25. September 2012, Nr. 27/2012

Gewinner-Universitäten des Forscher-Alumni-Wettbewerbs gekürt

FU Berlin, Uni Köln und TU München siegen beim "Ideenwettbewerb Forscher-Alumni deutscher Universitäten"

Die Preisträger der zweiten Runde des von der Alexander von Humboldt-Stiftung ausgeschriebenen Ideenwettbewerbs „Forscher-Alumni deutscher Universitäten“ stehen fest. Ausgezeichnet werden die Freie Universität Berlin, die Universität zu Köln und die Technische Universität München. Die Technische Universität Braunschweig erhält eine zusätzliche Auszeichnung ohne finanzielle Förderung.
Aus 14 Bewerbungen wurden die Konzepte ausgewählt, die beispielhaft sind für eine besonders aktive und nachhaltige Zusammenarbeit der Hochschulen mit ihren Forscher-Alumni im Ausland. Forscher-Alumni sind internationale Wissenschaftler, die in der Vergangenheit Forschungsaufenthalte an deutschen Universitäten verbracht haben und nun ihre wissenschaftliche Tätigkeit im Ausland fortsetzen.

Wie bereits in der ersten Wettbewerbsrunde erhalten die Preisträger jeweils bis zu 130.000 Euro zur Umsetzung ihrer Konzepte. Zur Preisverleihung am 17. Januar 2013 in Berlin wird erneut eine Publikation mit den besten Ideen aus allen Anträgen vorgelegt.

Die Preisträger im Einzelnen:

Die Freie Universität (FU) Berlin bettet ihre Forscher-Alumni-Arbeit in ihr bereits bestehendes Zukunftskonzept „Internationale Netzwerkuniversität“ ein, das auf die Gewinnung von exzellentem Nachwuchs zielt. So sind Gastaufenthalte für ausländische und deutsche Nachwuchswissenschaftler an der FU und an den Heimatinstitutionen der Ehemaligen geplant. Daneben soll es in den sogenannten Focus Areas der FU fachspezifische Workshops für Forscher-Alumni sowie weitere Beratungs- und Vernetzungsangebote geben.

Bei sämtlichen Maßnahmen der Universität zu Köln steht die persönliche Vernetzung der Wissenschaftler im Vordergrund. Gemeinsam mit Kollegen aus Köln können Forscher-Alumni Wiedereinladungs- und Konferenzstipendien beantragen. Außerdem sollen renommierte Wissenschaftler, die seit mehreren Jahren enge wissenschaftliche Kooperationen mit der Uni pflegen, die Möglichkeit bekommen, als Gastwissenschaftler in Köln zu lehren und zu forschen.

Das Konzept der Technischen Universität München (TUM) sieht vor, die Talentsuche im Ausland zu intensivieren. Unter der Bezeichnung „Talent Screening“ wird in regelmäßigen Abständen eine Übersicht über die Karriereverläufe junger Forscher-Alumni erstellt, um vielversprechende Talente im Blick zu behalten. Zur Anbindung dieser Talente an die TUM gibt es verschiedene Informations- und Vernetzungsangebote. Ausgewählte Forscher-Alumni werden zudem als „Ambassadors“ oder „Partners of Preference“ ausgezeichnet.

Die Technische Universität (TU) Braunschweig strebt durch die stärkere Einbindung von Forscher-Alumni nicht nur den Ausbau internationaler Kooperationen an, sondern erhofft sich auch Impulse für eine Internationalisierung von Forschung und Lehre in der Region. Die Angebote umfassen unter anderem Weiterbildungsmöglichkeiten, Symposien und Sommerakademien. Einmal jährlich soll ein „Distinguished Resarch Alumni Award“ an Forscher-Alumni verliehen werden, die sich als Multiplikatoren besonders aktiv für die TU Braunschweig engagiert haben.

Der Wettbewerb ist Teil des Projekts „Internationales Forschungsmarketing“, das die Alexander von Humboldt-Stiftung, der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Fraunhofer-Gesellschaft gemeinschaftlich durchführen. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Es ist Teil der Initiative „Research in Germany“.

Über die Preisträger des Wettbewerbs hinaus sollen auch weitere Hochschulen in ihrer Forscher-Alumni-Arbeit unterstützt werden. Dabei helfen soll eine neue E-Broschüre: Sie bietet Hintergrundinformationen beispielsweise über den Forschungsstandort Deutschland oder auch eine Übersicht über Online-Angebote und Datenbanken zur Recherche von Förder- und Vernetzungsmöglichkeiten. Die Broschüre kann von den Hochschulen individualisiert und als Leitfaden an Forscher-Alumni weitergegeben werden, die diese für die Informationsweitergabe an interessierte Nachwuchsforscher verwenden können.

Weitere Informationen über die Broschüre erhalten Sie hier:
www.research-in-germany.de

Die Alexander von Humboldt-Stiftung

Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 2.000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 25.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über 130 Ländern – unter ihnen 48 Nobelpreisträger.

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