Alexander von Humboldt-Professur 2021

Christian Frezza

Krebszellen wachsen deutlich schneller als gewöhnliche Zellen im Körper. Ihr Stoffwechsel funktioniert deshalb anders und verwertet Nährstoffe mit großer Geschwindigkeit. Der Stoffwechselforscher Christian Frezza sucht nach Wegen, wie die Nährstoffverarbeitung in den Krebszellen so gestört oder sogar verhindert werden kann, dass diese nicht mehr wachsen und schließlich sterben.

  • Nominierende Universität: Universität zu Köln
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Stoffwechselphysiologie

Christian Frezza arbeitet an der Schnittstelle von Mitochondrienbiologie, Krebs- und Metabolismusforschung und soll an der Universität zu Köln eine Professur für „Metabolomics and Aging“ an der Fakultät für Medizin erhalten. Frezza kommt von der University of Cambridge, wo er aktuell als Programmleiter  im Bereich Cancer Metabolism arbeitet. In Köln soll er Direktor des neuen Institute for Metabolomics, Aging, and Cancer werden und eng mit der Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften zusammenarbeiten. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist typisch für Frezzas Arbeit, etwa bei der Auswertung von Tumorgewebe in einer von ihm entwickelten Datenbank und der Entwicklung mathematischer Modelle zum Stoffwechsel von Krebszellen. Seine Forschung könnte auch Erkenntnisse zur Behandlung anderer alters-assoziierter Erkrankungen wie Diabetes und Neurodegeneration erbringen.

Christian Frezza wurde für die Humboldt-Professur ausgewählt und ist derzeit in Berufungsverhandlungen mit der deutschen Universität, die ihn für den Preis nominiert hat. Werden diese erfolgreich abgeschlossen, wird der Preis 2021 verliehen.

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Christian Frezza an der University of Cambridge

Zur Person

Dr. Christian Frezza begann seine akademische Laufbahn in seinem Heimatland Italien. Nach seiner Postdoc-Zeit am Beatson Institute for Cancer Research in Glasgow, Schottland, ging er an die University of Cambridge, England, wo er seit 2017 eine Position als Programme Leader innehat. Für seine Forschung wurde er mit verschiedenen Preisen und Grants ausgezeichnet, etwa dem Consolidator Grant des European Research Council (2019) und dem Cancer Research UK Programme Foundation Award (2019).