18. Dezember 2018, Nr. 33/2018

Wissenschaftler aus Schwellen- und Entwicklungsländern ausgezeichnet

Die Alexander von Humboldt-Stiftung vergibt ihre mit jeweils 60.000 Euro dotierten Georg Forster-Forschungspreise.

Sieben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhalten die diesjährigen Georg Forster-Forschungspreise der Alexander von Humboldt-Stiftung. Der Preis würdigt Forscher aus Schwellen- und Entwicklungsländern, die international anerkannt sind und an entwicklungsrelevanten Themen arbeiten. Die Preisträger werden von Fachkollegen aus Deutschland nominiert und eingeladen, Kooperationen mit ihnen zu etablieren oder auszubauen.
Der mit je 60.000 Euro dotierte Forschungspreis wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert.

Die neu ausgewählten Preisträgerinnen und Preisträger sind:

  • Der Verfassungsrechtler Jesús María Casal Hernández aus Venezuela ist Direktor der Abteilung für Öffentliches Recht an der Universidad Católica Andrés Bello. Er wird seine Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg vertiefen und ausbauen.
  • Die Sprachwissenschaftlerin Marleen Haboud ist Professorin an der Pontificia Universidad Católica del Ecuador in Quito. Ihr wird mit dem Preis eine Zusammenarbeit mit der Ruhr-Universität Bochum ermöglicht.
  • Der Petrologe Hassan Mohamed Helmy ist Professor am Geologischen Institut der Minia University in Ägypten. In Deutschland wird er mit Fachkollegen der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn zusammenarbeiten.
  • Der Theoretische Physiker Dejan Milošević aus Bosnien-Herzegowina ist Professor an der University of Sarajevo. Er wird mit dem Max-Born-Institut für Nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie (MBI) in Berlin kooperieren.
  • Die Pharmazeutin Petra Obioma Nnamani ist Coordinator for Public Health & Environmental Sustainability an der University of Nigeria Nsukka. Sie wird mit Fachkollegen am Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) zusammenarbeiten.
  • Der Immunologe Ilesh Vinodrai Jani ist Generaldirektor des Nationalen Gesundheitsinstituts (Instituto Nacional de Saúde) in Maputo, Mosambik. Mithilfe des Preises wird er mit der Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin am Klinikum der Universität München kooperieren.
  • Der Chemiker Egmont Rohwer aus Südafrika ist Professor an der University of Pretoria. Er wird zukünftig mit Fachkollegen der Universität Rostock und des Helmholtz Zentrums München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt kooperieren.

Für die laufende Ausschreibungsrunde der Georg Forster-Forschungspreise nimmt die Humboldt-Stiftung Nominierungen bis zum 28. Februar 2019 entgegen.

Der Forschungspreis ist nach dem Naturforscher, Reiseschriftsteller und Journalisten Georg Forster (1754–1794) benannt, einem Freund Alexander von Humboldts.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung

Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 2.000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 29.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über 140 Ländern – unter ihnen 55 Nobelpreisträger.

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