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Gesichter aus der Stiftung

Man versteht sich ohne Worte

Wer macht eigentlich was in der Stiftung und sorgt hinter den Kulissen dafür, dass alles läuft? Auf dieser Seite stellen wir einmal nicht Humboldtianer*innen, sondern Kolleg*innen vor, ihre Aufgaben und Erfahrungen und was sie tun, wenn sie gerade nicht arbeiten. DIESMAL: FRANK ALBRECHT.

  • vom 
  • Aufgezeichnet von: Teresa Havlicek
Frank Albrecht mit seiner Geige und drei weitere Musiker*innen spielen gemeinsam als Streichquartett.
Saturn-ähnliches Dekortationsbild

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Wir wollen das Thema Diversität über das Magazin Humboldt Kosmos hinaustragen. Lassen Sie uns diskutieren! Wir freuen uns, wenn Sie Ihre Meinung oder eigene Geschichte teilen unter #ProgressDiversity.

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Ich arbeite für die Philipp Schwartz-Initiative, die gefährdeten Forschenden Zuflucht an deutschen Hochschulen bietet. Ich steuere das Programm und überlege mir gemeinsam mit meinen Kolleg*innen: Was können wir für unsere Geförderten verbessern? Die Stipendiat*innen sind schließlich in einer sehr besonderen Situation. Sie kommen aus Ländern wie Kamerun, dem Jemen, der Türkei oder Syrien, und manche von ihnen haben hier den allerersten Kontakt mit einem völlig fremden Wissenschaftssystem. Und das deutsche System ist auch noch sehr komplex und kompetitiv – eine enorme Herausforderung, wenn man eine schmerzhafte, oft traumatisierende Flucht hinter sich hat.

Meine Arbeit mache ich verdammt gerne, auch weil ich sehe, welch ein großer Gewinn diese Forschenden für die deutsche Wissenschaft und ihre Vielfalt sind. Sie bringen neue Expertise und Netzwerkkontakte aus Regionen mit, die hier bislang oft wenig präsent waren. So bewirken sie viel an ihren Gastunis – auch mit ihren Lehrveranstaltungen, in denen Studierende meist erstmals auf Personen treffen, die in autoritären Systemen viele der für uns selbstverständlichen Freiheiten verloren haben.

Vielfalt und Diversität sind für mich zentrale Themen. Ich bin dankbar, in einem diskriminierungsfreien Umfeld zu arbeiten. Bei unserer Task Force Diversität konnte ich auch selbst daran mitarbeiten, dass die Stiftung diesen Weg weitergeht und zum Beispiel die Charta der Vielfalt unterzeichnet hat.

Privat ist mein Ausgleich die Musik: Ich spiele seit meiner Kindheit Geige. In Köln, wo ich wohne, spiele ich in verschiedenen Orchestern. Meine Leidenschaft ist aber die Kammermusik: Ein Streichquartett wächst zusammen, alle verstehen sich irgendwann ohne Worte. Es geht dabei nicht nur ums technische Können. Wir bringen uns selbst ein, unser Naturell, unsere Erfahrungen, unsere Stimmungen. Aus dieser Unterschiedlichkeit entsteht etwas Neues, ein gemeinsamer Ausdruck – für mich ist das auch ein Sinnbild für den Wert von Diversität.

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