Humboldt-Forschungsstipendium

Land
Postdoktorand*innen, erfahrene Wissenschaftler*innen
Aufenthalt
alle Länder (außer Deutschland)
Land
6–24 Monate Forschungsaufenthalt in Deutschland

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Humboldt-Forschungsstipendium für Postdocs und erfahrene Wissenschaftler*innen

Das Humboldt‐Forschungsstipendium für Forschende aller Nationen und Fachgebiete: Wir unterstützen Sie – Postdoktorand*innen sowie erfahrene Wissenschaftler*innen – bei Ihren Forschungsvorhaben in Deutschland.

Mit dem Humboldt‐Forschungsstipendium fördert die Alexander von Humboldt‐Stiftung überdurchschnittlich qualifizierte Forschende aus der ganzen Welt. Profitieren Sie als Stipendiat*in von der individuellen Betreuung durch die Humboldt‐Stiftung und unseren vielfältigen Förderleistungen.

Hinweis

Forschende aus Entwicklungs‐ und Schwellenländern, deren Forschung hohe Relevanz für die weitere Entwicklung Ihres Landes hat, sollten sich für das Georg Forster‐Forschungsstipendium bewerben.

Was wir Ihnen bieten

Das Humboldt‐Forschungsstipendium ermöglicht es Ihnen in verschiedenen Stadien Ihrer Laufbahn, Ihr persönliches Forschungsvorhaben durchzuführen – in Kooperation mit Gastgeber*innen einer Forschungseinrichtung Ihrer Wahl in Deutschland. Die Gastgeber*innen können einen Forschungskostenzuschuss beantragen.

Postdocs

Nutzen Sie für den erfolgreichen Einstieg in Ihre wissenschaftliche Laufbahn die Forschungsförderung in Deutschland. Mit dem Humboldt‐Forschungsstipendium für Postdoktorand*innen können Sie Ihr Forschungsvorhaben in Deutschland verwirklichen. Das monatliche Stipendium beträgt 2.670 Euro. Es kann für eine Dauer zwischen 6 und 24 Monaten beantragt werden.

Erfahrene Wissenschaftler*innen

Auch wenn Sie in Ihrer wissenschaftlichen Karriere bereits weiter fortgeschritten sind, steht Ihnen die Forschungsförderung in Deutschland offen. Mit dem Humboldt‐Forschungsstipendium für erfahrene Wissenschaftler*innen können Sie Ihr Forschungsvorhaben in Deutschland verwirklichen. Das monatliche Stipendium beträgt 3.170 Euro. Es kann für eine Dauer zwischen 6 und 18 Monaten beantragt und auf bis zu drei Aufenthalte innerhalb von drei Jahren aufgeteilt werden.

Rahmenbedingungen

Neben dem Stipendienbetrag erhalten Sie während Ihrer Förderung eine persönliche Betreuung. Den Beginn Ihres Stipendiums bestimmen Sie dann ganz flexibel selbst. Schon im Vorfeld Ihres Forschungsstipendiums können Sie – und auch Ihr*e Ehepartner*in – einen Intensivsprachkurs besuchen. 

Weitere finanzielle Unterstützung – Familienzulagen für Kinder und Ehepartner*in, Reisekostenzuschüsse etc. – ist möglich.

Alumniprogramme

Auch nach Ihrem Forschungsaufenthalt bleiben wir in Verbindung. Mit unseren Alumni‐Fördermaßnahmen unterstützen wir flexibel die individuellen Lebenswege und Karrieren aller Humboldtianer*innen und ihre Kooperationen untereinander. Ein Rückkehrstipendium oder spätere, erneute Deutschlandaufenthalte sind ebenfalls möglich.

Diese Kriterien erfüllen Sie

Das Humboldt‐Forschungsstipendium wendet sich an promovierte und überdurchschnittlich qualifizierte Forschende aus der ganzen Welt – völlig unabhängig von ihrer Fachrichtung.

Postdocs

Der Abschluss Ihrer Promotion – oder eines vergleichbaren akademischen Grades wie Ph.D., C.Sc. o.ä. – liegt bei Bewerbungseingang nicht länger als vier Jahre zurück? Oder aber Sie schließen Ihre Dissertation in maximal sechs Monaten ab und können deren Ergebnisse schon schriftlich vorlegen? Sie haben zudem bereits in nach internationalem Standard referierten Zeitschriften und Verlagen wissenschaftlich publiziert? Dann bewerben Sie sich für das Humboldt‐Forschungsstipendium für Postdoktorand*innen, wenn Sie zudem die unter „Allgemeine Voraussetzungen“ formulierten Kriterien erfüllen.

Erfahrene Wissenschaftler*innen

Der Abschluss Ihrer Promotion – oder eines vergleichbaren akademischen Grades wie Ph.D., C.Sc. o.ä. – liegt bei Bewerbungseingang nicht länger als zwölf Jahre zurück? Eine umfangreiche Liste wissenschaftlicher Veröffentlichungen in nach internationalem Standard referierten Zeitschriften und Verlagen belegt Ihr eigenständiges, wissenschaftliches Profil? Dann bewerben Sie sich für das Humboldt‐Forschungsstipendium für erfahrene Wissenschaftler*innen, wenn Sie zudem die unter „Allgemeine Voraussetzungen“ formulierten Bedingungen erfüllen.

Sollte eine Promotion in Ihrem Fach oder Herkunftsland nicht möglich oder unüblich sein, können Sie sich bei einer der Karrierestufe entsprechenden Publikationsleistung sogar bis zu 16 Jahre nach dem Abschluss Ihres Master‐ oder Diplomstudiums bewerben.

Allgemeine Voraussetzungen

Damit Sie sich erfolgreich für das Humboldt‐Forschungsstipendium bewerben können, sollten Sie folgende weitere Kriterien erfüllen:

Sie besitzen keine deutsche Staatsbürgerschaft. Als deutsche*r Staatsbürger*in – oder wenn Sie Ihren Schul‐ und Hochschulabschluss bzw. Ihren Hochschulabschluss und Ihre Promotion in Deutschland absolviert haben – können Sie sich bewerben, sofern Ihr Arbeits‐ und Lebensmittelpunkt seit mehr als zehn Jahren und auf Dauer angelegt im Ausland liegt. Ihr Arbeits‐ und Lebensmittelpunkt liegt seit mehr als fünf Jahren im Ausland? Dann ist eine Bewerbung ebenfalls möglich, sofern eine starke Anbindung (unbefristete Anstellung, weitere Staatsbürgerschaft etc. – siehe FAQ) an Ihr derzeitiges Aufenthaltsland gegeben ist.

