Internet Explorer wird nicht unterstützt

Bitte verwenden Sie einen alternativen Browser, um unsere Website vollständig nutzen zu können.

Alexander von Humboldt-Professur 2022

Kate Rigby

Die Literaturwissenschaftlerin Kate Rigby ist eine zentrale Figur im Forschungsgebiet der Environmental Humanities. Mit ihr als Direktorin des neuen Zentrums für „Multidisciplinary Environmental Studies in the Humanities“ möchte die Universität Köln sich als Standort für interdisziplinäre globale Umweltforschung etablieren.

  • Nominierende Universität: Universität zu Köln
Porträt von Kate Rigby
Saturn-ähnliches Dekortationsbild

Kontakt

Presse, Kommunikation und Marketing
Tel.: +49 228 833-144
Fax: +49 228 833-441
presse[at]avh.de

Environmental Humanities

Klimawandel, Umweltkatastrophen und ökologische Krisen sind vorrangig Themen der Naturwissenschaften. Seit wenigen Jahrzehnten befassen sich jedoch auch verschiedene Teildisziplinen der Geistes- und Sozialwissenschaften mit umweltbezogenen, humanistischen Fragestellungen – die Environmental Humanities. In einem transdisziplinären Rahmen diskutieren sie literarische, anthropologische, historische oder kulturelle Aspekte der Beziehung von Mensch und Umwelt.

Kate Rigby spielt eine zentrale Rolle bei der Institutionalisierung der Environmental Humanities. Ihr Forschungsgebiet erstreckt sich über Germanistik und vergleichende Literaturwissenschaft, europäische Philosophie, Literatur und Religion sowie Kultur und Ökologie. Sie betrachtet beispielsweise die historischen Parallelen zwischen der gesellschaftlichen Umbruchsituation unserer Zeit und der am Ende des 18. Jahrhunderts, die eine Neubewertung eines überkommenen Naturverständnisses ebenso herausgefordert hat wie die gegenwärtigen Veränderungen aufgrund des Klimawandels. Besonders interessiert sie die Literatur der Romantik, auf die sie auch aus feministischer und postkolonialistischer Perspektive blickt.

Das neu gegründete Zentrum für „Multidisciplinary Environmental Studies in the Humanities“ in Köln soll zum einen multidisziplinäre Verbindungen in den Geisteswissenschaften schaffen, indem es in die Institute für Anglistik und Ethnologie sowie dem Global South Studies Center und dem Center for Australian Studies eingebunden wird. Ziel ist außerdem die Zusammenarbeit mit den Sozial- und Naturwissenschaften sowie der klimabezogenen Forschung insgesamt. Langfristig will die Universität zu Köln sich als internationale Akteurin in der interdisziplinären globalen Umweltforschung etablieren.

Kate Rigby wurde für die Humboldt-Professur ausgewählt und ist derzeit in Berufungsverhandlungen mit der deutschen Universität, die sie für den Preis nominiert hat. Werden diese erfolgreich abgeschlossen, wird der Preis 2022 verliehen.

Kate Rigby an der Bath Spa University 

Zur Person

Professorin Dr. Kate Rigby, in Australien geboren, ist seit 2016 Professorin für Environmental Humanities an der Bath Spa University, Großbritannien, und Direktorin des dortigen Research Centre for Environmental Humanities. Sie studierte German Studies und Comparative Literature in Melbourne und Freiburg. 1991 wurde sie an der Monash University, Australien, promoviert, wo sie in den folgenden Jahren in den Disziplinen Religious Studies, German Studies, Comparative Literature und Cultural Studies tätig war. Im Jahr 2013 wurde sie erste Professorin Australiens für Environmental Studies. Sie ist Gründungsmitglied mehrerer Institutionen der Environmental Humanities und in den Herausgebergremien der einschlägigen Fachzeitschriften tätig.