19. September 2011, Nr. 26/2011

Gewinner im Ideenwettbewerb „Forscher-Alumni deutscher Universitäten“

Aachen, Bayreuth und Heidelberg überzeugen mit innovativen Konzepten.

Die RWTH Aachen und die Universitäten Bayreuth und Heidelberg sind die Preisträger des Ideenwettbewerbs „Forscher-Alumni deutscher Universitäten“, den die Alexander von Humboldt-Stiftung ausgeschrieben hatte. Die Universitäten Göttingen und Köln erhalten Auszeichnungen ohne finanzielle Förderung. „Dieses Thema hatte bislang kaum jemand auf der Agenda. Forscher-Alumni sind aber die besten Botschafter für die deutsche Forschung. Sie haben unmittelbaren Zugang zu jenen, die wir erreichen wollen: die besten jungen Forschenden weltweit. Die Humboldt-Stiftung hat mit dem Wettbewerb einen wichtigen Impuls gegeben“, so Generalsekretär Enno Aufderheide.

Aus 12 Bewerbungen wählte eine Expertenjury die Konzepte aus, die als Best-Practice-Modelle eine besonders aktive und nachhaltige Zusammenarbeit der Hochschulen mit ihren Forscher-Alumni im Ausland versprechen:
Die RWTH Aachen will die Alumni-Arbeit um Angebote im Bereich von interdisziplinärer Weiterbildung und Web 2.0 ergänzen. Mit dem Pilotversuch „Shared Alumni“ ist geplant, eine gemeinsame Pflege sich überschneidender Kontakte verschiedener Forschungs- und Förderinstitutionen zu realisieren. Weibliche Forscher-Alumnae sollen als Rollenvorbilder helfen, den Frauenanteil an der RWTH zu erhöhen.
Die Universität Bayreuth fokussiert auf Regionen, die für die fachlichen Schwerpunkte der Universität von großer Bedeutung sind und bündelt ihre Aktivitäten daher in Afrika, China und Indien. Dort soll es Tagungen mit Workshopangeboten geben. Innovativ ist der Plan, internationalen Forschern über Cloud Computing einen virtuellen Arbeitsplatz einzurichten.
Die Universität Heidelberg will sich mit Indien, Italien und den USA auf die Länder konzentrieren, in denen ihre Forscher-Alumni-Kontakte besonders zahlreich sind, und dort Netzwerktreffen veranstalten. Zudem sind finanziell geförderte Wiedereinladungen geplant sowie Beratung für Forscher-Alumni, die nach dem Aufenthalt in Heidelberg in Drittländer gehen.

Bei den ohne Preisgeld ausgezeichneten Vorhaben liegt der Schwerpunkt der Universität Göttingen auf einem umfangreichen elektronischen Angebot für Forscher-Alumni, die Universität Köln will die Kooperationen mit den wissenschaftlichen Gastgebern unter anderem durch Reisestipendien stärken.

Die Preisträger erhalten ein Preisgeld von jeweils 130.000 Euro zur Umsetzung ihrer Konzepte. Zur Preisverleihung am 19. Januar 2012 in Berlin wird eine Publikation mit den besten Ideen aus allen Anträgen vorgelegt. Die Erfahrungen bei der Umsetzung der Konzepte werden einem interessierten Publikum von Hochschulvertretern im Rahmen der EURAXESS-Workshops bei der Humboldt-Stiftung präsentiert werden.

Der Wettbewerb

ist Teil des Projekts „Internationales Forschungsmarketing“, das die Alexander von Humboldt-Stiftung, der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Fraunhofer-Gesellschaft gemeinschaftlich durchführen. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Es ist Teil der Initiative „Research in Germany“.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung

Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 2.000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 25.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über 130 Ländern – unter ihnen 44 Nobelpreisträger.

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