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Wenige Tage nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt steht die Zukunft der Demokratie im Zentrum des Spätsommerempfangs der Humboldt-Stiftung: Die Sozialphilosophin Maeve Cooke hält die Kosmos-Vorlesung „Demokratie im Zeitalter der anthropogenen ökologischen Zerstörung: Brauchen wir neue Wege?“. Sie erläutert, vor welchen Herausforderungen demokratische Systeme im Jahr 2026 stehen, und beleuchtet Risiken und Potenziale, die sich aus den rasanten Veränderungen unserer Zeit ergeben. Ein besonderer Fokus wird auf den Auswirkungen von Wohlstandsverteilung, Digitalisierung und Klimawandel auf politische Teilhabe liegen.
Die Humboldt-Stiftung lädt jedes Jahr um Humboldts Geburtstag herum zu einem Vortrag über ein aktuelles Thema ein – in Anlehnung an Alexander von Humboldts Berliner Kosmos-Vorlesungen, die ihr Publikum vor knapp 200 Jahren über neueste wissenschaftliche Erkenntnisse informierten. Rund 250 internationale Gäste aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft sowie Humboldtianer*innen, die zurzeit in Deutschland forschen, treffen sich beim Spätsommerempfang der Alexander von Humboldt-Stiftung in der Villa Elisabeth in Berlin. Der Empfang bietet Raum für den Austausch persönlicher Erfahrungen und soll neue Wissenschaftskooperationen anstoßen.
Maeve Cooke ist Professorin für “German Social and Political Thought” am University College Dublin in Irland. Sie ist eine der international profiliertesten Stimmen der Sozialphilosophie und der politischen Philosophie. Sie beschäftigt sich vor allem mit kritischer Theorie, Demokratie, Freiheit und der Frage, wie eine gerechte und gute Gesellschaft möglich ist. Dabei untersucht sie insbesondere, wie politische Teilhabe und gesellschaftliche Kritik angesichts aktueller Herausforderungen neu gedacht werden können. 1993 erhielt sie ein Humboldt-Forschungsstipendium, 2025 wurde sie mit einem Humboldt-Forschungspreis ausgezeichnet und ist derzeit am Philosophischen Institut der Humboldt Universität in Berlin.
Im Anschluss an die Kosmos-Vorlesung findet eine Paneldiskussion mit Teilnehmenden des Humboldt Residency-Programms statt, das sich dieses Jahr mit innovativen Formaten politischer Teilhabe beschäftigt. Das Humboldt Residency-Programm ermöglicht Humboldtianer*innen und anderen Wissenschaftler*innen, zusammen mit Akteur*innen aus Kunst, Medien und Gesellschaft an einem jährlich wechselnden Thema zu arbeiten. Es wird vom Auswärtigen Amt gefördert. Eine sechswöchige Residenzphase in Brandenburg und Berlin fördert den intensiven interdisziplinären Austausch und den Dialog mit der Öffentlichkeit.
Journalist*innen sind herzlich eingeladen.
Bitte melden Sie Ihre Teilnahme bis zum 7.9.2026 per Mail bei presse@avh.de an, inklusive einer Kopie Ihres gültigen Presseausweises.
Zeit: Mittwoch, 9.9.2026, 18:00 Uhr (Einlass ab 17:30 Uhr)
Ort: Villa Elisabeth, Invalidenstraße 3, 10115 Berlin
Programm
- Begrüßung Robert Schlögl, Präsident der Humboldt-Stiftung
- Kosmos-Vorlesung „Demokratie im Zeitalter der anthropogenen ökologischen Zerstörung: Brauchen wir neue Wege?“
Maeve Cooke, University College Dublin - Diskussion mit Teilnehmenden des Residency-Programms 2026 „Democracy 2.26: Designing Political Participation“ Moderation: Matthias Fritsch
- Empfang ab 19:30 Uhr
Pressekontakt vor Ort: Teresa Havlicek, +49 160 6039532
Jährlich ermöglicht die Alexander von Humboldt-Stiftung über 2.000 Forscher*innen aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. In weltweit über 140 Ländern pflegt die Stiftung ein fächerübergreifendes Netzwerk von mehr als 30.000 Humboldtianer*innen – unter ihnen 63 mit Nobelpreis.