Für eine erfolgreiche Bewerbung dürfen Sie sich in den letzten 18 Monaten vor Bewerbungseingang insgesamt nicht länger als sechs Monate in Deutschland aufgehalten haben.

Wenn Sie sich bereits seit kurzem in Deutschland aufhalten, sollten Sie Ihre Bewerbung schnellstmöglich einreichen, da die formale Zulassung der Bewerbung erst mit dem Bewerbungseingang verbindlich festgestellt werden kann.

Ein*e Forscher*in an einer von Ihnen selbst ausgewählten wissenschaftlichen Einrichtung in Deutschland gibt Ihnen eine schriftliche Forschungsplatz‐ sowie Betreuungszusage und erstellt für Sie eine ausführliche gutachterliche Stellungnahme.

Sie können zwei Referenzgutachten vorweisen.
Postdocs: Der*die Betreuer*in Ihrer Doktorarbeit sowie ein*e weitere*r Forschende*r – nach Möglichkeit außerhalb Ihres Instituts – geben fundierte Auskunft über Ihre Qualifikation. Erfahrene Wissenschaftler*innen: Die Gutachten stammen von wichtigen Kooperationspartner*innen bzw. Forschenden am eigenen und an weiteren Instituten, nach Möglichkeit auch außerhalb Ihres Herkunftslandes.

Natur‐ und Ingenieurwissenschaften: Sie verfügen über gute deutsche oder englische Sprachkenntnisse.

Geistes‐ und Sozialwissenschaften sowie Medizin: Sie verfügen über gute deutsche Sprachkenntnisse, soweit dies für die erfolgreiche Durchführung Ihres Forschungsvorhabens erforderlich ist. Ansonsten reichen gute englische Sprachkenntnisse aus.

Wir setzen voraus, dass Sie sich an die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis (PDF) sowie an die Grundsätze der Wissenschaftsethik halten.

Wenn Sie bereits von der Humboldt‐Stiftung gefördert wurden, können Sie sich nicht um das Humboldt‐Forschungsstipendium bewerben. Ihnen stehen unsere Alumniprogramme offen.

So bewerben Sie sich

Wenn Sie sich für das Humboldt-Forschungsstipendium bewerben möchten, reichen Sie die notwendigen Dokumente bitte ausschließlich online bei der Alexander von Humboldt-Stiftung ein.

In Zweifelsfällen oder bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte vor Einsendung der Bewerbung an uns (info[at]avh.de). Wir beraten Sie gerne.

Das benötigen wir von Ihnen

Bitte beachten Sie, dass Sie Ihre Bewerbung erst absenden können, wenn Sie folgende Unterlagen im Bewerbungsformular hochgeladen haben:

  • tabellarischer Lebenslauf (maximal zwei Seiten)
  • Darstellung Ihres Forschungsvorhabens (maximal fünf Seiten)
  • vollständige Liste Ihrer Veröffentlichungen 
  • Liste der Schlüsselpublikationen (vgl. Muster‐Schlüsselpublikationsliste, PDF)
  • Schlüsselpublikationen
  • Doktorurkunde oder Nachweis über den erfolgreichen Abschluss der Promotionsverfahrens, bzw. Bestätigung, dass dieser innerhalb der nächsten 6 Monate erfolgen wird
  • gegebenenfalls deutsches Sprachzeugnis
  • falls erforderlich: Annahmeerklärungen und/oder Eingangsbestätigungen von Verlagen sowie Resümees/Übersetzungen der Schlüsselpublikationen, die nicht auf Englisch vorliegen
     
  • Zusätzlich: Stellungnahme und Forschungsplatzzusage der*des Gastgeber*in sowie zwei Referenzgutachten. Bitte beachten Sie, dass nur die Gastgeber*innen bzw. die Referenzgutachter*innen diese Unterlagen in einem geschützten Bereich selbst hochladen können. Erst nach diesem Upload kann die Bewerbung abgeschickt werden. Weitere Hinweise und Erläuterungen finden Sie im Bewerbungsformular.

Sobald Ihre Online‐Bewerbung eingegangen ist, erhalten Sie von uns eine schriftliche Bestätigung per E‐Mail. Nach Prüfung Ihrer Unterlagen teilen wir Ihnen das voraussichtliche Auswahldatum mit.

Diese Fristen sollten Sie beachten

Das für Ihre Bewerbung zuständige Auswahlgremium tagt jeden März, Juli und November. Ihr vollständig ausgefülltes Bewerbungsformular inklusive der erforderlichen zusätzlichen Dokumente senden Sie bitte rechtzeitig vor dem gewünschten Auswahltermin. Die Antragsbearbeitung beansprucht in der Regel vier bis acht Monate. Im Falle von unvollständigen oder fehlerhaften Anträgen verlängert sich die Bearbeitungszeit entsprechend, so dass häufig eine Verschiebung auf eine spätere Auswahlsitzung erforderlich wird.

Als Stichtag für die Erfüllung bestimmter formaler Voraussetzungen – insbesondere in Bezug auf Karrierestufengrenzen und Voraufenthalte in Deutschland – gilt der Tag des Eingangs Ihrer Bewerbung bei uns. Im Falle einer positiven Entscheidung können Sie Ihr Stipendium zwischen zwei und zwölf Monaten nach der Auswahlentscheidung antreten.

Im Falle einer negativen Entscheidung teilen wir Ihnen die Gründe dafür gerne mit. Bitte beantragen Sie dies formlos per E‐Mail. Etwa fünf Wochen nach der Entscheidung erhalten Sie und Ihre Gastgebenden dann ein entsprechendes Schreiben. Ein Revisionsverfahren ist nicht möglich. Sie können sich allerdings neu bewerben, sofern Sie wesentliche Aspekte der abgelehnten Bewerbung deutlich verbessern. Nach einstimmig abgelehnten Anträgen ist eine erneute Bewerbung leider erst nach 18 Monaten möglich.

