JSPS-Forschungsstipendium für Postdoktoranden nach Japan

Informationen für Gastgeber

Gastgeber können alle an universitären bzw. ausgewählten nationalen Forschungseinrichtungen in Japan tätigen Wissenschaftler sein.

Für die Humboldt-Stiftung ist die Abgrenzung der Personenauswahl von der Projektförderung anderer Förderorganisationen ein wesentlicher Punkt, der uns veranlasst hat, Anpassungen bei der Darstellung des Forschungsvorhabens durch die Bewerberinnen und Bewerber vorzunehmen. Das Kreativitätspotential der Bewerber und die innovative Idee sollen daher im Mittelpunkt der Begutachtung des Forschungsvorhabens stehen. In den Hinweisen zur Antragsstellung machen wir für die Bewerber folgende Vorgaben zur Darstellung des Forschungsvorhabens:

  • Der aktuelle Stand der Forschung sollte zu Beginn kurz dargestellt und durch etwa fünf einschlägige Publikationen aus dem Forschungsfeld belegt werden (maximal 1 Seite).
  • Wichtigster Inhalt ist die klare Darstellung der zu bearbeitenden Fragen sowie deren Originalität und Bedeutung für die Weiterentwicklung des Forschungsfeldes (ca. 2 Seiten).
  • Weiterhin sind die wissenschaftlichen Methoden, die zur Erreichung dieser Ziele eingesetzt werden sollen, klar zu beschreiben und gegebenenfalls mit Referenzen zu belegen (ca. 2 Seiten).
  • Die Darstellung sollte insgesamt etwa fünf Seiten umfassen (inkl. Literaturverzeichnis).
  • Es muss in der Begutachtung klar erkennbar sein, dass die wesentlichen Inhalte eigenständig erarbeitet und vorab mit den Gastgebern abgesprochen worden sind. Inhalte, die von Seiten des Gastinstituts beigetragen wurden, müssen von den Bewerbern klar gekennzeichnet werden.

Ein inhaltlich oder methodisch unzureichend abgesprochenes Forschungsvorhaben führt in der Regel zu einer Ablehnung des Antrags. Neben dem wissenschaftlichen Werdegang, der Qualität der von den Bewerberinnen und Bewerbern ausgewählten Schlüsselpublikationen und der Zukunftsperspektive ist die Originalität des Forschungsvorhabens eine wichtige Grundlage der Begutachtung des Antrags durch die unabhängigen Fachgutachter und den Auswahlausschuss. Daher wird besonderer Wert darauf gelegt, dass das Forschungsvorhaben eigenständig von der Bewerberin bzw. vom Bewerber erstellt und nicht ganz oder in Teilen von Ihnen als Gastgeberin oder Gastgeber vorgegeben wurde.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung bittet Sie um eine vertrauliche Stellungnahme, die für das Begutachtungsverfahren und den Auswahlausschuss von großer Bedeutung ist, sowie eine unterzeichnete Forschungsplatzzusage.

Der Bewerber sollte Ihnen die zur Erstellung Ihres Gutachtens erforderlichen Unterlagen und Informationen zukommen lassen (Forschungsvorhaben, Lebenslauf, Publikationsliste, Publikationen und die Namen der Referenzgutachter). Bitte halten Sie sich an den Fragenkatalog zur Gastgeberstellungnahme und beantworten Sie die Fragen ausführlich in der vorgegebenen Reihenfolge. Bitte unterschreiben Sie auch die Forschungsplatzzusage. Selbstverständlich wird Ihre Stellungnahme vom Sekretariat und vom Auswahlausschuss der Humboldt-Stiftung vertraulich behandelt.

Bitte bedenken Sie, dass die Geschäftsstelle der Humboldt-Stiftung Anträge erst dann einem externen Begutachtungsverfahren zuleiten kann, wenn Ihre Stellungnahme vorliegt. Daher empfehlen wir, Ihre Stellungnahme und Forschungsplatzzusage, unabhängig vom Antragseingang, möglichst frühzeitig direkt an die Humboldt-Stiftung zu senden:

Alexander von Humboldt-Stiftung, Auswahlabteilung,
Jean-Paul-Str. 12, 53173 Bonn,
Fax: 0228-833 212, E-Mail: info(at)avh.de

Als wissenschaftlicher Gastgeber verpflichten Sie sich, bei der Einbeziehung des Gastwissenschaftlers in Ihren Arbeitskreis auf die Einhaltung der Grundsätze der Wissenschaftsethik und der Regelungen zur Verhinderung des rüstungsrelevanten Technologietransfers bzw. auf Gefahren eines sonstig rechtswidrigen oder unerwünschten Wissenstransfers zu achten. Des Weiteren müssen die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis befolgt werden.