Pressemitteilung

Bundesforschungsministerin Bär zeichnet Geförderte des 1.000-Köpfe-Plus-Programms aus

Feierliche Urkundenübergabe beim Symposium der Humboldt-Forschungspreisträger*innen in Bamberg

  • vom
  • Nr. 5/2026
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und Stiftungspräsident Robert Schlögl mit den 10 Preisträgern im 1.000-Köpfe-Plus-Programm
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Bundesforschungsministerin Dorothee Bär überreichte am Freitag, 20. März in Bamberg die Urkunden an zehn Humboldt-Forschungspreisträger*innen, die im Rahmen des 1.000-Köpfe-Plus-Programms gefördert werden. Die Preisträger*innen erhalten jeweils bis zu 80.000 Euro und sind eingeladen, mit Kolleg*innen an einer deutschen Forschungseinrichtung zusammenzuarbeiten. Insgesamt wurden im Rahmen des Symposiums 45 Wissenschaftler*innen mit einem Humboldt-Forschungspreis ausgezeichnet.

Robert Schlögl, Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung, sagte bei der Preisverleihung: „Wir erleben aktuell Angriffe auf die Wissenschaftsfreiheit sogar in Ländern, die bislang freiheitlich orientiert waren. Mit dem 1.000-Köpfe-Plus-Programm zeigt Deutschland, dass uns internationale wissenschaftliche Kooperationen und Wissenschaftsfreiheit enorm wichtig sind. Ich freue mich, dass wir heute zehn Preisträger*innen ehren, deren Auszeichnungen durch diese Initiative finanziert werden. In Zeiten der Ungewissheit und der Krisen müssen wir persönliche Verbindungen schaffen und stärken.“

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär gratulierte des Preisträger*innen: „Die heutige Auszeichnung ist Ausdruck unserer höchsten Anerkennung für hervorragende Leistungen in der Forschung. Mit ihren Aufenthalten bereichern die Forscherinnen und Forscher unsere Einrichtungen wissenschaftlich und menschlich. Viele ihrer Erkenntnisse werden zum Treiber neuer Innovationen werden, mit denen wir die Herausforderungen der Zeit gemeinsam meistern werden. Zehn herausragende Forschende konnten wir mit Mitteln unseres 1.000-Köpfe-Plus-Programms, der Global Minds Initiative Germany, zusätzlich fördern. Das ist ein tolles Ergebnis und ein klares Signal: Deutschland ist ein sicherer und attraktiver Hafen für freie und exzellente Wissenschaft.“ 

Diese zehn Humboldt-Preisträger*innen im 1.000-Köpfe-Plus-Programm wurden ausgezeichnet:

  • Patrizio Antici, Kanada (Fachgebiet: Plasmaphysik, Gastinstitution: Ludwig-Maximilians-Universität München)
  • Bassem Hassan, Frankreich (Entwicklungsneurobiologie, Freie Universität Berlin)
  • Jae-Seong Lee, Südkorea (Biochemie, Universität Rostock)
  • Chuanyou Li, China (Pflanzengenetik, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)
  • Pierangelo Metrangolo, Italien (Physikalische Chemie, Freie Universität Berlin)
  • Alexis Rouillard, Frankreich (Astrophysik, Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam)
  • Bernard Slippers, Südafrika (Genetik, Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig)
  • Francesco Stellacci, Schweiz (Nanotechnologie, Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung Potsdam)
  • Gene Tsudik, USA (Informatik, Technische Universität Darmstadt)
  • Sigal Zilcha-Mano, Israel (Psychologie, Universität Trier)

1.000-Köpfe-Plus-Programm Weitere Infos 

Humboldt-Stiftung fördert aktuell 158 Personen im 1.000-Köpfe-Plus-Programm
Seit Juli 2025 konnte die Humboldt-Stiftung mit Hilfe des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt ins Leben gerufenen 1.000-Köpfe-Plus-Programms 138 Forschungsstipendien und 20 Forschungspreise an internationale Wissenschaftler*innen vergeben. Weitere Stipendien und Preise werden fortlaufend vergeben. Das Programm soll internationalen Forschenden eine Perspektive im deutschen Wissenschaftssystem bieten.
40% der Geförderten forschen in den Lebenswissenschaften, 28% in den Naturwissenschaften, 21% in den Ingenieurwissenschaften und 11% in den Geistes- und Sozialwissenschaften.
Bei den Herkunftsländern stehen die USA an zweiter Stelle (14%) hinter China (17%), gefolgt von Indien (9%) und Spanien (7%).
Die meisten Geförderten haben sich Gastinstitutionen in Bayern, Berlin oder Nordrhein-Westfalen für ihre Deutschlandaufenthalte ausgesucht (jeweils 17%).

Das Symposium für Forschungspreisträger*innen
Das Symposium in Bamberg (19.-21. März) gab den Forschungspreisträger*innen und ihren wissenschaftlichen Gastgeber*innen Gelegenheit, über Fächer- und Ländergrenzen hinweg miteinander ins Gespräch zu kommen. Neben Plenarvorträgen war Zeit für Diskussionen und persönlichen Gedankenaustausch vorgesehen sowie die Möglichkeit gegeben, Mitglieder des Auswahlausschusses, des Stiftungsrats und Beschäftigte der Humboldt-Stiftung kennenzulernen.

Jährlich ermöglicht die Alexander von Humboldt-Stiftung über 2.000 Forscher*innen aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. In weltweit über 140 Ländern pflegt die Stiftung ein fächerübergreifendes Netzwerk von mehr als 30.000 Humboldtianer*innen – unter ihnen 63 mit Nobelpreis.

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