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Nachgefragt

Frau Molefe, warum sollten wir auf Frauen hören, um den Klimawandel zu bekämpfen?

Extreme Trockenheit und Dürre; wenn es regnet, dann so heftig, dass es zu Überschwemmungen kommt – so äußert sich der Klimawandel in Botswana. Mit den Folgen sind dort im Alltag insbesondere Frauen konfrontiert, sagt die Umweltwissenschaftlerin und Humangeografin Chandapiwa Molefe.

  • vom 
  • Text: Esther Sambale
Chandapiwa Molefe mit Gras im Hintergrund
Saturn-ähnliches Dekortationsbild

CHANDAPIWA MOLEFE

Chandapiwa Molefe ist als Internationale Klimaschutzstipendiatin zu Gast bei der internationalen Organisation PlanAdapt in Berlin.

Internationales Klimaschutzstipendium

In Botswana sind es zumeist Frauen, die als Kleinbäuerinnen Pflanzenbau betreiben. Obwohl der Klimawandel unmittelbar ihre Existenzen bedroht, stehen Frauen und ihre Perspektiven bislang kaum im Fokus der Politik. Das will Molefe ändern. „Frauen sind das Rückgrat unseres Landes“, sagt sie und zitiert ein afrikanisches Sprichwort: „Mosadi ke thari ya Sechaba.“ Sie entwickelt Handlungsempfehlungen, die den politischen Entscheider*innen in Botswana künftig als Leitfaden dienen sollen, um Geschlechterperspektiven in die Klimaanpassungsstrategien des Landes einzubeziehen. So will sie auch sicherstellen, dass Frauen Zugang zu Technologien, Wissen und Mikrofinanzierung erhalten.

Molefe schlägt beispielsweise vor, dass Stellen in Regierungsministerien geschlechtersensibel zugeteilt werden und vor allem Frauen auf dem Land in die Formulierung einer künftigen Klimapolitik mit einbezogen werden. „Mit meiner Arbeit will ich die Frauen in Botswana stärken, denn sie sind entscheidend, wenn wir die Folgen des Klimawandels aufhalten wollen“, betont Molefe. Vorschläge für konkrete Maßnahmen wird sie nun erarbeiten, zunächst stehen jedoch die Analyse der Situation vor Ort sowie Interviews mit Stakeholder*innen in Botswana an.

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