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Fettleibigkeit und Hunger weltweit

Hängen Fettleibigkeit und Hunger zusammen? Es gibt kein eindeutiges Muster, nach dem sich Hunger und Fettleibigkeit weltweit verteilen. Einige Besonderheiten im Überblick:

Saturn-ähnliches Dekortationsbild

Quellen: basierend auf FAO: State of Food Insecurity in the World 2015 (Daten zu Unterernährung), WHO: Global Health Observatory: Prevalence of obesity (Daten zu Fettleibigkeit)

Mit der hier verwendeten Darstellung wird keine Stellung zum Rechts- oder Verfassungsstatus von Ländern, Staats-, Hoheits- oder Seegebieten oder ihren Grenzen und Grenzlinien genommen.

  1. Cook Islands: Die Inselgruppe liegt mit mehr als 53% Fettleibigen weltweit vorne – dicht gefolgt von weiteren Inseln des Pazifiks wie Niue, Nauru oder Tonga.
     
  2. USA: Mit mehr als 34% haben die USA den höchsten Anteil an fettleibigen Menschen unter den Industriestaaten.
     
  3. Haiti: Nirgendwo leiden mehr Menschen Hunger, zugleich liegt der Anteil von Menschen mit einem Body-Mass-Index von über 30 bei immerhin fast 12%.
     
  4. Deutschland: Mit 21% liegt Deutschland bei der Verbreitung von Fettleibigkeit im Mittelfeld – während Unterernährung mit weniger als 5% quasi nicht vorkommt.
     
  5. Irak: Trotz Krieg, Terror und Zerstörung liegen der Anteil fettleibiger und der unterernährter Menschen nahezu gleichauf: gut 25% zu knapp 23%.
     
  6. Japan: Weltweit eine Ausnahme: Es gibt weniger als 5% hungernde Menschen, aber auch Fettleibigkeit ist mit etwas mehr als 3% so gut wie nicht existent.

Nachrichten aus der Stiftung 

 

aus Humboldt Kosmos 107/2017

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