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Zielgruppenfokussierung im HFST-Programm

Herausragende Wissenschaftler*innen im Ausland bleiben im Zentrum des Humboldt-Forschungsstipendienprogramms – jetzt mit angepassten Zulassungskriterien. Neu sind unter anderem strengere Regeln zu Voraufenthalten in Deutschland sowie eine Fokussierung auf Principal Investigators mit eigener Arbeitsgruppe in der Programmlinie für erfahrene Forschende.

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Eine junge Frau mit einem glücklichen Lächeln und verschränkten Armen steht selbstbewusst in einem Labor. Sie trägt einen weißen Kittel und hat lange, dunkelbraune Haare.

Das Interesse am Humboldt-Forschungsstipendium ist in den letzten Jahren stark gestiegen: seit 2023 gibt es 50 % mehr Anträge für das Programm. Dies macht eine präzisere Definition der Zielgruppe notwendig, wobei der Schwerpunkt weiterhin auf herausragenden Wissenschaftler*innen im Ausland liegt. 

Stipendien sollten nicht primär genutzt werden, um Deutschlandaufenthalte zu verlängern, die über andere Geldgebende initiiert wurden. Gleichzeitig möchten wir sinnvolle Vorabbesuche an den Gastinstituten zur Vorbereitung des Antrags oder eine Einreise während der Antragsstellung weiterhin ermöglichen. Voraufenthalte in Deutschland bleiben daher weiterhin möglich, werden aber auf nur noch 90 Tage innerhalb der letzten 18 Monate begrenzt.   

In der Programmlinie der erfahrenen Forschenden reagieren wir auf den klar unterdurchschnittlichen Auswahlerfolg der Bewerber*innen zu Beginn ihrer eigenständigen Karriere. Voraussetzung für eine Bewerbung in der Programmlinie für erfahrene Forschende ist daher in Zukunft bereits eine Position als Assistant Professor, Lecturer bzw. Leiter*in einer Arbeitsgruppe, in der sie als Principal Investigator tätig sind. Um das eigenständige wissenschaftliche Profil in der Begutachtung stärker in den Fokus zu nehmen, können von erfahrenen Forschenden nur noch Arbeiten in eigener Themenführerschaft (zum Beispiel alleinige oder korrespondierende Autor*innenschaft) als Schlüsselpublikationen benannt werden. Diese bilden die Grundlage für die Bewertung der Forschungsqualität im Peer-Review-Verfahren.  

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