Das Auswahlverfahren

Piktogramm Bewerber
Bewerber
Piktogramm Stiftung
Stiftung
Piktogramm Benachrichtigung
Benachrichtigung
Bewerbung Prüfung 4-6 Wochen Begutachtung ca. 4 Monate Auswahl Feb/Mär, Jun/Jul, Okt/Nov
  • Online-Antrag
  • Stellungnahme Gastgeber*in
  • Referenzgutachten
  • Bewerbungseingang
    • Eingangsbestätigung
  • Prüfung auf formale Zulässigkeit
    • ggf. formale Ablehnung an Bewerber*in und Gastgeber*in
  • Prüfung auf Vollständigkeit
    • Mitteilung über Auswahldatum
    • ggf. Nachforderungen an Bewerber*in und Gastgeber*in
  • Anforderung von i. d. R. zwei unabhängigen Fachgutachten
    • Berücksichtigung möglicher Befangenheiten
  • Versand der begutachteten Anträge an Fachvertreter*in im Ausschuss
  • Auswahlsitzung (3 mal jährlich)
    • Auswahlergebnisse an Bewerber*in und Gastgeber*in (1—3 Arbeitstage nach Sitzung)
  • Bewilligung des Antrags
    • Versand der Verleihungsunterlagen (ca. 4 Wochen nach der Sitzung)
  • Ablehnung des Antrags
    • Auf Anforderung: Informationen zu Ablehnungsfaktoren an Bewerber*in und Gastgeber*in (ca. 5 Wochen nach der Sitzung)
  • Stipendienbeginn (ggf. zuvor Sprachkurs) minimal zwei bis maximal zwölf Monate nach der Auswahlsitzung

Ein aus 60‐70 Wissenschaftler*innen verschiedener Fachgebiete bestehendes Auswahlgremium entscheidet über die Vergabe der Forschungsstipendien. Die Grundlagen der Entscheidung bilden in der Regel zwei unabhängige Fachgutachten die Ihre individuelle wissenschaftliche Qualifikation bewerten. Deren Bewertung erfolgt anhand von vier Auswahlkriterien:

  • wissenschaftlicher Werdegang und bisherige wissenschaftliche Leistungen (Mobilität, Zielstrebigkeit, fachliche Breite, wissenschaftliche Produktivität)
  • Qualität der in der Bewerbung benannten Schlüsselpublikationen (Originalität, Innovationsgrad, bei Mehrautorenpublikationen Bewertung Ihres Eigenanteils)
  • Originalität und Innovationspotenzial Ihres vorgeschlagenen Forschungsvorhabens (Bedeutung für die Weiterentwicklung des Fachgebiets, überzeugende Wahl der wissenschaftlichen Methoden, Möglichkeiten zur wissenschaftlichen Weiterentwicklung, klare Fokussierung und Realisierbarkeit innerhalb des beantragten Förderzeitraums, Durchführbarkeit am Gastinstitut)
  • Ihr Zukunftspotenzial (wissenschaftliches Potenzial, persönliche Weiterentwicklung, Karriereperspektiven z. B. Berufung auf eine Professur)

In den vergangenen Jahren erhielten durchschnittlich 25 bis 30 Prozent der Bewerber*innen ein Stipendium.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

Fragen & Antworten

Nein, ein englisches Sprachzeugnis ist nicht erforderlich.

Eine Bewerbung ist möglich, sofern Sie eine dem PhD äquivalente Leistung, z.B. durch wissenschaftliche Veröffentlichungen in nach internationalem Standard referierten Zeitschriften und Verlagen nachweisen können. Falls dies der Fall ist, können Sie sich bis zu 16 Jahre nach Abschluss des ersten Hochschulstudiums (Master, Diplom etc.), allerdings ausschließlich im Programm für erfahrene Wissenschaftler, bewerben. Weiterhin ist eine Bewerbung möglich, wenn Sie eine akademische Position gleich- oder höherwertig einem Associate Professor / Senior Lecturer / Reader etc. innehaben. Eine Bewerbung kann dann unabhängig vom Abschluss des ersten Hochschulstudiums bis 12 Jahre nach Beginn dieser Tätigkeit, allerdings ausschließlich im Programm für erfahrene Wissenschaftler, erfolgen. Bitte senden Sie uns zunächst nur Ihren Lebenslauf und Ihre Publikationsliste, damit wir Sie beraten können (info[at]avh.de).

Sofern Sie die Promotion in den nächsten sechs Monaten abschließen werden, können Sie sich bewerben. Das Forschungsstipendium kann bei einer erfolgreichen Bewerbung erst nach Abschluss der Promotion angetreten werden. Bitte beachten Sie: Wenn zum Zeitpunkt der Bewerbung Ihre Dissertation noch nicht veröffentlicht ist und Sie auch keine weitere wissenschaftliche Veröffentlichung vorlegen können, muss die Bewerbung formal abgelehnt werden.

Es gilt das Datum des Abschlusses der letzten für das Promotionsverfahren geforderten wissenschaftlichen Leistung (z.B. Verteidigung der Dissertation, mündliche Abschlussprüfung). In der Regel wird dieses Datum neben dem Ausstellungsdatum auf der Promotionsurkunde genannt. Als Stichtag für die Berechnung des Zeitraums nach der Promotion wird das Eingangsdatum der Bewerbung bei der Humboldt-Stiftung gewertet.

Im Falle einer Mehrfachpromotion gilt der erste Abschluss (PhD/CSc.).

Sollte das Datum Ihrer Promotion mehr als vier Jahre zurückliegen, können Sie sich nicht mehr um ein Postdoktorandenstipendium bewerben. Sofern Sie bereits ein klar erkennbares, eigenständiges Profil haben und in der Regel bereits mindestens als Asstistant Professor oder Nachwuchsgruppenleiter tätig sind bzw. eine mehrjährige eigenständige wissenschaftliche Tätigkeit nachweisen können, empfehlen wir Ihnen eine Bewerbung im Programm für erfahrene Wissenschaftler. Sofern Sie die vier Jahre überschritten haben, kann in begründeten Fällen (z.B. bei Anerkennung von Ausfallzeiten wie Kindererziehungszeiten) eine Ausnahme gemacht werden. Bitte senden Sie uns zunächst nur Ihren Lebenslauf und Ihre Publikationsliste, damit wir Sie beraten können (info[at]avh.de).

Sollte das Datum Ihrer Promotion mehr als zwölf Jahre zurückliegen, kann Ihre Bewerbung nicht berücksichtigt werden. Sofern diese Grenze überschritten wird, kann in begründeten Fällen (z.B. bei Anerkennung von Ausfallzeiten wie Kindererziehungszeiten) eine Ausnahme gemacht werden. Bitte senden Sie uns zunächst nur Ihren Lebenslauf und Ihre Publikationsliste, damit wir Sie beraten können (info[at]avh.de).

Ja. Sie sollten allerdings bereits ein klar erkennbares eigenständiges wissenschaftliches Profil haben und in der Regel bereits mindestens als Assistant Professor oder Nachwuchsgruppenleiter tätig sein bzw. eine mehrjährige eigenständige wissenschaftliche Tätigkeit nachweisen können.

