Internet Explorer wird nicht unterstützt

Bitte verwenden Sie einen alternativen Browser, um unsere Website vollständig nutzen zu können.

Pressemitteilung

Deklaration zur Zukunft der Wissenschaftskommunikation

Internationale Nachwuchsforschende fordern mehr Förderung und Diversität in der Wissenschaftskommunikation.

  • vom
Saturn-ähnliches Dekortationsbild

Kontakt

Presse, Kommunikation und Marketing
Tel.: +49 228 833-144
Fax: +49 228 833-441
presse[at]avh.de

50 junge Wissenschaftler*innen aus ganz Europa sind auf Einladung der Alexander von Humboldt-Stiftung und Wissenschaft im Dialog vom 2. bis 6. August 2021 in Berlin zusammengekommen, um von Kommunikationsexpert*innen zu lernen und gemeinsam Empfehlungen für die Zukunft guter Wissenschaftskommunikation zu entwickeln. Dabei haben sie ein Impulspapier mit Umsetzungsvorschlägen verfasst, das Anstoß für weitere Debatten innerhalb der Wissenschaft liefern soll.

In sieben interdisziplinären Arbeitsgruppen haben die Forschenden Überlegungen zur Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Wissenschaftskommunikation angestellt. Sie fordern unter anderem adäquate Förderung, bessere Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten und mehr Diversität und Interdisziplinarität im Bereich Wissenschaftskommunikation. Und dabei werden sie deutlich: Ein intensiverer und effektiverer Dialog mit der Öffentlichkeit darf nicht zulasten der Forschenden gehen. Stattdessen brauche es bessere Unterstützungsangebote.

Es gelte Ausbildungsangebote nach Standards zu sichern und besser sichtbar und zugänglich zu machen. Auch zu Wegen der Finanzierung und zur Integration in die Forschungsplanung trifft das Papier Aussagen. Die Teilnehmenden befassten sich zudem mit der Frage, was eigentlich gute Wissenschaftskommunikation ist. Daraus resultiert die Forderung, die Wirksamkeit von Wissenschaftskommunikation stärker zu erforschen und Aktivitäten evidenzbasiert weiterzuentwickeln.

Zudem plädieren die Forschenden für mehr strukturelle Anreize und Kreativität in der Wahl der Methoden und Formate. Grundvoraussetzung für all diese Forderungen sei ein Kulturwandel der akademischen Welt hin zu einer inklusiven und experimentierfreudigen Wertegemeinschaft.

Übergabe der Erklärung an Dr. Clemens Escher
Der erste Entwurf der Erklärung wurde am 6. August 2021 an Dr. Clemens Escher vom Bundesministerium für Bildung und Forschung übergeben.

Die International Summer School ist ein vom BMBF gefördertes und von der Alexander von Humboldt-Stiftung und Wissenschaft im Dialog durchgeführtes Projekt. Mehr Information 

(Pressemitteilung 19/2021)

Jährlich ermöglicht die Alexander von Humboldt-Stiftung über 2.000 Forscher*innen aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. In weltweit über 140 Ländern pflegt die Stiftung ein fächerübergreifendes Netzwerk von mehr als 30.000 Humboldtianer*innen – unter ihnen 56 mit Nobelpreis.

Wissenschaft im Dialog (WiD) ist die Organisation der Wissenschaft für Wissenschaftskommunikation in Deutschland. Die gemeinnützige GmbH unterstützt Wissenschaft und Forschung mit Expertise zu wirkungsvoller Kommunikation mit der Gesellschaft, entwickelt neue Vermittlungsformate und bestärkt Wissenschaftler*innen im Austausch mit der Öffentlichkeit auch über kontroverse Themen der Forschung. Unter Bürger*innen schärft WiD das Bewusstsein für die gesellschaftliche Bedeutung der Wissenschaft und fördert das Verständnis von Prozessen und Erkenntnissen der Forschung. Dafür organisiert WiD deutschlandweit Diskussionen, Schulprojekte, Ausstellungen, Wettbewerbe und betreibt Online-Portale rund um Wissenschaft und Wissenschaftskommunikation. Wissenschaft im Dialog wurde im Jahr 2000 auf Initiative des Stifterverbands von den großen deutschen Wissenschaftsorganisationen gegründet. Als Partner kamen wissenschaftsnahe Stiftungen hinzu. Vom Bundesministerium für Bildung und Forschung wird WiD durch Projektförderung unterstützt. www.wissenschaft-im-dialog.de

 

vorherige Pressemitteilung Internationale Humboldt New Mobility Conference
nächste Pressemitteilung Nachhaltige Mobilität wird zur sozialen Herausforderung