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JSPS-Forschungsstipendium für Postdoktoranden nach Japan

Bewerben Sie sich, wenn Sie als hoch qualifizierter Nachwuchswissenschaftler aus Deutschland Ihre Promotion am 1. April des Finanzjahres (1. April bis 31. März) vor nicht mehr als sechs Jahren abgeschlossen haben. Mit dem Forschungsstipendium der Japan Society for the Promotion of Science (JSPS) haben Sie die Möglichkeit, ein selbst gewähltes Forschungsvorhaben in Kooperation mit einem selbst gewählten wissenschaftlichen Gastgeber an einer universitären oder ausgewählten nationalen Forschungseinrichtung in Japan durchzuführen.

Zwei verschiedene Förderlinien für einen Aufenthalt in Japan werden von der JSPS unterschieden:

Mit dem JSPS Postdoctoral Fellowship (short-term) werden Forschungsaufenthalte von Doktoranden und Postdoktoranden aller Fachgebiete in Japan mit einer Dauer von 1–12 Monaten gefördert. Die Humboldt-Stiftung übernimmt für die JSPS die Vorauswahl der promovierten Bewerber ab einer Förderdauer von sechs Monaten. Die Vorauswahl für kürzere Förderzeiten sowie von nicht promovierten Bewerbern erfolgt durch den DAAD. Es werden jährlich bis zu 20 JSPS Postdoctoral Fellowships (short-term) vergeben.

Forschungsaufenthalte von 12–24 Monaten werden mit dem JSPS Postdoctoral Fellowship (standard) gefördert. In dieser Förderlinie erfolgt die Vorauswahl ausschließlich durch die Alexander von Humboldt-Stiftung. Es werden jährlich bis zu 16 JSPS Postdoctoral Fellowships (standard) vergeben.

Online-Bewerbung

Weitere Informationen

  1. Promotion, deren Abschluss zum 1. April des Finanzjahres, in dem das Stipendium beginnt, nicht länger als 6 Jahre zurückliegt. Sollte die Promotion unmittelbar vor dem Abschluss stehen, ist eine Bewerbung bereits mit Vorlage des Dissertationsmanuskripts oder von Publikationen, die die Ergebnisse der Dissertation enthalten, möglich;
  2. Wissenschaftliche Veröffentlichungen in nach internationalem Standard referierten Zeitschriften und Verlagen;
  3. Forschungsplatzzusage sowie ausführliche gutachterliche Stellungnahme eines wissenschaftlichen Gastgebers an universitären bzw. ausgewählten nationalen Forschungseinrichtungen in Japan;
  4. Referenzgutachten des Betreuers der Doktorarbeit und weiterer Wissenschaftler, die zur Qualifikation des Bewerbers Auskunft geben können, nach Möglichkeit auch außerhalb des eigenen Instituts;
  5. Sprachkenntnisse: gute englische Sprachkenntnisse sind notwendig, Japanischkenntnisse sind nicht grundsätzlich erforderlich.  Geistes-, Sozialwissenschaftler und Mediziner müssen jedoch über gute Japanischkenntnisse verfügen, soweit sie für die erfolgreiche Durchführung des Forschungsvorhabens erforderlich sind;
  6. Die Humboldt-Stiftung setzt voraus, dass bei Bewerbung und Förderung die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis eingehalten werden.

Weitere Informationen

Bewerbungen können jederzeit online an die Humboldt-Stiftung gesendet werden.

Der Eingang der Online-Bewerbung wird von der Humboldt-Stiftung per E-Mail bestätigt. Für die Vollständigkeit der Unterlagen ist der Bewerber verantwortlich. Nach Vorlage aller Unterlagen und Eingang der Stellungnahme des Gastgebers sowie der Referenzgutachten wird den Bewerbern das voraussichtliche Auswahldatum mitgeteilt. Falls sich die Zusendung der vertraulichen Gastgeberstellungnahme und der Referenzgutachten verzögert, muss mit einer längeren Bearbeitungszeit gerechnet werden.

Anschließend beurteilen unabhängige Fachgutachter die Anträge.

Auswahlsitzungen finden dreimal im Jahr statt, jeweils im Februar, Juni und Oktober. Die Begutachtung nimmt vier bis sieben Monate in Anspruch. Anträge sollten daher rechtzeitig vor der angestrebten Auswahlsitzung eingereicht werden.

Die Benachrichtigung über die Auswahlentscheidung der Humboldt-Stiftung erfolgt unmittelbar nach der Auswahlsitzung. Die endgültige Entscheidung wird dann durch die Japan Society for the Promotion of Science getroffen.

