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Institutspartnerschaften

Die Alexander von Humboldt-Stiftung bietet im Rahmen ihres Alumni-Programms die Möglichkeit, in einer Institutspartnerschaft verschiedene Fördermaßnahmen zu längerfristigen Kooperationen zwischen ausländischen, bereits durch die Alexander von Humboldt-Stiftung geförderten Wissenschaftlern aus einem Land der derzeitig gültigen Länderliste und deutschen Wissenschaftlern zu bündeln. Auf diese Weise soll eine nachhaltige Grundlage für eine internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit über einen längeren Zeitraum gelegt werden. In die Zusammenarbeit sollen auch Nachwuchswissenschaftler (Doktoranden und Postdoktoranden) integriert werden, die als potentielle Bewerber für ein Forschungsstipendium der Humboldt-Stiftung in Frage kommen.

Gemeinsame Forschungsvorhaben können über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren mit bis zu 55.000 Euro gefördert werden. Aus den Fördermitteln können gegenseitige Forschungsbesuche von bis zu 3 Monaten jährlich, die Organisation von Tagungen und Workshops, Verbrauchsmittel und Druckkosten, in begrenztem Rahmen wissenschaftliche Hilfskräfte, sowie für das ausländische Institut auch Geräte finanziert werden. Vom bewilligten Förderbetrag können bis zu 15 % als Verwaltungspauschale für das deutsche Partnerinstitut verwendet werden. Weitere wichtige Hinweise finden Sie in den Programminformationen und FAQ.

Weitere Informationen

Voraussetzungen für die Antragstellung

Wie viele Partner können an einer Institutspartnerschaft beteiligt sein?

In der Regel sind an einer Institutspartnerschaft je ein Institut im Ausland und ein Institut in Deutschland beteiligt. Es können maximal je 2 Institute im Ausland und in Deutschland an einer Kooperation beteiligt sein. Die Finanzierung von Institutspartnerschaften ist ein Instrument der Alumni- Förderung, an Instituten im Ausland sind daher ausschließlich Alumni der Stipendien- und Preisprogramme der Alexander von Humboldt-Stiftung ("Humboldtianer") antragsberechtigt.

Kann ich als antragstellender Alumnus der Stipendien- und Preisprogramme der Alexander von Humboldt-Stiftung (Humboldtianer) die Förderung einer Institutspartnerschaft beantragen, wenn ich zurzeit eine andere Förderleistung von der Alexander von Humboldt-Stiftung erhalte?

Nein. Eine gleichzeitige Förderung als Forschungsstipendiat oder eine parallele Förderung im Rahmen des Alumni-Programms der Alexander von Humboldt-Stiftung (u. a. Förderung eines erneuten Forschungsaufenthaltes in Deutschland, Rückkehrstipendium, Konferenzbeihilfe, Gerätebeihilfe, Buchspende und Druckkostenbeihilfe) sind während der Laufzeit einer Institutspartnerschaft nicht möglich.

Ich werde bereits im Rahmen einer Institutspartnerschaft gefördert. Kann ich noch einen weiteren Antrag auf Förderung einer Institutspartnerschaft stellen?

Nein. Die Förderung einer weiteren Institutspartnerschaft ist in der Regel frühestens drei Jahre nach Beendigung der laufenden Institutspartnerschaft möglich.

Wie lange muss ich als Humboldtianer nach Abschluss der Förderung einer Institutspartnerschaft warten, bevor ich mich um eine Förderung im Alumni-Programm der Stiftung bewerben kann?

In der Regel besteht für alle Förderungen im Alumni-Programm eine Wartefrist von drei Jahren nach Abschluss der Förderung einer Institutspartnerschaft.

Ich wurde als Humboldtianer in einem Alumni-Programm der Alexander von Humboldt-Stiftung gefördert und möchte einen Antrag auf Förderung einer Institutspartnerschaft stellen. Gibt es eine Wartezeit für die Antragstellung?

Nein. Die Förderung einer Institutspartnerschaft ist unmittelbar nach einer Förderung im Alumni-Programm der Alexander von Humboldt-Stiftung möglich.

Kann ich als deutscher Wissenschaftler eine Institutspartnerschaft beantragen, wenn ich an einem von Deutschland finanzierten Institut im Ausland tätig bin?

Nein. Die an der Institutspartnerschaft teilnehmenden Wissenschaftler sollen im Rahmen ihrer Kooperation soweit wie möglich auch in das Forschungsumfeld in Deutschland eingebunden werden. Dies ist nicht möglich, wenn der deutsche Kooperationspartner nicht in Deutschland tätig ist.

