Anneliese Maier

Anneliese Maier
Anneliese Maier
Foto: Archiv der Max-Planck-
Gesellschaft, Berlin-Dahlem

Anneliese Maier, geboren 1905 in Tübingen und gestorben 1971 in Rom, war eine deutsche Philosophin und Wissenschaftshistorikerin und international anerkannt. Sie studierte Philosophie, Physik und Mathematik an der Universität Berlin und promovierte hier 1930. Als Mitarbeiterin der Leibniz-Edition der Preußischen Akademie der Wissenschaften betrieb sie Archivstudien in Italien und arbeitete ab 1938 in Rom, zuerst als Stipendiatin der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dann als Mitarbeiterin an der Bibliotheca Hertziana, dem Kaiser-Wilhem-Institut für Kunst- und Kulturwissenschaft und späteren Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte. Anneliese Maiers Hauptwerk ist eine fünfbändige Studie zur Naturphilosophie der Spätscholastik, darunter "Die Vorläufer Galileis im 14. Jahrhundert", das besonders bekannt wurde. 1951 erhielt sie den Professoren-Titel des Landes Nordrhein-Westfalen; sie war Korrespondierendes Mitglied der Akademien der Wissenschaften in Mainz, Göttingen und München und seit 1970 außerdem Mitglied der Medieval Academy of America. Seit 1954 war sie Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft. Als erste deutsche Wissenschaftlerin erhielt sie 1966 die George-Sarton Medal (History of Science Society), die renommierteste Auszeichnung auf dem Gebiet der Wissenschaftsgeschichte.

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