Hinweis: Die Ausreise nach Japan kann nicht im Zeitraum vom 01. Dezember eines Jahres bis zum 31. März des Folgejahres erfolgen.

Weitere Informationen

JSPS-Forschungsstipendiaten erhalten während des Forschungsaufenthalts einen Ansprechpartner in der Alexander von Humboldt-Stiftung. Über die Leistungen des JSPS-Stipendiums hinaus bieten wir ihnen die Integration in das Humboldt-Netzwerk sowie die Förderung der Reintegration in Deutschland.

Weitere Informationen

Einmal Humboldtianer, immer Humboldtianer: Auch nach dem Forschungsaufenthalt halten wir mit Ihnen eine enge Verbindung. Mit unseren Alumni-Fördermaßnahmen unterstützen wir flexibel die individuellen Lebenswege und Entwicklungen aller Humboldtianer und ihre Kooperationen untereinander.

Weitere Informationen

Dieses Programm wird finanziert von:

Voraussetzungen für eine Bewerbung

Kann ich mich vor Abschluss meiner Promotion bewerben?

Sofern Sie die Promotion in den nächsten sechs Monaten abschließen werden, können Sie sich bewerben. Das Forschungsstipendium kann bei einer erfolgreichen Bewerbung erst nach Abschluss der Promotion angetreten werden.

Wie wird der Zeitpunkt der Promotion bestimmt?

Es gilt das Datum des Abschlusses der letzten für das Promotionsverfahren geforderten wissenschaftlichen Leistung (z.B. Verteidigung der Dissertation, mündliche Abschlussprüfung). In der Regel wird dieses Datum neben dem Ausstellungsdatum auf der Promotionsurkunde genannt. Als Stichtag für die Berechnung des Zeitraums nach der Promotion wird das Eingangsdatum der Bewerbung bei der Humboldt-Stiftung gewertet. Falls Sie eine akademische Position gleich- oder höherwertig einem Associate Professor / Senior Lecturer / Reader bereits vor Abschluss des PhD / C.Sc. innehatten, so gilt der Beginn dieser Tätigkeit als Referenzdatum.

Welches Promotionsdatum gilt, wenn ich mehrfach promoviert habe?

Im Falle einer Mehrfachpromotion gilt der erste Abschluss (Ph.D./C.Sc.).

Inwieweit werden Kindererziehungszeiten bei der Bewertung der wissenschaftlichen Leistung berücksichtigt?

Bitte geben Sie im Antragsformular alle Zeiten an, in denen Sie Ihre wissenschaftliche Tätigkeit aus Gründen der Kindererziehung ganz oder teilweise unterbrochen haben, damit diese Zeiten bei der Beurteilung Ihrer wissenschaftlichen Leistungen relativ zum Karrierestand berücksichtigt werden können. Die vom Programm festgelegte Zeitperiode nach der Promotion kann sich pro Kind um maximal zwei Jahre verlängern, sofern Sie Ihre wissenschaftliche Tätigkeit nach Abschluss der Promotion für die entsprechenden von Ihnen angegebenen Zeiten unterbrochen haben und diese Zeiten auch geltend machen. Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an info(at)avh.de

Ich bin Mediziner (MD / Dr. med.). Gibt es spezielle Zulassungsvoraussetzungen?

Eine Bewerbung ist möglich, wenn eine Forschungspromotion oder ein vergleichbarer akademischer Grad vorliegt.
Bitte entnehmen Sie detaillierte Informationen hierzu aus unserem zusätzlichen Zulassungsfragebogen für Mediziner (MD / Dr. med.).

Vorbereitung/Planung

Wann und wie oft finden Auswahlsitzungen statt?

Es gibt drei Auswahlsitzungen pro Jahr, jeweils im Februar, Juni und Oktober.

Kann ich mich gleichzeitig um ein Stipendium bei einer anderen Institution bewerben?

Eine Parallelbewerbung bei einer anderen Institution ist grundsätzlich möglich. Dies müssen Sie jedoch im Bewerbungsformular angeben und uns auch während des Auswahlverfahrens umgehend über eventuelle Parallelbewerbungen und -entscheidungen informieren.

Wann kann ich das Stipendium frühestens antreten?

Positiv entschiedene JSPS-Bewerbungen müssen nach der Auswahlsitzung zunächst die endgültige Entscheidung von JSPS abwarten, die in der Regel innerhalb von drei Monaten vorliegt.
Stipendienbeginn bei JSPS-Stipendien: Wurde über den Antrag in der Auswahlsitzung im Februar oder Juni entschieden, muss das Stipendium in der Periode vom 1. April bis zum 30. November desselben Jahres in Japan angetreten werden. Wurde über den Antrag in der Auswahlsitzung im Oktober entschieden, darf das Stipendium erst zwischen dem 01. April und dem 30. November des Folgejahres in Japan angetreten werden.