Kann ich als Alumnus eine Institutspartnerschaft beantragen, wenn ich an einem deutschen Institut im Ausland tätig bin?

Nein. Die Alexander von Humboldt-Stiftung kann Kooperationen zwischen deutschen Instituten im Ausland und Instituten in Deutschland nicht fördern.

Ich bin ein Humboldtianer aus einem Land der Länderliste, zurzeit aber nicht in diesem Land, sondern längerfristig in einem anderen Land tätig. Kann ich einen Antrag stellen?

Nein. Der ausländische Antragsteller muss in einem Land der Länderliste tätig sein und sich während der Laufzeit der Institutspartnerschaft dort aufhalten.

Ich bin Emeritus – kommt für mich die Förderung durch eine Institutspartnerschaft in Frage?

Ja, sofern Sie an Ihrem Heimatinstitut administrativ weiterhin eingebunden und wissenschaftlich aktiv sind. Außerdem müssen Ihnen die Ressourcen für Aufenthalte der Wissenschaftler vom Partnerinstitut zur Verfügung stehen. Dies muss vom Institutsleiter in seiner Stellungnahme zum Antrag bestätigt werden.

Müssen Nachwuchswissenschaftler in die Kooperation mit eingebunden sein?

Auf den gegenseitigen wissenschaftlichen Austausch auch von Nachwuchswissenschaftlern wird besonderer Wert gelegt. Die Einbindung von Nachwuchswissenschaftlern ist daher ein wichtiges Auswahlkriterium.

Wie sollte der Forschungsplan gestaltet sein?

Die im Programm zur Förderung von Institutspartnerschaften beantragten Forschungsvorhaben sind immer individuell gestaltet. Generell gilt jedoch, dass im Forschungsplan vor allem das Forschungsvorhaben, die Vorarbeiten sowie die Art und Form der Kooperation zwischen den Antragstellern in wissenschaftlich beurteilbarer Form beschrieben sein müssen. Erfahrungsgemäß haben darüber hinaus die folgenden Aspekte Einfluss auf die Auswahlentscheidung:

 

  • Worin liegt die besondere Bedeutung des Forschungsvorhabens und welche Ziele werden verfolgt?
  • Wie sieht die zentrale Problemstellung aus? Wie passt sich das geplante Vorhaben in die aktuelle "Forschungslandschaft" ein?
  • Worin liegt die spezifische Qualifikation der beteiligten Wissenschaftler mit Bezug auf das Vorhaben? Welche Vorarbeiten tragen dazu bei?
  • Welche Kooperationsformen sind vorgesehen? In welcher Weise wird die Zusammenarbeit gestaltet (geplante gegenseitige Forschungsaufenthalte, Workshops/ Tagungen und ihre Bedeutung für das Thema und die Kooperation)? Welche Art von Gewinn wird durch die Zusammenarbeit erwartet?
  • Wie wird der wissenschaftliche Nachwuchs in die Kooperation mit einbezogen?
  • Welche wesentlichen Ergebnisse sind in dem geplanten Kooperationszeitraum zu erwarten? Sind weitere Kooperationsplanungen vorgesehen? Werden strukturbildende Effekte der Kooperation erwartet?
  • Für Antragsteller aus Entwicklungsländern: Welche Entwicklungsrelevanz hat das Forschungsvorhaben?

Welche inhaltlichen Anforderungen sollte die Zustimmung des Instituts erfüllen?

Für die Zustimmung des jeweiligen Institutsleiters gibt es keine Formvorschriften. Die Institute sollen auf die konkrete Forschungskooperation und deren Durchführbarkeit Bezug nehmen, das Vorhaben unterstützen und den Beteiligten die benötigten Ressourcen (z.B. Geräte, Bibliothek) zur Verfügung stellen. Sind die Antragsteller selbst Leiter der beantragenden Institute, ist kein Gutachten erforderlich.

Welche Angaben soll der Budgetplan enthalten?

Der Budgetplan muss die voraussichtlichen Kosten des Vorhabens auf derzeit abschätzbarer Grundlage auflisten. Hilfreich ist es deshalb, eine Struktur zu wählen, die es den Gutachtern ermöglicht, die Zusammensetzung der einzelnen Posten im Formular "Finanzierungsplan" nachzuvollziehen. Es sollte eine realistische Einschätzung genannt werden, falls möglich auf nachvollziehbarer Grundlage.

