Humboldtianer im Fokus

Mein Laborhund

Von Alec Wodtke, aufgezeichnet von Armin Himmelrath

Alec Wodtke
Alec Wodtke
Foto: Humboldt-Stiftung / David
Ausserhofer

Was da in meinem künftigen Labor in der Ecke steht, gehört nicht zu einem Experiment.

Das ist mein Hund Twister. Er ist ein Mischling, stammt aus einem Tierheim und gehört zu meinem Leben, seit wir ihn dort herausgeholt haben – auch an der Universität Göttingen oder im Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie ist Twister dabei, so oft es nur geht. Weniger als Wachhund, mehr als treuer Begleiter; mit ihm muss ich nicht ständig diskutieren, wie das sonst so oft in der Wissenschaft der Fall ist. Im Moment allerdings braucht Twister, poor guy, viel Aufmerksamkeit: Er hatte einen Kreuzbandriss, und das Herumliegen in meinem Büro ist seine Art der Reha. Wünschen Sie ihm einfach gute Besserung – und wünschen Sie mir, dass ich nicht auch irgendwann so herumliege. Man könnte nämlich mit etwas bösem Willen meine bevorzugte Freizeitbeschäftigung als Risikosportart ansehen: Ich fahre unglaublich gerne mit dem Rennrad durch die Region rund um Göttingen. Meine Lieblingsroute führt mich durch zahllose kleine Dörfer bis zur Burg Hanstein, im äußersten Nordwesten von Thüringen. Und auf dem Rückweg nach Niedersachsen kann ich noch einen kleinen Schlenker nach Hessen machen: Wir leben in Göttingen ja gewissermaßen im Dreiländereck. Wikipedia behauptet, dass diese Burg Hanstein bis weit ins 20. Jahrhundert hinein »ein beliebtes Wanderziel Göttinger Studenten« gewesen sei. Heute ist das anders: Meine Studenten habe ich dort noch nicht getroffen. Vielleicht wandern sie nicht mehr, vielleicht haben sie auch einfach ganz andere Ziele. Eines allerdings hat sich nicht geändert: Die Göttinger Studierenden sind klasse, es gibt dort viele sehr talentierte junge Leute. Und es macht einfach großen Spaß, mit ihnen zu arbeiten.


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Alec Wodtke
Alec Wodtke

Der Amerikaner Prof. Dr. Alec Wodtke, Experte für physikalische Chemie, ist Humboldt-Professor an der Georg-August-Universität Göttingen und Direktor am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie. Vom Forschungsstandort Deutschland ist er begeistert – wie viele seiner Kollegen auch.

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