Zeiten, in denen Sie Ihre wissenschaftliche Tätigkeit nach Abschluss der Promotion aus Gründen der Kindererziehung unterbrochen haben, können nach Prüfung als Ausfallzeiten berücksichtigt werden. Auch eine anteilige Anrechnung von Kindererziehungszeiten ist möglich. Bitte geben Sie solche Zeiten immer in unserem Antragsformular an.

Müttern werden für jedes nach der Promotion geborene Kind pauschal zwei Jahre anerkannt zuzüglich der darüber hinaus gehenden, belegbar genommenen Kindererziehungszeit.Vätern und anderen Personen mit Erziehungsverantwortung werden ausschließlich die belegbar genommenen Kindererziehungszeiten nach Prüfung anerkannt.

Regulär können sich Postdoktorandinnen und -doktoranden bis vier Jahre nach der Promotion bewerben und erfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bis zwölf Jahre nach der Promotion. Anerkannte Kindererziehungszeiten bewirken, dass sich diese maximal möglichen Zeitspannen zur Einreichung eines Antrags entsprechend verlängern. Die Fristverlängerung ist auf 6 Jahre begrenzt.

Bei Fragen hierzu wenden Sie sich bitte an info[at]avh.de.

Zeiten, in denen Sie Ihre wissenschaftliche Tätigkeit nach Abschluss der Promotion aufgrund von Militär- bzw. Ersatzdienst, längerer Erkrankung oder Pflege naher Angehöriger unterbrochen haben, können nach Prüfung als Ausfallzeiten berücksichtigt werden. Auch eine anteilige Anrechnung solcher Ausfallzeiten ist möglich. Bitte geben Sie diese immer in unserem Antragsformular an.

Arbeitssuche, Arbeitslosigkeit und nicht-wissenschaftliche Erwerbstätigkeit zählen nicht als Ausfallzeiten.

Regulär können sich Postdoktorandinnen und -doktoranden bis vier Jahre nach der Promotion bewerben und erfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bis zwölf Jahre nach der Promotion. Anerkannte Ausfallzeiten bewirken, dass sich diese maximal möglichen Zeitspannen zur Einreichung eines Antrags entsprechend verlängern. Die Fristverlängerung ist auf 6 Jahre begrenzt.

Bei Fragen hierzu wenden Sie sich bitte an info[at]avh.de.

Ja, da die Bewertung der wissenschaftlichen Leistungen bei der Humboldt-Stiftung immer individuell erfolgt. Geben Sie bitte daher im Antragsformular alle Zeiten an, in denen Sie Ihre wissenschaftliche Tätigkeit nach Abschluss der Promotion aus Gründen der Kindererziehung ganz oder teilweise unterbrochen haben.

Eine freiwillige Offenlegung privater Umstände kann dazu beitragen, die Chancengerechtigkeit im Auswahlprozess zu erhöhen. Ihre Lebensumstände können so in die faire Bewertung Ihrer wissenschaftlichen Leistungen einfließen.

Bei Fragen hierzu wenden Sie sich bitte an info[at]avh.de.

Ja, da die Bewertung der wissenschaftlichen Leistungen bei der Humboldt-Stiftung immer individuell erfolgt. Geben Sie bitte daher im Antragsformular alle Zeiten an, in denen Sie Ihre wissenschaftliche Tätigkeit nach Abschluss der Promotion aufgrund von Militär- bzw. Ersatzdienst, längerer Erkrankung oder Pflege naher Angehöriger ganz oder teilweise unterbrochen haben.

Arbeitssuche, Arbeitslosigkeit und nicht-wissenschaftliche Erwerbstätigkeit zählen nicht als Ausfallzeiten.

Eine freiwillige Offenlegung privater Umstände kann dazu beitragen, die Chancengerechtigkeit im Auswahlprozess zu erhöhen. Ihre Lebensumstände können so in die faire Bewertung Ihrer wissenschaftlichen Leistungen einfließen.

Bei Fragen hierzu wenden Sie sich bitte an info[at]avh.de.

Wenn Ihr Lebensmittelpunkt (Staatsangehörigkeit und dauerhafter Aufenthalt) in einem Entwicklungs- bzw. Schwellenland (s. Länderliste) ist und Sie ein entwicklungsrelevantes Forschungsvorhaben durchführen möchten, dessen Durchführung in Deutschland den Transfer von Wissen und Technologien in Entwicklungsländer ermöglicht, ist eine Bewerbung für ein Georg Forster-Stipendium zu empfehlen. Für eher grundlagenorientierte Forschungsvorhaben empfehlen wir eine Bewerbung um ein Humboldt-Forschungsstipendium. In Zweifelsfällen wenden Sie sich bitte vor Einsendung der Bewerbung an uns, damit wir Sie beraten können (info[at]avh.de).

  1. Natur- und Ingenieurwissenschaftler: Gute deutsche oder englische Sprachkenntnisse sind ausreichend.
  2. Geistes- und Sozialwissenschaftler: Sofern deutsche Sprachkenntnisse für die erfolgreiche Durchführung des Forschungsvorhabens erforderlich sind, sind diese durch ein Sprachzeugnis nachzuweisen. Ansonsten sind zumindest gute englische Sprachkenntnisse ausreichend.
  3. Mediziner: Sofern im Rahmen des Forschungsvorhabens die Arbeit mit Patienten vorgesehen ist, muss ein deutsches Sprachzeugnis vorgelegt werden. Ansonsten sind zumindest gute englische Sprachkenntnisse ausreichend.

Nein, ein Sprachzeugnis ist nicht erforderlich.

Eine Bewerbung ist möglich, wenn eine Forschungspromotion oder ein vergleichbarer akademischer Grad vorliegt.

Bitte entnehmen Sie detaillierte Informationen hierzu aus unserem zusätzlichen Zulassungsfragebogen für Mediziner (MD / Dr. med.).

Bei Vorliegen mehrerer Forschungspromotionen gilt o.g. FAQ zum Thema "Mehrfachpromotion".

Ziel des Programms ist es, hochqualifizierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem Ausland zu ermöglichen, nach Deutschland zu kommen, um hier ein Forschungsvorhaben durchzuführen. Der Lebens- und/oder Arbeitsmittelpunkt zum Zeitpunkt der Bewerbung sollte daher außerhalb Deutschlands liegen.

