktorandenstipendium reicht es, eine Schlüsselpublikation auszuwählen. Maximal dürfen drei Schlüsselpublikationen aufgelistet werden.
Bewerber um ein Stipendium für erfahrene Wissenschaftler müssen mindestens drei Schlüsselpublikationen auswählen. Maximal dürfen fünf Schlüsselpublikationen aufgelistet werden. Überzählige Schlüsselpublikationen werden ohne Rücksprache von der Geschäftsstelle unkenntlich gemacht.

Wie soll die Begründung zu einer Schlüsselpublikation aussehen?

Bitte erläutern Sie die besondere wissenschaftliche Relevanz der in der Schlüsselpublikation beschriebenen Ergebnisse und stellen Sie kurz die Bedeutung der Publikation für Ihren Werdegang dar (vgl. Muster-Schlüsselpublikationsliste). Bei Mehrautorenpublikationen geben Sie bitte zusätzlich an, welchen Anteil Sie selbst an der Publikation haben.

Sollen meine Schlüsselpublikationen zusätzlich in der vollständigen Publikationsliste aufgeführt werden?

Ja, bitte führen Sie in der vollständigen Publikationsliste alle Publikationen einschließlich der Schlüsselpublikationen auf. Bitte listen Sie die Schlüsselpublikationen in dieser Liste ohne Begründung auf (vgl. Muster-Vollständige Publikationsliste).
Die bei der Humboldt-Stiftung eingereichte Publikationsliste kann im Laufe des Begutachtungsverfahrens nicht mehr ergänzt werden.

Ablauf des Auswahlverfahrens

Bestätigen Sie den Eingang meines Antrags und den Eingang von weiteren Unterlagen und Gutachten?

Sobald Ihr Antrag bei uns eingegangen ist, erhalten Sie eine Benachrichtigung per E-Mail. Der Eingang weiterer Unterlagen und Gutachten kann aufgrund der hohen Antragszahlen nicht separat bestätigt werden. Wir melden uns jedoch bei Ihnen, sofern aus unserer Sicht wichtige Unterlagen oder Informationen zu Ihrer Bewerbung fehlen.

Wie lange kann ich weitere Unterlagen einreichen bzw. die eingereichten Unterlagen aktualisieren?

Ihre Referenzgutachten sowie die Stellungnahme des wissenschaftlichen Gastgebers sollten möglichst zeitnah zur Bewerbung bei uns eingehen. Erst wenn uns alle erforderlichen Unterlagen vorliegen, können wir Ihnen einen voraussichtlichen Entscheidungstermin mitteilen. Nach Einleitung des Begutachtungsverfahrens durch unabhängige Fachgutachter können keinerlei Unterlagen mehr nachgereicht oder ausgetauscht werden. Sollten Publikationen, die zum Zeitpunkt der Bewerbung nur eingereicht waren, zwischenzeitlich zur Veröffentlichung angenommen worden sein, sollten Sie uns umgehend eine Kopie der Annahmeerklärung per E-Mail zuschicken. Diese kann bis zum Termin der Auswahlsitzung berücksichtigt werden. Die bei der Humboldt-Stiftung eingereichte Publikationsliste kann im Laufe des Verfahrens nicht mehr ergänzt werden.

Werde ich über den Entscheidungstermin meiner Bewerbung unterrichtet?

Nach Prüfung aller Unterlagen wird Ihnen das voraussichtliche Auswahldatum mitgeteilt. Sollte die fachliche Begutachtung Ihrer Bewerbung länger als erwartet dauern, werden Sie auch über eine gegebenenfalls notwendige Verschiebung des Entscheidungstermins unterrichtet.

Wer begutachtet meinen Antrag?

Die Begutachtung Ihres Antrags erfolgt durch unabhängige Fachgutachter.

Wer entscheidet über meinen Antrag?

Die abschließende Entscheidung über alle Bewerbungen wird im Auswahlausschuss getroffen. Der Auswahlausschuss setzt sich aus Wissenschaftlern aller Fachrichtungen zusammen und entscheidet mit Stimmenmehrheit über alle Anträge. Die Geschäftsstelle der Humboldt-Stiftung hat keine Stimme im Auswahlausschuss.

Werde ich im Falle einer Ablehnung über die Gründe der Ablehnung informiert?

Falls Ihnen kein Stipendium verliehen wird, können Sie formlos per E-Mail beantragen, dass Ihnen und Ihrem Gastgeber die Gründe, die zur Ablehnung Ihrer Bewerbung geführt haben, mitgeteilt werden. Diese Mitteilung erhalten Sie normalerweise etwa vier bis sechs Wochen nach der Auswahlentscheidung. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir vor dieser Nachricht keinerlei Einzelauskünfte geben, um die Erstellung der Mitteilungsschreiben nicht unnötig zu verzögern.

Wann werde ich über die Entscheidung informiert?

Wir werden Sie und Ihren wissenschaftlichen Gastgeber in den Tagen nach der Auswahlsitzung per E-Mail über die Entscheidung des Auswahlausschusses informieren. Bei größeren Sitzungen kann die Benachrichtigung aller Bewerber und Gastgeber einige Tage länger beanspruchen.

