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Das Humboldt-Kolloquium in Stockholm brachte 120 Forschende aus Schweden, Norwegen, Finnland, Dänemark, den baltischen Staaten und Polen zusammen – einer Region, die aktuellen geopolitischen Spannungen besonders ausgesetzt ist.
Stiftungspräsident Robert Schlögl betonte in seiner Begrüßungsrede die Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, insbesondere in Krisenzeiten wie diesen: „Wir sollten nicht dem Impuls nachgeben, die akademische Zusammenarbeit einzuschränken. Im Gegenteil: Gerade jetzt brauchen wir Orte, an denen sich Menschen grenzüberschreitend begegnen können. Wir müssen bereit sein, weiterhin miteinander zu sprechen.“
Schlögl fuhr fort: „Wissenschaft ist Teamwork. Große wissenschaftliche Errungenschaften sind das Ergebnis von Austausch, unterschiedlichen Perspektiven, internationaler Zusammenarbeit und nicht zuletzt von Vertrauen.“
Zusammenarbeit bedeutet Verantwortung
In Plenarvorträgen, Workshops und Diskussionen besprachen die Teilnehmenden, wie Wissenschaftsdiplomatie den internationalen Austausch fördern kann und welchen Beitrag Geförderte und Alumni der Humboldt-Stiftung aus Nordeuropa leisten können.
Die Bedeutung von Wissenschaftsfreiheit und ihres Schutzes wurde immer wieder hervorgehoben. Internationale Zusammenarbeit bedeute auch, Verantwortung füreinander zu übernehmen – nicht zuletzt für gefährdete Forschende. Die beste Form der Unterstützung sei die Zusammenarbeit, wie sie das Humboldt-Netzwerk ermögliche.
Die Teilnehmenden waren sich einig: Bei wissenschaftlicher Kooperation dreht sich alles um Menschen – persönliche Kontakte und gegenseitiges Vertrauen stünden nach wie vor im Mittelpunkt. Zudem seien Leidenschaft, Engagement und Freude am gemeinsamen Austausch sowie eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe die Basis für erfolgreiche Partnerschaften.
Neue Humboldt-Gesellschaften in Nordeuropa
Ein wichtiges Zeichen für die engere Zusammenarbeit mit Nordeuropa wurde bereits gesetzt. Zum 75-jährigen Jubiläum der deutsch-schwedischen diplomatischen Beziehungen wurde die schwedische Alumnivereinigung erfolgreich wiederbelebt – weitere Gründungen solcher Vereinigungen in Norwegen und Estland sind geplant. Zudem bauten die "Humboldt-Clubs" ihre grenzüberschreitende Zusammenarbeit aus und initiierten gemeinsame Aktivitäten.
„Ein Netzwerk gedeiht nur, wenn seine Mitglieder es aktiv mitgestalten“, schloss Schlögl seine Rede. „Lassen Sie uns das Humboldt-Netzwerk in ganz Nordeuropa weiter stärken und ausbauen.“