Sofern Sie bereits in Deutschland waren, können Sie sich nur bewerben, wenn Sie sich in den letzten 18 Monaten vor Bewerbungseingang insgesamt mehr als 12 Monate außerhalb Deutschlands aufgehalten haben. Hierbei werden alle Aufenthalte in Deutschland unabhängig von ihrer Dauer und ihrem Grund berücksichtigt, ebenso wie Arbeitsverträge mit Institutionen in Deutschland.

Wenn Sie sich bereits seit kurzem in Deutschland aufhalten, sollten Sie Ihre Bewerbung schnellstmöglich einreichen, da die formale Zulassung der Bewerbung erst mit dem Bewerbungseingang verbindlich festgestellt werden kann.

In allen anderen Fällen kann Ihre Bewerbung leider nicht berücksichtigt werden.

Deutsche Staatsbürger bzw. Bildungsinländer* (siehe nachfolgende FAQ) sind grundsätzlich nicht antragsberechtigt, wenn sie sich innerhalb der letzten 18 Monate vor Bewerbungseingang in Deutschland aufgehalten haben oder zum Zeitpunkt der Bewerbung bereits in Deutschland sind.

* Als Bildungsinländer gelten Personen, die ihren Schul- und einen Hochschulabschluss bzw. einen Hochschulabschluss und ihre Promotion in Deutschland absolviert haben.

Ziel des Programms ist es, hochqualifizierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem Ausland zu ermöglichen, nach Deutschland zu kommen, um hier ein Forschungsvorhaben durchzuführen. Deutsche Staatsbürger bzw. Bildungsinländer* gehören daher nicht zur Zielgruppe dieses Förderprogramms. Sofern Sie jedoch dauerhaft im Ausland tätig sind und beabsichtigen, unmittelbar nach dem beantragten Forschungsaufenthalt wieder ins Ausland zurückzukehren, ist eine Bewerbung möglich.

Eine feste Anbindung im Ausland betrachten wir als gegeben, wenn Ihr Lebens- und Arbeitsmittelpunkt eindeutig
 

  1. seit mehr als 10 Jahren im Ausland liegt, oder
  2. seit mehr als 5 Jahren im Ausland liegt und die starke Anbindung an das derzeitige Aufenthaltsland durch Erfüllung eines der folgenden Kriterien zweifelsfrei anzunehmen ist:

    1. eine zeitlich unbefristete Anstellung,
    2. eine weitere Staatsbürgerschaft des Aufenthaltslandes oder
    3. eine zeitlich unbefristete Aufenthaltserlaubnis (z.B. permanent residence permit, greencard etc.) des derzeitigen Aufenthaltslands. Eine Aufenthaltserlaubnis, die sich ausschließlich durch Ihre Staatsbürgerschaft begründet (z.B. bei EU-Bürgern im Rahmen der europäischen Freizügigkeit), wird nicht berücksichtigt.
    4. Weitere Anhaltspunkte, die für eine dauerhafte Rückkehr ins derzeitige Aufenthaltsland sprechen.


Deutsche Staatsbürger bzw. Bildungsinländer* sind grundsätzlich nicht antragsberechtigt, wenn sie sich innerhalb der letzten 18 Monate vor Bewerbungseingang in Deutschland aufgehalten haben oder zum Zeitpunkt der Bewerbung bereits in Deutschland sind.

Sollten Sie mit Hilfe Ihres Antrags beabsichtigen, eine dauerhafte Rückkehr nach Deutschland vorzubereiten, empfehlen wir Ihnen einen Antrag im Programm „Eigene Stelle“ der DFG.

In Zweifelsfällen senden Sie uns zunächst nur Ihren lückenlosen Lebenslauf und Ihre Publikationsliste, damit wir Sie beraten können. Geben Sie dabei an, welches Kriterium für Sie zutrifft (info[at]avh.de).

* Als Bildungsinländer gelten Personen, die ihren Schul- und einen Hochschulabschluss bzw. einen Hochschulabschluss und ihre Promotion in Deutschland absolviert haben.

Jeder Wissenschaftler, der an einer Hochschule oder Forschungseinrichtung in Deutschland arbeitet und Ihnen eine Forschungsplatzzusage für den geplanten Forschungsaufenthalt anbietet, kann als Ihr wissenschaftlicher Gastgeber fungieren.

Sofern Sie bereits für längere Zeit (12 Monate oder länger) in Deutschland gearbeitet haben, sollten Sie sich für einen erneuten Gastaufenthalt in Deutschland ein neues wissenschaftliches Umfeld suchen. Anträge, die eine Rückkehr zu den Betreuenden der Dissertation bzw. zum Mentor eines längeren Postdoc-Aufenthaltes beinhalten, werden in der Regel aufgrund der fehlenden eigenständigen wissenschaftlichen Weiterentwicklung vom Auswahlgremium abgelehnt.

Die Wahl der wissenschaftlichen Gastgeber*innen ist frei und muss eigenständig durch die Bewerber*innen erfolgen. Die Humboldt-Stiftung bietet keine direkte Unterstützung bei der Suche nach Gastgeber*innen an.

Wir möchten Sie jedoch auf folgende Suchmaschinen für Gastgeber*innen und Wissenschaftliche Einrichtungen hinweisen:

Weiterhin möchten wir Sie auf das öffentliche Netzwerk Online hinweisen. Es zeigt einen großen Teil der weltweit über 25.000 Geförderten der Stiftung (Humboldtianer*innen). Hier können Sie nach Namen, Fachgebieten und Keywords suchen.

Ja. Sollten die Gastgeber*innen an unterschiedlichen Forschungseinrichtungen tätig sein, sind separate Stellungnahmen der Gastgeber*innen sowie Forschungsplatzzusagen erforderlich.

Das Gastinstitut erhält in der Regel einen Forschungskostenzuschuss in Höhe von monatlich 800 Euro für Forschungsvorhaben in den Natur- und Ingenieurwissenschaften bzw. 500 Euro für Forschungsvorhaben in den Geistes- und Sozialwissenschaften.
Bitte beachten Sie die entsprechende FAQ der Abteilung Förderung und Netzwerk.

Es gibt keine Stichtage für die Einreichung von Bewerbungen. Alle Bewerbungen werden in einem kontinuierlichen Verfahren bearbeitet. Sobald uns Ihre Bewerbung vollständig vorliegt, wird sie an unabhängige Fachgutachter weitergeleitet und nach Vorlage der schriftlichen Fachgutachten in der nächstmöglichen Auswahlsitzung dem Auswahlgremium zur Entscheidung vorgelegt.