Wie hoch ist mein Stipendium?

Angaben zur Stipendienhöhe entnehmen Sie bitte den aktuellen Programminformationen. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir im Vorfeld der Bewerbung keine konkreten Einzelfallberechnungen vornehmen können.

Wird das Stipendium rückwirkend gezahlt, wenn ich bei der Auswahlentscheidung bereits am Gastinstitut bin?

Nein, das Stipendium kann nicht rückwirkend gezahlt werden.

Gibt es Stichtage (Deadlines) für die Einreichung von Anträgen?

Es gibt keine Stichtage für die Einreichung von Bewerbungen. Alle Bewerbungen werden in einem kontinuierlichen Verfahren bearbeitet. Sobald uns Ihre Bewerbung vollständig vorliegt, wird sie an unabhängige Fachgutachter weitergeleitet und nach Vorlage der schriftlichen Fachgutachten in der nächstmöglichen Auswahlsitzung dem Auswahlgremium zur Entscheidung vorgelegt.
Auswahlsitzungen finden dreimal im Jahr statt, jeweils im Februar, Juni und Oktober. Anträge sollten mindestens vier bis sieben Monate vor der gewünschten Auswahlsitzung eingereicht werden. Falls sich die Zusendung der Gastgeberstellungnahme und der Referenzgutachten verzögert, muss mit einer längeren Bearbeitungszeit gerechnet werden.

Bewerbungsunterlagen

Sollen Gutachten direkt an die Humboldt-Stiftung oder mit der Bewerbung geschickt werden?

Referenzgutachten sollen von den Gutachtern per E-Mail oder auf dem Postweg direkt an die Auswahlabteilung der Humboldt-Stiftung geschickt werden. Bitte weisen Sie Ihre Referenzgutachter auf unseren Fragenkatalog für Referenzgutachten hin. Referenzgutachten sollten zum Zeitpunkt der Bewerbung nicht älter als 24 Monate sein.

Was geschieht, wenn Gutachten vor der Bewerbung eingereicht werden?

Gutachten, die nicht unmittelbar einer Bewerbung zugeordnet werden können, werden bis zu einem halben Jahr aufbewahrt.

Wer soll zu meinem Antrag ein Referenzgutachten abgeben und wie viele Gutachten sind erforderlich?

Referenzgutachter sollen eine Begutachtung Ihres wissenschaftlichen Werdegangs und Potenzials sowie Ihrer bisherigen wissenschaftlichen Leistungen vornehmen. Daher ist es wichtig, dass Referenzgutachter mit Ihrer bisherigen wissenschaftlichen Tätigkeit gut vertraut sind. Insgesamt müssen zwei Referenzgutachten vorliegen. Bitte beachten Sie: Die Stellungnahme des Gastgebers zählt nicht als Referenzgutachten!

Welche Publikationen soll ich meiner Bewerbung beilegen?

Ihrer Bewerbung müssen ein bis drei Schlüsselpublikationen beigefügt sein. Weitere Publikationen werden nicht angenommen (Ausnahme: Rezensionen anderer Autoren zu Ihren Schlüsselpublikationen). Falls Sie der Bewerbung Ihre Dissertation als Schlüsselpublikation beifügen möchten und diese noch nicht zum Druck eingereicht ist, laden Sie bitte das Originalmanuskript aus Ihrem Promotionsverfahren in Ihrer Bewerbung hoch.

Darf ich noch nicht eingereichte Publikationen in der Liste der Schlüsselpublikationen und in der vollständigen Publikationsliste aufführen?

Nein. Bitte listen Sie nur Publikationen auf, die bereits veröffentlicht, zur Veröffentlichung angenommen oder mindestens zur Veröffentlichung bei einem Verlag eingereicht sind. Zu eingereichten Publikationen muss eine Eingangsbestätigung des Verlages beigefügt werden; zu angenommenen Publikationen muss eine Annahmebestätigung des Verlages beigefügt werden. Alle anderen Arbeiten werden von uns in der Liste gestrichen.
Ausnahme: Ihre Dissertation darf als Schlüsselpublikationen aufgelistet werden, auch wenn Sie nicht bei einem Verlag eingereicht ist. Falls Sie Ihre Dissertation als Schlüsselpublikation benennen und diese nicht zum Druck eingereicht ist, laden Sie bitte das Originalmanuskript aus Ihrem Promotionsverfahren in Ihrer Bewerbung hoch.

