Der Präsident

Professor Dr. Helmut Schwarz

Helmut Schwarz
Helmut Schwarz

Im Januar 2008 hat Helmut Schwarz als einer der international führenden Forscher auf dem Gebiet der Molekularchemie das Amt des Präsidenten der Humboldt-Stiftung übernommen. Nach seinem Studium der Chemie wurde er 1972 an der Technischen Universität Berlin promoviert, wo er sich 1974 habilitierte und vier Jahre später eine Professur für Theorie und Praxis der Massenspektrometrie erhielt. Seit 1983 ist Helmut Schwarz Professor für Organische Chemie an der TU Berlin.

Als Gastprofessor arbeitete er an mehreren Forschungseinrichtungen im Ausland, unter anderem in Cambridge (Großbritannien), Jerusalem und Haifa (Israel), Lausanne (Schweiz), Canberra (Australien), Innsbruck (Österreich) sowie in Paris und Straßburg (Frankreich). Für seine grundlegenden Forschungsarbeiten hat er zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Dazu gehören der Otto-Bayer-Preis für Chemie (1989), der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (1989), der Max-Planck-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung (1991), die J. J. Thomson-Medaille in Gold der Internationalen Gesellschaft für Massenspektrometrie (1994), der deutsch-israelische Lise Meitner-Alexander von Humboldt-Preis (1997), die Liebig-Denkmünze der Gesellschaft Deutscher Chemiker (1998), die Prelog-Medaille in Gold der ETH Zürich (2000), der F. H. Field und J. L. Franklin Award der American Chemical Society (2001), der Otto-Hahn-Preis für Chemie und Physik (2003), die Erwin-Schrödinger-Medaille (2008), die Blaise Pascal Medal in Chemistry der European Academy of Sciences (2011), das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (2011), die Lichtenberg-Medaille der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen (2012), die WATOC Schrödinger Medaille (2015), der Karl-Ziegler-Preis der GDCh (2015) und der New Frontiers of Hydrocarbons Prize der ENI Foundation, Rom (2015).

Helmut Schwarz wurde 1991 als eines der ersten neuen Mitglieder in die wiedereröffnete Akademie Gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt aufgenommen. Er ist unter anderem Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher (Leopoldina), der Academia Europaea (London), korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Ehrenmitglied der Gelehrtengesellschaft der Tschechischen Republik, Prag, Mitglied des Institute for Scientific Information Database of Highly Cited Researchers, Mitglied des Konvents für Technikwissenschaften der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, Auswärtiges Mitglied der Estnischen Akademie der Wissenschaften in Tallinn, Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste (Salzburg), Mitglied der European Academy of Sciences (Liège) und Fellow der American Academy of Arts and Sciences, Cambridge/MA, Foreign Fellow der National Academy of Sciences, Indien, wie auch Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Moldawien.

Darüber hinaus gehört er zu den Gründungsmitgliedern der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, deren Vizepräsident er von 1998 bis 2003 war. Das Israel Institute of Technology TECHNION in Haifa (Israel), die Hebräische Universität zu Jerusalem (Israel), die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (Österreich), das Weizmann Institute of Science Rehovot (Israel), die ETH Zürich (Schweiz), die Kliment-Ohridski-Universität Sofia (Bulgarien), die Hanyang Universität Seoul (Südkorea) und die Akademie der Wissenschaften zu Moldawien haben ihm die Ehrendoktorwürde verliehen.

Neben seiner Forschungstätigkeit ist Helmut Schwarz aktiv als Herausgeber und Mitglied redaktioneller Beiräte wissenschaftlicher Zeitschriften und hat sich als wissenschaftspolitischer Experte einen Namen gemacht. Von 2001 bis 2007 war er Vizepräsident der DFG.

Helmut Schwarz ist verheiratet und hat einen Sohn.