06. Oktober 2016, Nr. 24/2016

Gewinnereinrichtungen im Wettbewerb für Alumni-Strategien stehen fest

Zehn Institutionen erhalten jeweils bis zu 100.000 Euro

Die Alexander von Humboldt-Stiftung zeichnet vier Hochschulen und sechs außeruniversitäre Forschungseinrichtungen für ihre Forscher-Alumni-Strategien aus. Jeweils bis zu 100.000 Euro zur Förderung ihrer Arbeit erhalten: die Universitäten Düsseldorf, Münster, Siegen und Tübingen, sowie das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg, das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie in Pfinztal bei Karlsruhe, das German Institute of Global and Area Studies in Hamburg, das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung in Frankfurt am Main und das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Ermöglicht wird die Förderung durch Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Die Gewinnereinrichtungen wollen professionelle Strukturen für ihre Forscher-Alumni-Arbeit durch vielfältige Instrumente aufbauen: Die Ideen reichen von Konferenzen zu übergreifenden und fachlichen Themen über eine Vernetzung der Alumni in Sozialen Medien bis zu Mentoring- und Trainingsprogrammen und Reisestipendien. Außerdem sollen Forschungskooperationen ausgebaut und die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern aus der Wirtschaft gestärkt werden.

Insgesamt 35 Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen hatten sich mit Konzepten beworben, wie sie die Kontakte zu ihren internationalen Alumni, die in der Vergangenheit in Deutschland forschten und nun ihre wissenschaftliche Tätigkeit im Ausland fortsetzen, pflegen und nutzen können.

In dem zum fünften Mal durchgeführten Wettbewerb konnten sich auch die bereits in der Vergangenheit ausgezeichneten Einrichtungen um eine Förderung von Forscher-Alumni-Treffen im Ausland bewerben. Mit jeweils 40.000 Euro werden gefördert: die RWTH Aachen, die Freie Universität Berlin, das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft, Berlin, die Universität Bonn, die Universität Hannover, die Universität Konstanz und die Technische Universität München.

„Forscher-Alumni spielen eine wichtige Rolle für deutsche Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Ausland“, sagte Enno Aufderheide, Generalsekretär der Alexander von Humboldt-Stiftung. „Als erfolgreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Deutschlanderfahrung sind sie der lebende Beweis dafür, dass sich Forschung im Land der Dichter und Denker für die eigene Karriereentwicklung lohnt. Wer das als Uni erkennt, seine Forscher-Alumni an sich bindet und gezielt einsetzt, profitiert: bei der Rekrutierung der besten Postdoktoranden, bei der Anbahnung von Forschungskooperationen und strategischen Partnerschaften“, so Aufderheide. „Wir danken dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, dass es dieses strategisch wichtige Projekt im Rahmen des Internationalen Forschungsmarketing ermöglicht“, betonte Aufderheide.

Seit 2011 haben insgesamt 36 Universitäten und Forschungseinrichtungen erfolgreich an den Ausschreibungen der Alexander von Humboldt-Stiftung zu Alumini-Strategien teilgenommen. An der letzten Ausschreibungsrunde hatten sich erstmals auch Fachhochschulen beteiligen können.

Der Wettbewerb „Forscher-Alumni-Strategien“ ist Teil des Projekts „Internationales Forschungsmarketing“, das die Alexander von Humboldt-Stiftung, der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Fraunhofer-Gesellschaft gemeinschaftlich durchführen. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Es ist Teil der Initiative „Research in Germany“. Weitere Informationen unter: www.research-in-germany.org und www.forscher-alumni.de.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung

Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 2.000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 27.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über 140 Ländern – unter ihnen 54 Nobelpreisträger.

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