Alexander von Humboldt-Professur für Künstliche Intelligenz 2021

Angela Schoellig

Ob autonome Drohnen, selbstfahrende Autos oder Roboter, die zur Pflege Kranker oder zur Unterstützung älterer Menschen eingesetzt werden: Immer wieder müssen die Maschinen auf neue und unerwartete Situationen reagieren. Nicht jede dieser Situationen lässt sich vorhersehen und entsprechend als vorgeschriebene Reaktion programmieren. Maschinelles Lernen und Roboter, die aus ihren Erfahrungen klug werden, sind die Lösung.

  • Nominierende Universität: Technische Universität München
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Robotik und Künstliche Intelligenz

Wie können Grenzen maschinellen Lernens überwunden werden? Und welche Grenzen müssen andererseits den autonomen Entscheidungen von Robotern gesetzt werden, damit diese keine Gefahr darstellen? Angela Schoellig arbeitet an den Antworten. Sie forscht an der Universität Toronto auf den Gebieten Robotik, Steuer- und Regelungstechnik und maschinelles Lernen. Dabei arbeitet sie sowohl theoretisch als auch an praktischen Anwendungen, etwa mit selbstfahrenden Autos, mit denen sie mehrmals Wettbewerbe gewann. An der Technischen Universität München wird sie die Entwicklung zukünftiger sicherer und gleichzeitig leistungsfähiger Serviceroboter voranbringen. Industriekooperationen mit Luftfahrt-, Transport- und Energieunternehmen sollen umfangreiche und praxisnahe Experimente unterstützen.

Angela Schoellig wurde für die Humboldt-Professur ausgewählt und ist derzeit in Berufungsverhandlungen mit der deutschen Universität, die sie für den Preis nominiert hat. Werden diese erfolgreich abgeschlossen, wird der Preis 2021 verliehen.

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Angela Schoellig an der University of Toronto

Zur Person

Nach ihrer Ausbildung an der Universität Stuttgart (Technische Kybernetik) sowie am Georgia Institute of Technology, Atlanta, USA, wurde die gebürtige Deutsche 2013 in an der ETH Zürich promoviert. Im Anschluss ging sie an die University of Toronto, Kanada, wo sie eine Assistant Professur in Robotik (Canada Research Chair 2019) antrat. Seit Sommer 2020 hat sie dort eine Associate Professur inne und ist gleichzeitig am Vector Institute for Artificial Intelligence in Toronto tätig. Sie erhielt bereits zahlreiche Auszeichnungen und Förderungen, zuletzt etwa den Canada CIFAR AI Chair awarded by the Canadian Institute for Advanced Research.