Max-Planck-Forschungspreisträger 2009

Aleida Assmann und Karl Galinsky

Fachgebiet Gedächtnisgeschichte
  • Aleida Assmann
    Foto: Humboldt-Stiftung/
    Axel Griesch

    Professorin Dr. Aleida Assmann
    ist Professorin für Anglistik und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz. Sie ist eine der prominentesten Literaturwissenschaftlerinnen weltweit und gilt als Pionierin der Gedächtnisgeschichte. Ihre Forschung steht für eine interdisziplinäre Verknüpfung von Geschichtswissenschaft, Psychologie, Neurobiologie und Literaturwissenschaft in Deutschland. Mit ihren von einer breiteren Öffentlichkeit beachteten Arbeiten gibt sie Impulse zu den Debatten über die Erinnerung an den Holocaust oder über die Schaffung einer europäischen Erinnerungskultur. Mit dem Preisgeld wird sie ihre Forschung zur europäischen Gedächtnisgeschichte vertiefen und das internationale Netzwerk der Universität Konstanz in der Gedächtnisforschung ausbauen.

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  • Karl Galinsky
    Foto: Humboldt-Stiftung/
    Axel Griesch

    Professor Dr. Karl Galinsky ist Professor für Klassische Philologie an der University of Texas in Austin, USA, und einer der vielseitigsten und innovativsten Köpfe auf dem Gebiet der Kulturforschung, in der er etwa die Latinistik oder die Kunst- und Sozialgeschichte mit der Religions- und Altertumswissenschaft verknüpft. So stellte er viel beachtete Verbindungen her zwischen der Antike und ihrer Rezeption in der modernen Kultur und schlug den Bogen zu aktuellen Themen wie Politikverdrossenheit oder Multikulturalität. Mit den Mitteln des Preises will Galinsky am Seminar für Klassische Philologie der Ruhr-Universität Bochum auf dem Gebiet der interdisziplinären Gedächtnisforschung sowie der Religionsgeschichte arbeiten und eine Forschungsgruppe mit Nachwuchswissenschaftlern aufbauen. Galinsky war 1992 bereits mit dem Humboldt-Forschungspreis ausgezeichnet worden und kooperierte als Preisträger mit Fachkollegen in Berlin und Mainz.

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