Bitte beachten Sie, dass die Bewerbung erst abgeschickt werden kann, wenn sowohl Ihr Gastgeber als auch Ihre Referenzgutachter alle erforderlichen Dokumente hochgeladen haben. Als Stichtag für die Erfüllung bestimmter formaler Voraussetzungen wie z.B. Karrierestufengrenzen oder Voraufenthalte in Deutschland gilt der Tag des Bewerbungseingangs bei der Humboldt-Stiftung.

Auswahlsitzungen finden dreimal im Jahr statt, jeweils im März, Juli und November. Anträge sollten mindestens vier bis sieben Monate vor der gewünschten Auswahlsitzung eingereicht werden.
Eine grafische Darstellung des gesamten Auswahlprozesses finden Sie oben auf dieser Seite.

Nein, eine gleichzeitige Bewerbung in mehreren Stipendienprogrammen bzw. im Sofja Kovalevskaja-Preisprogramm ist ausgeschlossen. Nach einer Ablehnung ist die Bewerbung in einem anderen Programm jedoch möglich, sofern die formalen Voraussetzungen erfüllt werden.

Eine Parallelbewerbung bei einer anderen Institution ist grundsätzlich möglich. Dies müssen Sie jedoch im Bewerbungsformular angeben und uns auch während des Auswahlverfahrens umgehend über eventuelle Parallelbewerbungen und -entscheidungen informieren.

Forschungsstipendiaten können während des Förderzeitraums an Forschungseinrichtungen im europäischen Ausland (mit Ausnahme des Herkunftslandes) forschen, wenn dies für die Durchführung des Forschungsvorhabens erforderlich ist. Bitte beantragen Sie diesen Aufenthalt erst nach Verleihung des Stipendiums. Die Gesamtdauer des Europa-Forschungsaufenthalts darf im Regelfall 25 Prozent des voraussichtlichen Gesamtförderzeitraumes nicht überschreiten. Außerdem darf bei einer Aufteilung in mehrere Teilaufenthalte (erfahrene Wissenschaftler) die Dauer des Europa-Forschungsaufenthalts die Hälfte des jeweiligen Förderzeitraums grundsätzlich nicht überschreiten. Bei einem Forschungsaufenthalt im Herkunftsland oder einem außereuropäischen Land muss das Forschungsstipendium jedoch in der Regel unterbrochen werden.

Für ein Postdoktorandenstipendium muss der erste Stipendienaufenthalt mindestens sechs Monate dauern. Auch erfahrene Wissenschaftler müssen einen Aufenthalt von mindestens sechs Monaten beantragen, der aber in zweimal drei Monate aufteilbar ist.

Ja. Abweichungen vom vorgegebenen Schema sind leider nicht möglich.

Nein. Eine Aufteilung des Forschungsaufenthalts ist nicht möglich.

Das Stipendium muss spätestens zwölf Monate nach der positiven Auswahlentscheidung angetreten werden. Ansonsten muss eine neue Bewerbung eingereicht werden.

Die Stipendienhöhe entnehmen Sie bitte den aktuellen Programminformationen oben auf dieser Seite.

Nein, das Stipendium kann nicht rückwirkend gezahlt werden.

Ein zwei- oder viermonatiger Sprachkurs findet unmittelbar vor dem Beginn des Forschungsstipendiums statt. Das Sprachstipendium ist nicht Teil des Forschungsstipendiums. (Wenn Sie einen zweimonatigen Sprachkurs beantragen, dauert Ihr Aufenthalt in Deutschland bei einem zwölfmonatigen Forschungsvorhaben insgesamt 14 Monate.)

Der Deutschintensivsprachkurs kann nur unmittelbar vor Beginn des Forschungsstipendiums wahrgenommen werden. Falls dies nicht möglich ist, können auf Antrag auch die Kosten für Abendkurse während des Forschungsstipendiums übernommen werden.

Es gibt keine Verpflichtung an einem Sprachkurs teilzunehmen. Die Humboldt-Stiftung ist allerdings sehr daran interessiert, dass alle Forschungsstipendiaten und deren Partner während ihres Forschungsaufenthalts Deutsch lernen, um über die Forschungstätigkeit hinaus auch am gesellschaftlichen und kulturellen Leben in Deutschland teilnehmen zu können.

Sofern die Anreise nicht vom Heimatinstitut übernommen wird, zahlt die Humboldt-Stiftung eine einmalige Reisekostenpauschale für die An- und Abreise. Reisekosten für Familienangehörige können nur in Ausnahmefällen übernommen werden.

Die Humboldt-Stiftung begrüßt ausdrücklich die Begleitung der Stipendiaten durch ihre Ehepartner und Kinder und unterstützt dies durch die Zahlung von Familienzulagen zusätzlich zum Stipendium, sofern diese Familienangehörigen die Stipendiaten für mehr als drei Monate begleiten.

Es gibt drei Auswahlsitzungen pro Jahr, jeweils im März, Juli und November. Sofern Sie aus dem Ausland anreisen, kann das Stipendium in der Regel frühestens zwei Monate, bei visumspflichtigen Ländern frühestens drei Monate, nach der positiven Auswahlentscheidung angetreten werden. Sofern Sie bereits in Deutschland sind, kann das Stipendium frühestens zum nächsten Monatsbeginn angetreten werden.

Referenzgutachter und Gastgeber laden ihre Gutachten selbst in einen geschützten Bereich zum Bewerbungsformular hoch. Individuelle Links zu diesem Bereich finden Sie im Bewerbungsformular. Bitte senden Sie diese Links zeitnah an die benannten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen. Sobald alle Unterlagen vollständig hochgeladen sind, erhalten Sie eine automatische Bestätigungs-E-Mail und können die Bewerbung abschicken. Für die Vollständigkeit der Unterlagen sind Sie selbst verantwortlich.

Referenzgutachten sollten zum Zeitpunkt der Bewerbung nicht älter als 12 Monate sein.

Aus den Referenzgutachten soll eine Bewertung Ihres wissenschaftlichen Werdegangs und Potenzials sowie Ihrer bisherigen wissenschaftlichen Leistungen hervorgehen. Daher ist es wichtig, dass Referenzgutachter mit Ihrer bisherigen wissenschaftlichen Tätigkeit gut vertraut sind. Insgesamt müssen zwei Referenzgutachten vorliegen. Postdoktoranden sollten auf jeden Fall ein Gutachten von der Person einreichen, die die Doktorarbeit betreut hat. Bitte beachten Sie: Die Stellungnahme des Gastgebers / der Gastgeberin zählt nicht als Referenzgutachten! Alle Referenzgutachten und die Gastgeberstellungnahme müssen von Ihnen angefordert werden.