Welche Ausgaben fallen unter "kooperationsbezogenes Hilfspersonal"?

Bis zu 20 % der Antragssumme kann für Hilfskräfte veranschlagt werden. Gedacht ist hier zunächst daran, dass Sie zur Durchführung Ihrer Arbeiten Unterstützung benötigen. Auch bei der Vorbereitung von Konferenzen oder Workshops ist oft für begrenzte Phasen zusätzliche personelle Unterstützung notwendig. Wichtig ist, dass die Aufgaben, die das Hilfspersonal im Rahmen der gemeinsamen Arbeiten wahrnehmen soll, genau beschrieben und eingegrenzt werden.

Können wir für Mitarbeiter von den Partnerinstituten Reise- und Aufenthaltskosten beantragen?

Reise- und Aufenthaltskosten können für gegenseitige Forschungsaufenthalte und für die Teilnahme an Konferenzen/Workshops der Antragsteller und ihrer wissenschaftlichen Mitarbeiter (mindestens Doktoranden) beantragt werden. Die Übernahme von Reise- und Aufenthaltskosten für Studenten, Diplomanden sowie für kooperationsbezogenes studentisches Hilfspersonal ist nicht möglich.
Sollen während der Laufzeit der Institutspartnerschaft weitere, nicht im Antrag aufgeführte wissenschaftliche Mitarbeiter in die Kooperation einbezogen werden, ist die vorherige schriftliche Zustimmung der Humboldt-Stiftung notwendig.

Werden gegenseitige Forschungsaufenthalte in beliebiger Dauer gefördert?

Im Rahmen des Institutspartnerschaftsprogramms können für die an der Kooperation beteiligten Wissenschaftler Reise- und Aufenthaltskosten für gegenseitige Forschungsaufenthalte am Partnerinstitut von bis zu drei Monaten jährlich beantragt werden.

Sollte ich als Antragsteller Forschungsaufenthalte am Partnerinstitut durchführen?

Als antragstellender Partner und damit Mitverantwortlicher für die Kooperation sollten Sie Forschungsaufenthalte bei Ihrem Kooperationspartner einplanen. Es ist nicht ausreichend, wenn lediglich Ihre wissenschaftlichen Mitarbeiter an das Partnerinstitut reisen.

In welcher Höhe können Reise- und Aufenthaltskosten beantragt werden?

Bei der Finanzplanung (und späteren Verwendung des Förderbetrages) sind die für die Heimatinstitution des Kooperationspartners in Deutschland maßgebenden rechtlichen Rahmenbedingungen für die Verwendung öffentlicher Mittel zugrunde zu legen. Das gilt auch für den Einsatz von Sachmitteln, insbesondere Aufwendungen für Reisen. Bei der Verwendung von Teilen des Förderbetrages im Ausland sind die örtlich maßgebenden rechtlichen Rahmenbedingungen für die Verwendung öffentlicher Mittel zugrunde zu legen. Vergütungen dürfen nur in landes- bzw. ortsüblicher Höhe gewährt werden; das gilt auch für den Einsatz von Mitteln für Sachaufwendungen (insbesondere für Reisen).

Wie definiert sich im Rahmen dieses Programms "Nachwuchswissenschaftler"?

Nachwuchswissenschaftler, die in eine Institutspartnerschaft eingebunden werden, sollten mindestens Doktoranden sein und als potentielle Bewerber für ein Forschungsstipendium der Humboldt-Stiftung in Frage kommen.

Können auch Nachwuchswissenschaftler anderer Institute in die Kooperation eingebunden und für diese Reise- und Aufenthaltskosten beantragt werden?

Grundsätzlich sollten die Nachwuchswissenschaftler an den jeweiligen Heimatinstituten der Antragsteller tätig sein. Eine Einbindung von Nachwuchswissenschaftlern von anderen Instituten der gleichen Forschungseinrichtung ist möglich, wenn dies aus wissenschaftlicher Sicht sinnvoll ist. Nachwuchswissenschaftler von dritten Forschungseinrichtungen können nicht berücksichtigt werden.

Können auch Nachwuchswissenschaftler beteiligt sein, die zurzeit eine Förderung von der Alexander von Humboldt-Stiftung erhalten?

Ja. Sollte ein Nachwuchswissenschaftler während der laufenden Institutspartnerschaft z.B. ein Forschungsstipendium der Humboldt-Stiftung erhalten, können ihm im Rahmen der Institutspartnerschaft jedoch keine Reise- und Aufenthaltskosten finanziert werden, da diese bereits durch das Forschungsstipendium abgedeckt sind.

