Pressemitteilung

In Zeiten geopolitischer Spannungen: Humboldt-Kolloquium in Stockholm

Humboldt-Stiftung fördert Wissenschaftsaustausch beim Kolloquium mit 120 Forschenden aus Skandinavien, dem Baltikum und Polen.

  • vom
  • Nr. 18/2026
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Die Alexander von Humboldt-Stiftung will Kooperationen in Nordeuropa stärken und lädt Forschende vom 29. bis 31. Oktober zum Humboldt-Kolloquium in Stockholm ein. Aktuell rückt Nordeuropa stärker in den Fokus sicherheitspolitischer und wirtschaftlicher Debatten: Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, geopolitische Spannungen und nicht zuletzt Diskussionen über die Freiheit der Wissenschaft verändern auch die Bedingungen für internationale Forschungskooperationen.

Die meisten der rund 120 Teilnehmenden kommen aus Schweden, dazu werden Gäste aus Norwegen, Finnland, Dänemark und den baltischen Staaten sowie Polen erwartet. Die Forschenden aus unterschiedlichen Fachbereichen diskutieren über Chancen und Herausforderungen der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit. Wie kann Wissenschaftsdiplomatie den internationalen Austausch fördern? Welchen Beitrag können Humboldtianer*innen aus Nordeuropa leisten? Wie sieht die Zukunft des Humboldt-Netzwerks in der Region aus?

Am Eröffnungstag spricht Humboldt-Professor Joacim Rocklöv, Direktor des Heidelberg Planetary Health Hub, über die Auswirkungen globaler Umweltveränderungen auf Infektionskrankheiten. Rubina Raja, Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreisträgerin und Professorin für Archäologie an der Universität Aarhus, stellt einen Zusammenhang zwischen vergangenen und modernen urbanen Gesellschaften her. 
Im weiteren Programm werden Impulsvorträge von Humboldtianer*innen zu unterschiedlichsten Themen von Fach-Workshops und Podiumsdiskussionen ergänzt und so die Zusammenarbeit der Forschenden im Humboldt-Netzwerk intensiviert.

Journalist*innen vor Ort sind herzlich zum Kolloquium eingeladen! Fotos von der Eröffnung können zur Verfügung gestellt werden.
Pressekontakt vor Ort: Kristine Logemann, +49 151 11015699

Eröffnung: Donnerstag, 29. Oktober 2026, 16:00 Uhr
Ort: Universität Stockholm

Grußworte:

  • Hans Adolfsson, Präsident der Universität Stockholm 
  • Robert Schlögl, Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung
  • Ludger Siemes, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Schweden 

Festvorträge:

  • Joacim Rocklöv, Humboldt-Professor, Universität Heidelberg: “Planetary Pressures on Infectious Diseases”
  • Rubina Raja, Professorin für Klassische Kunst und Archäologie an der Universität Aarhus, Dänemark, und Leiterin des Centre for Urban Network Evolutions der Danish National Research Foundation: “New Perspectives on Past Urban Societies: a Humboldtian worldview reinvigorated in times of concerns”

Freitag, 30. Oktober 2026, ab 9:00 Uhr
Ort: Clarion Hotel

Podiumsdiskussion “Aktuelle Herausforderungen für wissenschaftliche Kooperationen“

  • Anja-Verena Mudring (Aarhus University, Dänemark)
  • Hans Lennernäs (Uppsala University, Schweden)
  • Juras Banys (Vilnius University, Litauen)
  • Tatiana Shchyttsova (European Humanities University, Vilnius, Litauen)

Anschließend: Workshops und Diskussionsrunden in Fachgruppen

Samstag, 31. Oktober 2026, ab 9:00 Uhr

Lokales Rahmenprogramm mit wissenschaftlichen Beiträgen vor Ort

Die Humboldt-Stiftung veranstaltet jedes Jahr bis zu zwei große Kolloquien im Ausland, zu denen alle Alumni des jeweiligen Landes oder der Region eingeladen werden. Das Kolloquium in Stockholm wird vom Auswärtigen Amt gefördert.

Jährlich ermöglicht die Alexander von Humboldt-Stiftung über 2.000 Forscher*innen aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. In weltweit über 140 Ländern pflegt die Stiftung ein fächerübergreifendes Netzwerk von mehr als 30.000 Humboldtianer*innen – unter ihnen 64 mit Nobelpreis.

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