4. Oktober 2017, Nr. 23/2017

Nobelpreis für Chemie geht an den Humboldtianer und Biophysiker Joachim Frank

Die Alexander von Humboldt-Stiftung beglückwünscht Joachim Frank zum Gewinn des Chemie-Nobelpreises, den er gemeinsam mit Jacques Dubochet und Richard Henderson erhält. Die Forscher werden für die Entwicklung der Kryo-Elektronenmikroskopie ausgezeichnet. Insgesamt haben nun bereits 55 Forscher aus dem weltweiten Netzwerk von Geförderten der Humboldt-Stiftung einen Nobelpreis erhalten.

Der Biophysiker Joachim Frank, 1940 in Deutschland geboren, forscht derzeit an der Columbia University in New York. Er erhielt 1994 den Humboldt-Forschungspreis und gehört seither dem Netzwerk der Humboldt-Stiftung an. Als Humboldt-Forschungspreisträger kooperierte Joachim Frank mit dem Max-Planck-Institut für medizinische Forschung in Heidelberg. Er gilt als Mitbegründer der Kryo-Elektronenmikroskopie, die das Sichtbarmachen von Biomolekülen verbessert. Diese Entwicklung wurde mit dem aktuellen Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet. Die Methode habe die Biochemie in eine neue Ära gebracht, erklärte die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften in ihrer Begründung.

„Wir gratulieren Joachim Frank, Jacques Dubochet und Richard Henderson von Herzen. Die Auszeichnung für ihre Arbeiten an der Kryo-Elektronenmikroskopie von Einzelmolekülen ist absolut verdient“, sagte der Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung Helmut Schwarz. „Besonders freut uns natürlich, dass mit Joachim Frank ein weiterer Humboldtianer zum Kreise der Nobelpreisträger zählt.“

Die Alexander von Humboldt-Stiftung

Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 2.000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 28.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über 140 Ländern – unter ihnen 55 Nobelpreisträger.

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