Evaluation der Philipp Schwartz-Initiative

Die Philipp Schwartz-Initiative (PSI) versetzt Hochschulen und andere Forschungseinrichtungen in Deutschland in die Lage, gefährdete ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als Philipp Schwartz-Stipendiat*innen für zunächst zwei Jahre bei sich aufzunehmen, damit diese ihre wissenschaftliche Arbeit fortsetzen können.

Die Evaluationsagentur Technopolis aus Wien hat im Jahr 2019 im Auftrag der Alexander von Humboldt-Stiftung PSI evaluiert. Der Endbericht stellt fest, dass bisher die PSI-Programmziele in hohem Maße erreicht worden sind. Analog zu den vier Programmzielen hält die Evaluationsagentur Technopolis folgende Ergebnisse ihrer Untersuchung fest:

  1. Die Einrichtungen bauen rechtliche, administrative, soziale und/oder wissenschaftsbezogene Strukturen zur Erleichterung der Aufnahme von gefährdeten Forschenden an deutschen Einrichtungen auf.
  2. Die vorübergehende Aufnahme und Integration von gefährdeten Forschenden in deutsche Einrichtungen sei gelungen. Die Stipendiat*innen würden ihre Forschungstätigkeit wiederaufnehmen. Und der Blick aller Projektbeteiligten richte sich auf Zeit nach dem Stipendium.
  3. PSI und die damit verbundenen Aktivitäten der Humboldt-Stiftung haben vielen zentralen Akteuren im deutschen Wissenschaftssystem die Situation gefährdeter Forschender verdeutlicht.
  4. Die Humboldt-Stiftung konnte sich als ein zentraler Akteur im Themenfeld gefährdete Forschende in Deutschland etablieren.

Bei der Durchführung der Evaluation kamen qualitative und quantitative Methoden zum Einsatz. Die Evaluationsergebnisse basieren auf Onlinebefragungen aller Projektleitungen, Mentor*innen und Stipendiat*innen der ersten vier Auswahlrunden (Mai 2016 bis August 2018). Die Untersuchung ist durch zahlreiche Interviews sowohl mit Personen der drei an PSI beteiligten Gruppen (STP, Projektleitungen, Mentor*innen) als auch mit nationalen und internationalen Stakeholder*innen im Programmumfeld sowie mit Programmverantwortlichen in der Humboldt-Stiftung erweitert worden. Vor Ort sind zusätzlich einige Fallvignetten erstellt worden. Ein systematischer Vergleich von Förderinitiativen für gefährdete Forschende verortet PSI in der nationalen und internationalen Förderlandschaft.

Ausführliche Ergebnisse der Evaluation stehen zum Download bereit: