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Quantenphysik
Der Physiker Yong P. Chen erforscht und entwickelt Materialien, die nur wenige Atomlagen dick sind und in denen Quanteneffekte das Verhalten der Elektronen bestimmen. Er untersucht, wie sich solche ungewöhnlichen Materialeigenschaften gezielt nutzen lassen, um neue Technologien für die Quantenphysik zu entwickeln.
Im Mittelpunkt von Yong P. Chens Arbeit stehen sogenannte Quantenmaterialien. Dazu zählen unter anderem Graphen sowie topologische Materialien, deren elektronische Eigenschaften sich grundlegend von denen gewöhnlicher Festkörper unterscheiden. Chen untersucht, wie sich Elektronen in diesen nanoskaligen Strukturen bewegen und miteinander wechselwirken. Besonders interessiert ihn, wie verschiedene Quantensysteme kombiniert werden können, sodass völlig neue physikalische Zustände entstehen. Diese Forschung verbindet Grundlagenphysik mit möglichen Anwendungen etwa in der Quantenelektronik oder bei zukünftigen Quantencomputern. Mit seinen Arbeiten zu Graphen, topologischen Isolatoren und supraleitenden Quantensystemen hat Chen wichtige Beiträge zum Verständnis moderner Quantenmaterialien geleistet. Seine Forschung hilft dabei zu erklären, wie sich Elektronen unter extremen quantenphysikalischen Bedingungen verhalten, und kann langfristig die Grundlage für neue Technologien schaffen.
Als Humboldt-Professor für Nanotechnology Engineering soll Yong P. Chen mit seiner Arbeit an 2D-Materialien Forschungslücken am Center for Interdisciplinary Nanostructure Science and Technology (CINSaT) der Universität Kassel schließen. Außerdem ist er als Co-Direktor des im Aufbau befindlichen Nanostructure Technology Center vorgesehen, das sich als führendes Zentrum für Nanotechnologie etablieren soll.
Zur Person
Yong P. Chen wurde 2005 an der Princeton University, USA, promoviert. Danach ging er als Postdoc an die Rice University in Houston und war anschließend viele Jahre lang Professor an der Purdue University, Indiana. Er ist Professor für Physik an der Universität Aarhus in Dänemark sowie Principal Investigator am Advanced Institute for Materials Research (AIMR) der Tohoku Universität in Japan. Chen ist Mitglied der American Association for the Advancement of Science (AAAS), der American Physical Society (APS) sowie des internationalen Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE).
Yong P. Chen wurde für die Humboldt-Professur ausgewählt und ist derzeit in Berufungsverhandlungen mit der deutschen Universität, die ihn für den Preis nominiert hat. Werden diese erfolgreich abgeschlossen, wird der Preis 2027 verliehen.