Ihrer Bewerbung müssen drei bis fünf (erfahrene Wissenschaftler*innen) bzw. ein bis drei (Postdocs) Schlüsselpublikationen beigefügt sein. Weitere Publikationen werden nicht angenommen (Ausnahme: Optional dürfen zusätzlich veröffentlichte Rezensionen anderer Autoren zu Ihren Schlüsselpublikationen eingereicht werden).
Falls Sie der Bewerbung Ihre Dissertation als Schlüsselpublikation beifügen möchten und diese noch nicht zum Druck eingereicht ist, laden Sie bitte das Originalmanuskript aus Ihrem Promotionsverfahren hoch.

Nein. Bitte listen Sie nur Publikationen auf, die bereits veröffentlicht, zur Veröffentlichung angenommen oder mindestens zur Veröffentlichung bei einem Verlag eingereicht sind. Bitte geben Sie eingereichte Publikationen ohne Nennung der Zeitschrift/des Verlages auf Ihrer Publikationsliste an. Zu eingereichten Publikationen muss eine Eingangsbestätigung des Verlages beigefügt werden; zu angenommenen Publikationen muss eine Annahmebestätigung des Verlages beigefügt werden. Alle anderen Arbeiten werden von uns in der Liste gestrichen.
Ausnahme: Ihre Dissertation darf als Schlüsselpublikation aufgelistet werden, auch wenn Sie nicht bei einem Verlag eingereicht ist. Falls Sie Ihre Dissertation als Schlüsselpublikation benennen und diese nicht zum Druck eingereicht ist, laden Sie bitte das Originalmanuskript aus Ihrem Promotionsverfahren hoch.

Ja. Sobald Sie Ihre Promotion abgeschlossen haben, brauchen wir zumindest eine offizielle Bestätigung der Hochschule. Ohne dieses Dokument kann das Stipendium nicht angetreten werden.

Sie selbst wählen aus Ihren Publikationen die Schlüsselpublikationen aus. Hierbei sollten Sie Arbeiten auswählen, in denen Ihre wichtigsten wissenschaftlichen Ergebnisse beschrieben werden und an denen Sie im Falle von Mehrautorenpublikationen einen möglichst hohen Eigenanteil haben. Wir empfehlen Ihnen, bei der Auswahl der Schlüsselpublikationen darauf zu achten, dass sich auch Ihre aktuellere Publikationstätigkeit darin widerspiegelt.
Bitte beachten Sie, dass die Auswahl der Schlüsselpublikationen im Laufe des Verfahrens nicht geändert werden kann.

Für Bewerber um ein Postdoktorandenstipendium reicht es, eine Schlüsselpublikation auszuwählen. Maximal dürfen drei Schlüsselpublikationen aufgelistet werden.
Bewerber um ein Stipendium für erfahrene Wissenschaftler müssen mindestens drei Schlüsselpublikationen auswählen. Maximal dürfen fünf Schlüsselpublikationen aufgelistet werden. Überzählige Schlüsselpublikationen werden ohne Rücksprache von der Geschäftsstelle unkenntlich gemacht.

Bitte erläutern Sie die besondere wissenschaftliche Relevanz der in der Schlüsselpublikation beschriebenen Ergebnisse und stellen Sie kurz die Bedeutung der Publikation für Ihren Werdegang dar. Bei Mehrautorenpublikationen geben Sie bitte zusätzlich an, welchen Anteil Sie selbst an der Publikation haben.

Ja, bitte führen Sie in der vollständigen Publikationsliste alle Publikationen einschließlich der Schlüsselpublikationen auf. Eine unveröffentlichte Dissertation darf jedoch nicht in der vollständigen Publikationsliste aufgelistet werden. Bitte listen Sie die Schlüsselpublikationen in dieser Liste ohne Begründung auf. Bitte beachten Sie, dass die Reihenfolge der Autoren auf der Publikationsliste mit der Reihenfolge der Autoren auf der eingereichten Publikation übereinstimmt. Die Änderung der Reihenfolge verstößt gegen die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis und es können Sanktionen verhängt werden.
Die bei der Humboldt-Stiftung eingereichte Publikationsliste kann im Laufe des Begutachtungsverfahrens nicht mehr ergänzt werden.

Sobald Ihr Antrag bei uns eingegangen ist, erhalten Sie eine Benachrichtigung per E-Mail.

Nach Eingang Ihrer Bewerbung wird Ihr Antrag auf formale Zulässigkeit und Vollständigkeit überprüft. Erst wenn uns alle erforderlichen Unterlagen vorliegen, können wir Ihnen einen voraussichtlichen Entscheidungstermin mitteilen. Nach Einleitung des Begutachtungsverfahrens durch unabhängige Fachgutachter können keinerlei Unterlagen mehr nachgereicht oder ausgetauscht werden. Sollten Publikationen, die zum Zeitpunkt der Bewerbung nur eingereicht waren, zwischenzeitlich zur Veröffentlichung angenommen worden sein, sollten Sie uns umgehend eine Kopie der Annahmeerklärung per E-Mail zuschicken. Diese kann bis zum Termin der Auswahlsitzung berücksichtigt werden. Die bei der Humboldt-Stiftung eingereichte Publikationsliste kann im Laufe des Verfahrens nicht mehr ergänzt werden.

Nach Prüfung aller Unterlagen wird Ihnen das voraussichtliche Auswahldatum mitgeteilt. Sollte die fachliche Begutachtung Ihrer Bewerbung länger als erwartet dauern, werden Sie auch über eine gegebenenfalls notwendige Verschiebung des Entscheidungstermins unterrichtet.

Die Begutachtung Ihres Antrags erfolgt durch unabhängige Fachgutachter*innen.

Die abschließende Entscheidung über alle Bewerbungen wird im Auswahlausschuss getroffen. Der Auswahlausschuss setzt sich aus Wissenschaftlern aller Fachrichtungen zusammen und entscheidet mit Stimmenmehrheit über alle Anträge. Die Geschäftsstelle der Humboldt-Stiftung hat keine Stimme im Auswahlausschuss.

Falls Ihnen kein Stipendium verliehen wird, können Sie formlos per E-Mail beantragen, dass Ihnen und Ihrem Gastgeber die Gründe, die zur Ablehnung Ihrer Bewerbung geführt haben, mitgeteilt werden. Diese Mitteilung erhalten Sie normalerweise etwa vier bis sechs Wochen nach der Auswahlentscheidung. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir vor dieser Nachricht keinerlei Einzelauskünfte geben, um die Erstellung der Mitteilungsschreiben nicht unnötig zu verzögern.