Ich habe meine Promotion noch nicht abgeschlossen. Muss ich die Doktorurkunde nachreichen?

Ja. Sobald Sie Ihre Promotion abgeschlossen haben, brauchen wir zumindest eine offizielle Bestätigung der Hochschule. Ohne dieses Dokument kann das Stipendium nicht angetreten werden.

Ablauf des Auswahlverfahrens

Bestätigen Sie den Eingang meines Antrags und den Eingang von weiteren Unterlagen und Gutachten?

Sobald Ihr Antrag bei uns eingegangen ist, erhalten Sie eine Benachrichtigung per E-Mail. Der Eingang der Stellungnahme des wissenschaftlichen Gastgebers und der Referenzgutachten kann aufgrund der hohen Antragszahlen nicht separat bestätigt werden. Wir melden uns jedoch bei Ihnen, sofern aus unserer Sicht wichtige Unterlagen oder Informationen zu Ihrer Bewerbung fehlen.

Wie lange kann ich weitere Unterlagen einreichen bzw. die eingereichten Unterlagen aktualisieren?

Ihre Referenzgutachten sowie die Stellungnahme des wissenschaftlichen Gastgebers sollten möglichst zeitnah zur Bewerbung bei uns eingehen. Erst wenn uns alle erforderlichen Unterlagen vorliegen, können wir Ihnen einen voraussichtlichen Entscheidungstermin mitteilen. Nach Einleitung des Begutachtungsverfahrens durch unabhängige Fachgutachter können keinerlei Unterlagen mehr nachgereicht oder ausgetauscht werden. Sollten Publikationen, die zum Zeitpunkt der Bewerbung nur eingereicht waren, zwischenzeitlich zur Veröffentlichung angenommen worden sein, sollten Sie uns umgehend eine Kopie der Annahmeerklärung per E-Mail zuschicken. Diese kann bis zum Termin der Auswahlsitzung berücksichtigt werden. Die bei der Humboldt-Stiftung eingereichte Publikationsliste kann im Laufe des Verfahrens nicht mehr ergänzt werden.

Werde ich über den Entscheidungstermin meiner Bewerbung unterrichtet?

Nach Prüfung aller Unterlagen wird Ihnen das voraussichtliche Auswahldatum mitgeteilt. Sollte die fachliche Begutachtung Ihrer Bewerbung länger als erwartet dauern, werden Sie auch über eine gegebenenfalls notwendige Verschiebung des Entscheidungstermins unterrichtet.

Wer begutachtet meinen Antrag?

Die Begutachtung Ihres Antrags erfolgt durch unabhängige Fachgutachter.

Werde ich im Falle einer Ablehnung über die Gründe der Ablehnung informiert?

Falls Ihnen kein Stipendium verliehen wird, können Sie formlos per E-Mail beantragen, dass Ihnen und Ihrem Gastgeber die Gründe, die zur Ablehnung Ihrer Bewerbung geführt haben, mitgeteilt werden. Diese Mitteilung erhalten Sie normalerweise etwa vier bis sechs Wochen nach der Auswahlentscheidung. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir vor dieser Nachricht keinerlei Einzelauskünfte geben, um die Erstellung der Mitteilungsschreiben nicht unnötig zu verzögern.

Auswahl

Was sind die wichtigsten Auswahlkriterien?

Die individuelle wissenschaftliche Qualifikation der Bewerber steht im Mittelpunkt der Bewertung. Detaillierte Hinweise zu den Auswahlkriterien der einzelnen Programme finden Sie in den entsprechenden Programminformationen.

Kann ich mich nach einer Ablehnung erneut bewerben?

Eine erneute Bewerbung ist möglich. Die Bewerbung sollte sich allerdings in wesentlichen Teilen von der abgelehnten Erstbewerbung unterscheiden. Im Allgemeinen ist eine erneute Bewerbung erst nach einer wissenschaftlichen Weiterentwicklung sinnvoll, wenn z.B. neue wissenschaftliche Veröffentlichungen in nach internationalem Standard referierten Zeitschriften und Verlagen erschienen sind. Nach unserer Erfahrung sollte daher mit einer erneuten Bewerbung etwa zwei Jahre gewartet werden. Sofern sich Ihre erneute Bewerbung nicht oder nur unwesentlich von der abgelehnten Erstbewerbung unterscheidet, kann dies ein Grund für eine formale Ablehnung Ihrer erneuten Bewerbung sein.