1. September 2017, Nr. 20/2017

Humboldt-Ranking: Diese deutschen Unis sind bei Forschern aus dem Ausland beliebt

Berlin, München, Bonn und Göttingen belegen die ersten Plätze

Die Universitäten der Metropolen Berlin und München sind bei ausländischen Forscherinnen und Forschern besonders gefragt. Aber auch die Hochschulen kleinerer Städte wie Bonn und Göttingen sind beliebt. Das geht aus dem heute veröffentlichten Humboldt-Ranking hervor. Die Rangliste zeigt, wie viele Wissenschaftler in den vergangenen fünf Jahren mit einer Förderung der Alexander von Humboldt-Stiftung nach Deutschland gekommen sind – und wo sie ihren Forschungsaufenthalt besonders häufig verbracht haben.

Die ersten Plätze belegen im Humboldt-Ranking die Freie Universität und die Humboldt-Universität zu Berlin gefolgt von der Ludwig-Maximilians-Universität und der Technischen Universität München. Auf Rang fünf bis zehn folgen die Universitäten Bonn, Göttingen, die Technische Universität Berlin, Heidelberg, Bayreuth und Aachen. Die größten Sprünge nach vorn gegenüber dem letzten Ranking aus dem Jahr 2014 machten die Universitäten Potsdam (von Rang 17 auf 11), Köln (von 18 auf 13) und Bochum (von 21 auf 14).

„Das Humboldt-Ranking ist ein Gütesiegel für Internationalität – und die hängt nicht von der Größe einer Universität ab“, sagt der Präsident der Humboldt-Stiftung, Helmut Schwarz. „Beliebt und international sichtbar sind nicht nur Leuchtturmuniversitäten in den Metropolen oder die Gewinner der letzten Exzellenzinitiative. Auch Universitäten wie Bonn, Göttingen oder Bayreuth sind international bekannt und vernetzt und daher begehrt. Diese Standortvielfalt ist eine der großen Stärken Deutschlands im internationalen Wettbewerb“, so Schwarz.

Ausgewertet werden für das Humboldt-Ranking die Anzahl der Gastaufenthalte von internationalen Spitzen- und Nachwuchswissenschaftlern, die in den letzten fünf Jahren als Stipendiaten oder Preisträger der Alexander von Humboldt-Stiftung in Deutschland forschten. Um statistische Verzerrungen durch die unterschiedlichen Größen der Gastinstitutionen zu vermeiden, setzt das Ranking die Aufenthalte in Beziehung zur Anzahl der Professuren an der jeweiligen wissenschaftlichen Hochschule.

Neben dem Gesamt-Ranking wurden auch Ranglisten nach Wissenschaftsbereichen erstellt. Eine Übersicht finden Sie im kompletten Humboldt-Ranking. Beim Vergleich der außeruniversitären Einrichtungen liegen wie schon im letzten Ranking aus dem Jahr 2014 Max-Planck-Institute an der Spitze: Die ersten drei sind das Fritz-Haber-Institut in Berlin, die Max-Planck-Institute für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam sowie für Eisenforschung in Düsseldorf.

Top 20 der Gastuniversitäten

Rang gew. Einrichtung Gewichtete (absolute) Anzahl der Gastwissenschaftler*
1 Freie Universität Berlin 124,77 (272)
2 Humboldt-Universität zu Berlin 92,69 (241)
3 Universität München 70,88 (258)
4 Technische Universität München 59,60 (177)
5 Universität Bonn 57,10 (173)
6 Universität Göttingen 56,72 (152)
7 Technische Universität Berlin 55,04 (131)
8 Universität Heidelberg 50,00 (182)
9 Universität Bayreuth 45,64 (68)
10 Technische Hochschule Aachen 44,03 (118)
11 Universität Potsdam 43,80 (60)
12 Universität Bielefeld 43,67 (69)
13 Universität Köln 41,89 (124)
14 Universität Bochum 41,30 (102)
15 Universität Münster 40,29 (141)
16 Universität Konstanz 40,27 (60)
17 Karlsruher Institut für Technologie (KIT) 39,84 (98)
18 Universität Freiburg 39,53 (119)
19 Technische Universität Darmstadt 38,27 (75)
20 Universität Frankfurt am Main 37,68 (130)

*Anzahl der ausländischen Gastwissenschaftler je 100 Professorinnen und
Professoren an der gastgebenden Universität.


Das komplette Ranking sowie weitere Informationen unter:
www.humboldt-foundation.de/web/humboldt-ranking-2017.html

Die Alexander von Humboldt-Stiftung

Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 2.000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 28.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über 140 Ländern – unter ihnen 54 Nobelpreisträger.

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