Auswahl

Wie hoch ist die Erfolgsquote?

Derzeit ist etwa ein Drittel der Bewerbungen erfolgreich.

Was sind die wichtigsten Auswahlkriterien?

Die individuelle wissenschaftliche Qualifikation der Bewerber steht im Mittelpunkt der Bewertung. Detaillierte Hinweise zu den Auswahlkriterien der einzelnen Programme finden Sie in den entsprechenden Programminformationen.

Kann ich mich nach einer Ablehnung erneut bewerben?

Eine erneute Bewerbung ist möglich. Die Bewerbung sollte sich allerdings in wesentlichen Teilen von der abgelehnten Erstbewerbung unterscheiden. Im Allgemeinen ist eine erneute Bewerbung erst nach einer wissenschaftlichen Weiterentwicklung sinnvoll, wenn z.B. neue wissenschaftliche Veröffentlichungen in nach internationalem Standard referierten Zeitschriften und Verlagen erschienen sind. Nach unserer Erfahrung sollte daher mit einer erneuten Bewerbung etwa zwei Jahre gewartet werden. Sofern sich Ihre erneute Bewerbung nicht oder nur unwesentlich von der abgelehnten Erstbewerbung unterscheidet, kann dies ein Grund für eine formale Ablehnung Ihrer erneuten Bewerbung sein.

Bei einstimmig abgelehnten Anträgen wird eine erneute Bewerbung erst nach 18 Monaten akzeptiert.

Welche Aspekte führen häufig zu Ablehnungen von Bewerbungen?

Unzureichende Publikationsleistung:

Insbesondere Bewerber, die sich mit dem Abschluss ihrer Dissertation bewerben, sollten darauf achten, dass die wichtigsten Ergebnisse der Dissertation (Schlüsselpublikationen) bereits publiziert, bzw. zur Publikation angenommen sind. Im Zweifelsfall ist es vorteilhaft mit der Einreichung der Bewerbung einige Monate zu warten, bis eine Annahme der Schlüsselpublikationen nachgewiesen werden kann.


Fehlende wissenschaftliche Weiterentwicklung:

Das gewählte Forschungsvorhaben sollte nicht eine unmittelbare Fortsetzung der Dissertation bzw. der bisherigen wissenschaftlichen Arbeiten darstellen. Auch eine Rückkehr in dasselbe wissenschaftliche Umfeld z.B. Rückkehr zu den Betreuenden der Dissertation, Mentor eines längeren Postdoktorates (≥ 12 Monate) oder Rückkehr an ein Gastinstitut an dem bereits ein längerer Forschungsaufenthalt stattgefunden hat, führt in der Regel zur Ablehnung des Antrags aufgrund fehlender eigenständiger wissenschaftlicher Weiterentwicklung.


Fehlende Originalität:

Sowohl bei der qualitativen Bewertung der Schlüsselpublikationen als auch des Forschungsplans liegt das Hauptaugenmerk der Fachgutachter auf der Originalität der Arbeiten und der damit verbundenen Impulse für die Weiterentwicklung des Fachgebietes. Soweit dies nicht zweifelsfrei ersichtlich ist, es sich eher um Routinearbeiten handelt oder die Ziele der geplanten Forschungsarbeiten und die Bedeutung für die Weiterentwicklung des Fachgebietes nicht klar dargelegt werden, werden die Anträge in der Regel abgelehnt.


Fehlendes eigenständiges wissenschaftliches Profil, wissenschaftliche Etablierung:

Im Programmsegment der erfahrenen Wissenschaftler kommt dem eigenständigen wissenschaftlichen Profil eine sehr hohe Bedeutung bei der Bewertung der Anträge durch die Fachgutachter und Ausschussmitglieder zu. Daher kommt es häufig zu Ablehnungen, wenn
  • keine oder nur eine unzureichende Anzahl von Publikationen in alleiniger Autorschaft oder als korrespondierender Autor vorliegen;
  • die Bewerber thematisch zu eng fokussiert sind;
  • keine klare wissenschaftliche Weiterentwicklung erkennbar ist;
  • das Forschungsvorhaben sich nicht eindeutig an den Forschungsinteressen des Bewerbers orientiert;
  • nach mehreren Postdoktoraten ein weiteres „klassisches“ Postdoktorat beantragt wird, ohne dass zwischendurch eine eigenständige wissenschaftliche Etablierung stattgefunden hat.
Für erfahrene Wissenschaftler, deren Promotion bereits mehr als 8 Jahre zurückliegt, kommt es häufig zu Ablehnungen, wenn noch keine Position als eigenständig tätiger Wissenschaftler (Assistant Professor, Lecturer, Nachwuchsgruppenleiter etc.) erreicht wurde bzw. die Perspektive zur Berufung auf eine Professur nach Abschluss des beantragen Aufenthaltes nicht aus den eingereichten Unterlagen, insbesondere dem Publikationsprofil, ersichtlich wird.