Welche Kosten können für Konferenzen, Workshops und Fachtagungen angegeben werden?

Für Konferenzen, Workshops und Fachtagungen können alle Kosten angegeben werden, die im Zusammenhang mit der Organisation und Durchführung dieser Tagungen stehen. Hierunter fallen z.B. Reise- und Aufenthaltskosten für die Teilnehmer (ausgenommen sind Studenten), Kosten für Raummiete und Technik. Bitte beachten Sie, dass die Förderung von Konferenzen, Workshops und Fachtagungen auf 20 % der Antragssumme begrenzt ist.

In welchem Land können Konferenzen, Fachtagungen und Workshops stattfinden?

Die Organisation und Durchführung von Konferenzen und Workshops wird grundsätzlich nur gefördert, wenn diese in den Ländern stattfinden, aus denen die Antragsteller kommen. Die Teilnahme an sonstigen Konferenzen/Workshops wird grundsätzlich nur in den Heimatländern der Antragsteller unterstützt.

Welche Ausgaben für Geräte können übernommen werden?

Geräte können nur vom ausländischen Institut in Höhe von maximal 20.000 Euro beantragt werden. Die Beantragung von wissenschaftlichen Geräten muss im Zusammenhang mit den gemeinsamen Arbeiten stehen.

Muss bei Antragstellung ein Kostenvoranschlag für Geräte vorliegen?

Ja. Kostenvoranschläge müssen in englischer oder deutscher Sprache eingereicht werden. Bei Beschaffung der Geräte in Deutschland oder in einem dritten Land empfiehlt es sich, vorab die Zollformalitäten zu klären.

Wofür soll die Verwaltungspauschale verwendet werden?

Die Heimatinstitution des Kooperationspartners in Deutschland kann eine Verwaltungspauschale von bis zu 15 % des Förderbetrags erhalten. Diese kann als Ausgleich für alle Aufwände, die durch die Nutzung vorhandener und/oder eigens geschaffener sächlicher und personeller Infrastruktur entstehen, eingesetzt werden. Hierunter fallen z.B. allgemeine Institutseinrichtungen, Laboratorien/Arbeitsräume, Betriebs- und Wartungskosten, Mittel- und Personalverwaltung und Prüfungstätigkeiten. Die Verwaltungspauschale kann nur für die deutsche Partnerinstitution beantragt werden, da diese die Verantwortung für die bewilligungsgemäße Verwendung des Geldes trägt.

Wer liest und begutachtet unseren Antrag?

Ihr Antrag wird von der Geschäftsstelle der Humboldt-Stiftung zunächst nach rein formalen Gesichtspunkten geprüft und dann an mehrere externe Fachgutachter weitergeleitet, die als Fachexperten die wissenschaftliche Qualität beurteilen. Dabei stützt sich die Humboldt-Stiftung auf einen Pool von ca. 3.000 Forschern in Deutschland und auch im europäischen Ausland. Es empfiehlt sich daher, den gemeinsamen Antrag so zu gestalten, dass er für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Ihrem engeren Fachgebiet verständlich und nachvollziehbar ist.

Nach welchen Kriterien wird über den Antrag entschieden?

Die Humboldt-Stiftung ist in ihren Verfahren bemüht, bei der Begutachtung der einzelnen, jeweils aus den verschiedensten Fächern stammenden Anträge größtmögliche Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Wesentliche Kriterien bei der Bewertung aller Anträge sind neben der Expertise der Antragsteller und der wissenschaftlichen Relevanz bzw. Originalität der Vorhaben die Eignung des Vorhabens zur Förderung langfristiger Zusammenarbeit, die Möglichkeit zur Integration von Nachwuchswissenschaftlern sowie die Eignung der beantragten Fördermaßnahmen zur Realisierung des Forschungsvorhabens. Die Entscheidung über die Förderung von Kooperationen trifft ein internes Auswahlgremium der Humboldt-Stiftung.

Wann ist nach einer positiven Entscheidung mit einer Mittelbereitstellung zu rechnen?

Das verbindliche Bewilligungsschreiben geht dem deutschen Partner schnellstmöglich, in der Regel innerhalb von zwei bis drei Wochen nach der Entscheidung durch das interne Auswahlgremium der Humboldt-Stiftung zu. Erfahrungsgemäß steht Ihnen ca. 2 Monate nach der Auswahl der Förderbetrag entsprechend dem Finanzierungsplan zur Verfügung.