Wir werden Sie und Ihren wissenschaftlichen Gastgeber in den Tagen nach der Auswahlsitzung per E-Mail über die Entscheidung des Auswahlausschusses informieren. Bei größeren Sitzungen kann die Benachrichtigung aller Bewerber und Gastgeber einige Tage länger beanspruchen.

In den zurückliegenden Jahren waren etwa 25% bis 30% der Bewerbungen erfolgreich.

Die individuelle wissenschaftliche Qualifikation der Bewerber steht im Mittelpunkt der Bewertung. Detaillierte Hinweise zu den Auswahlkriterien der einzelnen Programme finden Sie in den entsprechenden Programminformationen.

Eine erneute Bewerbung ist möglich. Die Bewerbung sollte sich allerdings in wesentlichen Teilen von der abgelehnten Erstbewerbung unterscheiden. Im Allgemeinen ist eine erneute Bewerbung erst nach einer wissenschaftlichen Weiterentwicklung sinnvoll, wenn z.B. neue wissenschaftliche Veröffentlichungen in nach internationalem Standard referierten Zeitschriften und Verlagen erschienen sind. Nach unserer Erfahrung sollte daher mit einer erneuten Bewerbung etwa zwei Jahre gewartet werden. Sofern sich Ihre erneute Bewerbung nicht oder nur unwesentlich von der abgelehnten Erstbewerbung unterscheidet, kann dies ein Grund für eine formale Ablehnung Ihrer erneuten Bewerbung sein.

Bei einstimmig abgelehnten Anträgen wird eine erneute Bewerbung erst nach 18 Monaten akzeptiert.

Unzureichende Publikationsleistung:
Insbesondere Bewerber, die sich mit dem Abschluss ihrer Dissertation bewerben, sollten darauf achten, dass die wichtigsten Ergebnisse der Dissertation (Schlüsselpublikationen) bereits publiziert, bzw. zur Publikation angenommen sind. Im Zweifelsfall ist es vorteilhaft mit der Einreichung der Bewerbung einige Monate zu warten, bis eine Annahme der Schlüsselpublikationen nachgewiesen werden kann.

Fehlende wissenschaftliche Weiterentwicklung:
Das gewählte Forschungsvorhaben sollte nicht eine unmittelbare Fortsetzung der Dissertation bzw. der bisherigen wissenschaftlichen Arbeiten darstellen. Auch eine Rückkehr in dasselbe wissenschaftliche Umfeld z.B. Rückkehr zu den Betreuenden der Dissertation, Mentor eines längeren Postdoktorates (≥ 12 Monate) oder Rückkehr an ein Gastinstitut an dem bereits ein längerer Forschungsaufenthalt stattgefunden hat, führt in der Regel zur Ablehnung des Antrags aufgrund fehlender eigenständiger wissenschaftlicher Weiterentwicklung.

Fehlende Originalität:
Sowohl bei der qualitativen Bewertung der Schlüsselpublikationen als auch des Forschungsvorhabens liegt das Hauptaugenmerk der Fachgutachter auf der Originalität der Arbeiten und der damit verbundenen Impulse für die Weiterentwicklung des Fachgebietes. Soweit dies nicht zweifelsfrei ersichtlich ist, es sich eher um Routinearbeiten handelt oder die Ziele der geplanten Forschungsarbeiten und die Bedeutung für die Weiterentwicklung des Fachgebietes nicht klar dargelegt werden, werden die Anträge in der Regel abgelehnt.

Fehlendes eigenständiges wissenschaftliches Profil, wissenschaftliche Etablierung:
Im Programmsegment der erfahrenen Wissenschaftler kommt dem eigenständigen wissenschaftlichen Profil eine sehr hohe Bedeutung bei der Bewertung der Anträge durch die Fachgutachter und Ausschussmitglieder zu. Daher kommt es häufig zu Ablehnungen, wenn

  • keine oder nur eine unzureichende Anzahl von Publikationen in alleiniger Autorschaft oder als korrespondierender Autor vorliegen;
  • die Bewerber thematisch zu eng fokussiert sind;
  • keine klare wissenschaftliche Weiterentwicklung erkennbar ist;
  • das Forschungsvorhaben sich nicht eindeutig an den Forschungsinteressen des Bewerbers orientiert;
  • nach mehreren Postdoktoraten ein weiteres „klassisches“ Postdoktorat beantragt wird, ohne dass zwischendurch eine eigenständige wissenschaftliche Etablierung stattgefunden hat.

Für erfahrene Wissenschaftler, deren Promotion bereits mehr als 8 Jahre zurückliegt, kommt es häufig zu Ablehnungen, wenn noch keine Position als eigenständig tätiger Wissenschaftler (Assistant Professor, Lecturer, Nachwuchsgruppenleiter etc.) erreicht wurde bzw. die Perspektive zur Berufung auf eine Professur nach Abschluss des beantragen Aufenthaltes nicht aus den eingereichten Unterlagen, insbesondere dem Publikationsprofil, ersichtlich wird.

Dieses Programm wird finanziert von

Kooperationsprogramme

In diesem Forschungsstipendienprogramm kooperiert die Alexander von Humboldt‐Stiftung mit unterschiedlichen privaten Partnern. Gemeinsam möchten wir hochqualifizierte Wissenschaftler*innen für einen Forschungsaufenthalt in Deutschland gewinnen. Der Antragsweg, die Auswahl und die Förderung in den Programmen mit Beteiligung von privaten Kooperationspartnern folgen den etablierten Verfahren und Richtlinien des Humboldt‐Forschungsstipendienprogramms. In vielen Fällen sind die privat kofinanzierten Stipendien mit zusätzlichen Angeboten verbunden, wie z. B. Besuchen bei den Kooperationspartnern, Einladungen zu Veranstaltungen oder Kontaktvermittlungen.

Wenn Sie Interesse an einem solchen Stipendium haben, unterschreiben Sie bitte die entsprechende Einverständniserklärung im Antragsformular. Im Rahmen der Stipendienverleihung erfahren Sie, ob die Humboldt‐Stiftung Sie in einem der Kooperationsprogramme berücksichtigen konnte.

Kooperationspartner:

  • BASF
  • Bayer Science & Education Foundation
  • Carl Friedrich von Siemens Stiftung
  • Stiftung Charité (keine weiteren Neuverleihungen)
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