Pressemitteilung

Vom Bauernkrieg bis zum Arabischen Frühling: Forschende diskutieren soziale Bewegungen

Bonner Humboldt-Forschungspreis-Forum: „Globale Perspektiven auf Reformation(en) und Bauernkrieg(e). Soziale Bewegungen und religiöse Erneuerungen seit 500 Jahren“, 14.-16. Oktober

  • vom
  • Nr. 16/26
500 Jahre soziale Bewegungen: vom Bauernkrieg 1525 bis heute
Saturn-ähnliches Dekortationsbild

Kontakt

Presse, Kommunikation und Marketing
Tel.: +49 228 833-144
Fax: +49 228 833-441
presse[at]avh.de

Aufbruch trifft auf Widerstand, Reform auf Repression: Soziale Bewegungen folgen oft einem ähnlichen Muster. Vom Bauernkrieg vor 500 Jahren bis zum Arabischen Frühling und den Protesten in Iran stellt sich die Frage, wie Menschen Veränderung fordern und was geschieht, wenn sie bestehende Machtverhältnisse infrage stellen.

Das diesjährige Bonner Humboldt-Forschungspreis-Forum vom 14. bis 16. Oktober blickt auf 500 Jahre sozialer Bewegungen und religiöser Erneuerungen. 65 Forschende aus 22 Ländern fragen nach historischen Parallelen und gegenwärtiger Relevanz. Zu ihnen zählt die Humboldt-Forschungspreisträgerin und Historikerin Lyndal Roper (Universität Oxford), die mit ihrem Buch „Für die Freiheit. Der Bauernkrieg 1525“ eine hochgelobte Analyse des Deutschen Bauernkriegs vorlegte.
Die wissenschaftliche Leitung der Konferenz haben Thomas Kaufmann (Universität Göttingen), Barbara Potthast (Universität zu Köln) und Gerd Schwerhoff (TU Dresden).

Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, sich einen umfassenden Überblick über die Forschung zu gesellschaftlichen Umbrüchen weltweit zu verschaffen. Darüber hinaus soll die Konferenz auch dazu beitragen, das Profil der Wissenschaftsstadt Bonn zu schärfen. Jedes Jahr fördert das Bonner Humboldt-Forschungspreis-Forum eine stärkere Vernetzung von Humboldt-Forschungspreisträger*innen mit Nachwuchswissenschaftler*innen und deutschen Wissenschaftseinrichtungen.

Journalist*innen sind herzlich eingeladen, wir vermitteln gerne Interviews. Konferenzsprache: Deutsch und Englisch

Mittwoch, 14. Oktober 2026, Alexander von Humboldt-Stiftung, Siebold Saal, 17:00 Uhr
Eröffnung und Begrüßung

  • Markus Zanner, Generalsekretär der Alexander von Humboldt-Stiftung
  • Thomas Kaufmann, Georg-August-Universität Göttingen

Keynote Lecture: „Freedom and Revolution: The German Peasants’ War“, Lyndal Roper, Professorin für Geschichte, University of Oxford, Vereinigtes Königreich

Anschließend Podiumsdiskussion und Empfang

Donnerstag, 15. Oktober 2026, und Freitag, 16. Oktober 2026
Kranz Parkhotel Siegburg, ab 9:00 Uhr

Vorträge und Flash-Talks von Forschenden aus u.a. Argentinien, Brasilien, Deutschland, Peru, Senegal und den USA.
Das vollständige Programm finden Sie hier.

Jährlich ermöglicht die Alexander von Humboldt-Stiftung über 2.000 Forscher*innen aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. In weltweit über 140 Ländern pflegt die Stiftung ein fächerübergreifendes Netzwerk von mehr als 30.000 Humboldtianer*innen – unter ihnen 63 mit Nobelpreis.

vorherige Pressemitteilung Kosmos-Vorlesung der Humboldt-Stiftung: Potenzial und Grenzen politischer Teilhabe