Internet Explorer wird nicht unterstützt

Bitte verwenden Sie einen alternativen Browser, um unsere Website vollständig nutzen zu können.

Pressemitteilung

Nachhaltige Mobilität wird zur sozialen Herausforderung

Internationale Wissenschaftler*innen haben auf virtueller Konferenz der Humboldt-Stiftung Wege nachhaltiger Mobilität diskutiert.

  • vom
Aufzeichnung der Eröffnung der Konferenz
Panel 1: New Mobility and Climate Change
Panel 2: Social and Ethical Aspects of New Mobility
Panel 3: Virtual Mobility
Saturn-ähnliches Dekortationsbild

Kontakt

Presse, Kommunikation und Marketing
Tel.: +49 228 833-144
Fax: +49 228 833-441
presse[at]avh.de

Wie werden wir in Zukunft nachhaltiger reisen, Waren transportieren und uns in Städten und ländlichen Gebieten bewegen? Wie wirken sich neue Mobilitätstechnologien auf die Gesellschaft aus? Rund 150 Teilnehmende aus Wissenschaft, Gesellschaft und Politik diskutierten hierüber am 13. und 14 September auf der internationalen virtuellen Humboldt New Mobility Conference 2021 der Alexander von Humboldt-Stiftung.

Die Beiträge zeigten, die technischen Herausforderungen klimaverträglicherer Mobilität sind groß, etwa beim Transport von Waren über lange Distanzen oder der Entwicklung sicherer autonomer Fahrzeuge. Noch zu erforschen und zu beantworten bleiben aber auch viele rechtliche und ethische Fragen. Damit neue Technologien akzeptiert werden, müssten ihre Folgen gesellschaftlich intensiv diskutiert werden – auch mit Blick auf ihre soziale Verträglichkeit und die Unterschiede zwischen Stadt und Land,  dem Globalen Norden und dem Globalen Süden. Auch die sozialen Kosten und Umweltkosten Künstlicher Intelligenz wurden kritisch unter die Lupe genommen, etwa mit Blick auf die Gewinnung nötiger Rohstoffe für die Chipproduktion.

„Der Klimawandel ist sicherlich DIE soziale Herausforderung, vor der die Gesellschaften überall stehen", betonte der Präsident der Humboldt-Stiftung Hans-Christian Pape. „Wir müssen deshalb nicht nur darüber diskutieren, wie Neue Mobilität nachhaltig gestaltet werden kann, sondern auch, welche sozialen Folgen sie hat", so Pape.

Hans-Christian Pape (Präsident der Humboldt-Stiftung),  Anika Nicolaas Ponder (Moderatorin der Konferenz)
Stiftungspräsident Hans-Christian Pape und Moderatorin Anika Nicolaas Ponder bei der digitalen Humboldt New Mobility Conference.

Auch der CO2-Fußabdruck der Wissenschaft selbst stand im Fokus: Forschungsreisen und internationale Konferenzen gehören zum weltweiten Wissenschaftsaustausch. Können virtuelle Treffen, wie sie durch die Pandemie nötig wurden, die Wissenschaft nachhaltiger machen?

Die Wissenschaftsmobilität der Zukunft muss hybrid sein und die Vorteile persönlicher Begegnungen mit denen des virtuellen Austauschs verbinden, lautet das Fazit der Teilnehmenden. So könnten durch digitale Formate nicht nur zahlreiche Langstreckenflüge überflüssig werden. Auch könnten neue Digitalkonferenzen für mehr Dialog, mehr Diversität unter den Teilnehmenden und weniger Hierarchien bei den Treffen sorgen. Das Reisen und persönliche Begegnungen bleiben dennoch unverzichtbar, aus fachlichen Gründen, aber auch, um persönliche Beziehungen und Vertrauen aufzubauen. Wie dieses informelle Miteinander auch in virtuellen Treffen künftig besser entwickelt werden kann, gehört zu den Zukunftsaufgaben, denen sich die Wissenschaftsgemeinschaft ebenso stellen muss, wie die Forschungsförderorganisationen.

 „Als Forschungsförderer haben wir die Pflicht, zu einem geringeren CO2-Ausstoß nicht nur durch Forschung beizutragen. Wir müssen auch nachhaltiger arbeiten. Dazu gehört, weniger und sinnvoller zu reisen und die Chancen der virtuellen Kooperation auszunutzen. Die New Mobility Conference hat gezeigt, welch großes Potential hier liegt, aber auch, wie viel noch verbessert werden muss. Wir stehen erst am Anfang einer neuen Kultur des virtuellen Austauschs und kluger Formen hybrider Mobilität“, betonte Hans-Christian Pape bei der Konferenz.

 

(Pressemitteilung 21/2021)

Jährlich ermöglicht die Alexander von Humboldt-Stiftung über 2.000 Forscher*innen aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. In weltweit über 140 Ländern pflegt die Stiftung ein fächerübergreifendes Netzwerk von mehr als 30.000 Humboldtianer*innen – unter ihnen 57 mit Nobelpreis.

vorherige Pressemitteilung Deklaration zur Zukunft der Wissenschaftskommunikation
nächste Pressemitteilung Humboldtianer *innen aus Mittel- und Osteuropa treffen sich zu virtuellem Kolloquium