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Alexander von Humboldt-Professur 2019

Alexandre Obertelli

Als Humboldt-Professor an der Technischen Universität Darmstadt soll Alexandre Obertelli den Bereich der Physik der Seltenen Isotope zu einem weltweiten Spitzenforschungsstandort ausbauen. Zudem soll Obertelli an der Entwicklung der FAIR-Teilchenbeschleunigeranlage des GSI-Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung in Darmstadt mitarbeiten, die derzeit in Bau ist und 2025 in den Vollbetrieb gehen soll.

  • Nominierende Universität: Technische Universität Darmstadt

Experimentelle Kernphysik

Wie sind die chemischen Elemente, die Bausteine unserer Welt, einst entstanden? Welche Prozesse stecken dahinter? Im Zusammenhang mit diesen grundlegenden Fragen der Kern- und Atomphysik untersucht Alexandre Obertelli sogenannte exotische Kerne, Atomkerne mit im Verhältnis übergroßer Protonen- oder Neutronenanzahl. Sie sind in der Kernphysik bislang weitgehend unerforscht. Ein tieferes Verständnis ihrer Eigenschaften könnte unter anderem Aufschluss über die Elemententwicklung im Universum geben, da neutronenreiche Atomkerne eine zentrale Rolle bei der Entstehung von schweren Elementen haben. Obertelli leitete in diesem Zusammenhang experimentelle Untersuchungen zu Reaktionen und Strukturen von exotischen Kernen, die heute als Benchmark in der Kernphysik gelten. Daneben hat er etwa neue spektroskopische Messverfahren zur Charakterisierung extrem neutronenreicher Isotope entwickelt und implementiert.

Saturn-ähnliches Dekortationsbild
Alexandre Obertelli an der TU Darmstadt

Zur Person

Prof. Dr. Alexandre Obertelli in Frankreich geboren, war zuletzt am Institut de recherche sur les lois fondamentales de l’Univers (IRFU) des Commissariat à l’énergie atomique et aux énergies alternatives (CEA) in Saclay, Frankreich, tätig, seit 2006 als Senior Researcher. Zwischenzeitlich forschte er am National Superconducting Cyclotron Laboratory (NSCL) der Michigan State University, USA, und am Forschungsinstitut RIKEN in Japan. Für seine Arbeiten wurde er unter anderem mit einem ERC Starting Grant sowie einem ERC Consolidator Grant des Europäischen Forschungsrats ausgezeichnet. Er ist Mitglied in Programmbeiräten von verschiedenen Forschungseinrichtungen wie zum Beispiel dem CERN in der Schweiz.

Saturn-ähnliches Dekortationsbild

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