Humboldt-Forschungsstipendium

Informationen für Fachgutachterinnen und Fachgutachter

Die Alexander von Humboldt-Stiftung fördert individuell und ad personam besonders qualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Insbesondere bei der Auswahl spielt die Ausrichtung der Humboldt-Stiftung auf diese Individualförderung eine große Rolle. Noch wichtiger als die Beurteilung der wissenschaftlichen Qualität des Forschungsvorhabens ist es daher, vielversprechende bzw. herausragende wissenschaftliche Talente zu identifizieren.

Da die Vergabe von Forschungsstipendien auch dauerhaft die Förderung der Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern in Deutschland über die Alumniförderung der Humboldt-Stiftung ermöglicht, ist es von besonderer Bedeutung, bei der Auswahl der Forschungsstipendiatinnen und -stipendiaten möglichst treffsicher die wissenschaftlichen Eliten von morgen bereits heute als Partner für Deutschland zu gewinnen.

Als Fachgutachterin oder Fachgutachter werden Sie von uns angeschrieben, da der Auswahlausschuss der Humboldt-Stiftung zusätzlich zu den von der Bewerberin bzw. dem Bewerber beigebrachten Referenzgutachten unabhängige, externe Stellungnahmen zu einer Bewerbung benötigt. Ihre Stellungnahme wird selbstverständlich vertraulich behandelt ebenso wie auch wir voraussetzen, dass Sie gegenüber den Beteiligten und Dritten die Vertraulichkeit wahren. Um im Falle einer Ablehnung des Antrags nützliche Hinweise an die Antragsstellende bzw. den Antragstellenden geben zu können, werden wir ggf. kurze Zitate aus Ihren Stellungnahmen in anonymisierter Form an Bewerberin bzw. Bewerber und vorgesehene Gastgeberin bzw. Gastgeber weitergeben. Wir bitten Sie, sich bei der Erstellung Ihres Gutachtens an unserem Fragenkatalog für Fachgutachterinnen und Fachgutachter zu orientieren. Bitte beantworten Sie alle Fragen, damit wir der bzw. dem Antragsstellenden in unserem Evaluierungsprozess bestmöglich gerecht werden können. Einen Überblick über das gesamte Auswahlverfahren finden Sie in der graphischen Darstellung.

Bei der Beurteilung der bisherigen wissenschaftlichen Leistungen der Bewerberinnen und Bewerber sind die sich jeweils aus dem Lebenslauf ergebenden Rahmenbedingungen, unter denen die wissenschaftlichen Ergebnisse erzielt wurden, angemessen zu berücksichtigen. Bitte bedenken Sie bei Ihrer abschließenden Entscheidungsempfehlung auch, dass aufgrund der zahlreichen Anträge aus aller Welt derzeit nur etwa ein Drittel aller Anträge bewilligt werden kann. Für eine Förderung durch die Humboldt-Stiftung kommen daher nur exzellent qualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Frage.

Informationen zu den Förderkriterien für Humboldt-Forschungsstipendien finden Sie in den entsprechenden Programminformationen für Humboldt-Forschungstipendien für Postdoktoranden und für Humboldt-Forschungstipendien für erfahrene Wissenschaftler.

Bitte prüfen Sie vor Anfertigung des Fachgutachtens eine mögliche Befangenheit (Merkblatt Befangenheiten). Sollten Sie sich selbst als befangen einschätzen, sich fachlich nicht kompetent für eine Begutachtung fühlen oder aber aus zeitlichen Gründen nicht in der Lage sein, ein Fachgutachten zu erstellen, so wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns Namen und Adresse kompetenter Fachkolleginnen bzw. Fachkollegen nennen und uns die Antragsunterlagen umgehend zurücksenden könnten.

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir im Interesse eines zügigen Auswahlverfahrens um eine zeitnahe Erstellung (in der Regel zwei bis drei Wochen) der Gutachten bitten.

Selbstverständlich teilen wir Ihnen nach Abschluss des gesamten Auswahlverfahrens das Auswahlergebnis zu den Anträgen mit, zu denen Sie Gutachten erstellt haben. Sollten Sie hierzu Fragen haben, wenden Sie sich gerne an die Geschäftsstelle.