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Pressemitteilung

Humboldt-Stiftung fördert sechs neue Forschungshubs in Afrika

Sie sollen bei der Bewältigung der aktuellen Pandemie helfen und Strategien zur Lösung künftiger Krisensituationen entwickeln.

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Die neuen Humboldt-Forschungshubs entwickeln künftig in afrikanisch-deutscher Partnerschaft Strategien zur Bewältigung von Pandemien. Fünf Forschungsknotenpunkte in Afrika werden vom Auswärtigen Amt finanziert, ein weiterer über eine Kooperation mit der Bayer Foundation. Sie erhalten jeweils bis zu 750.000 Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren. Mit den Humboldt-Forschungshubs bietet die Alexander von Humboldt-Stiftung ein neues Alumni-Programm für leitende Forscher*innen an afrikanischen Universitäten aus allen Disziplinen.

Portrait Ezra Chitando
Ezra Chitando, Leiter des Humboldt-Forschungshubs „Fighting pandemics with religion? How female religious actors in Africa (can) contribute to ensuring healthy lives“
Romain Lucas Glèlè Kakaï (dritter von links) und sein Team
Romain Lucas Glèlè Kakaï (dritter v. l.), Leiter des Humboldt-Forschungshubs „Socio-Ecological modeling of COVID-19 dynamics in Africa (HRH-SEMCA)“, und sein Team
Portrait Simeon Fogue Kouam
Simeon Fogue Kouam (im schwarzen Anzug), Leiter des Humboldt-Forschungshubs „CEnter of Competence for the study of Antimicrobial NAtural PROducts from Fungi (CECANAPROF)“, und sein Team
Portrait Francine Ntoumi
Francine Ntoumi, Leiterin des Humboldt-Forschungshubs „COvid-19 in Central Africa (HRH-COCA): Systematic Evidence of the Viral Dynamics of SARS-CoV-2 and Effectiveness of Vaccination in Co-Infected Individuals“
Portrait James Olopade
James Olopade (zweiter v. r.), Leiter des Humboldt-Forschungshubs „Alexander von Humboldt Center of Excellence for Zoonotic Arbovirus Diseases (ACEZAD)“, und sein Team
Poatrait Daniel Olusola Ojurongbe
Daniel Olusola Ojurongbe, Leiter des Humboldt-Forschungshubs „Establishment of Center for Emerging and Re-emerging Infectious Disease“

„Das exzellente Netzwerk der Alexander von Humboldt-Stiftung kann entscheidende Impulse bei der Lösung globaler Probleme setzen. Wir vertrauen auf die großartigen Ideen, die dort entstehen. Deshalb geben wir mit den Forschungshubs afrikanischen Wissenschaftler*innen die Möglichkeit, Kooperationen nach ihren Vorstellungen und Bedürfnissen einzugehen und Beiträge zur Pandemiebekämpfung zu liefern, die der ganzen Welt nützen werden“, so der Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung, Hans-Christian Pape.

„Mit den neuen Forschungshubs in Afrika setzen wir auf den Aufbau nachhaltiger Strukturen, damit wir auf künftige globale Pandemien besser vorbereitet sind."
Michelle Müntefering, Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt

Staatsministerin Michelle Müntefering sagt zum Engagement des Auswärtigen Amts für die neuen Forschungshubs: „Mit den neuen Forschungshubs in Afrika setzen wir auf den Aufbau nachhaltiger Strukturen, damit wir auf künftige globale Pandemien besser vorbereitet sind. Ihre Einrichtung ist Ausdruck unserer Science Diplomacy, bei der gerade auch die Partnerschaft mit Afrika eine besondere Rolle spielt. Die von der Humboldt-Stiftung ausgewählten Leiter*innen der Hubs stehen als Partner*innen vor Ort für die hohe Qualität der dort geförderten Forschung.“

An sechs Standorten in Benin, Kamerun, der Republik Kongo, Nigeria und Simbabwe entstehen Knotenpunkte für die Stärkung wissenschaftlicher Kapazitäten in Afrika und die Vernetzung von Humboldt-Alumni vor Ort mit Forschenden in Deutschland. Das Ziel sind Forschungsergebnisse mit besonderer Relevanz für die Bewältigung der aktuellen Pandemie und Strategien für künftige Krisensituationen. Die Forschungshubs sollen auch Nachwuchsforschende fördern, den Austausch zwischen den Kooperationspartner*innen intensivieren und die Anschaffung von Forschungsmaterial ermöglichen.

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Mehr zur Forschungszusammenarbeit mit Entwicklungsländern

Diese exzellenten Wissenschaftler*innen aus dem afrikanischen Humboldt-Netzwerk leiten künftig die Humboldt-Forschungshubs:

  • Prof. Dr. Ezra Chitando (Georg Forster-Forschungspreisträger), Religionswissenschaften, University of Zimbabwe
    Titel: Fighting pandemics with religion? How female religious actors in Africa (can) contribute to ensuring healthy lives
    Forschungsschwerpunkt: Wie tragen Frauen als Akteurinnen in Religion und Gesundheitsvorsorge bzw. -pflege zur Überwindung der Pandemie bei und was kann daraus für eine effektivere Bekämpfung künftiger Pandemien gelernt werden?
    Kooperationspartnerinnen:
    In Deutschland: Prof. Dr. Eva Spies, Universität Bayreuth
    In Kenia: Prof. Dr. Eunice Kamaara, Moi University
  • Prof. Dr. Romain Lucas Glèlè Kakaï (Humboldt-Forschungsstipendiat), Statistik, Biometrie, University of Abomey-Calavi, Benin
    Titel: Socio-Ecological modeling of COVID-19 dynamics in Africa (HRH-SEMCA)
    Forschungsschwerpunkt: Welche Schlüsselfaktoren beeinflussen die heterogene Verbreitung von Covid-19 in Afrika und wie können diese Erkenntnisse dazu beitragen, knappen Impfstoff effizient zu verteilen?
    Kooperationspartner:
    In Deutschland: Prof. Dr. Martin Wolkewitz, Universität Freiburg
  • Prof. Dr. Simeon Fogue Kouam (Georg Forster-Forschungsstipendiat), Organische Molekülchemie, Université de Yaoundé I, Kamerun
    Titel: CEnter of Competence for the study of Antimicrobial NAtural PROducts from Fungi (CECANAPROF)
    Forschungsschwerpunkt: Stärkung der Forschungskapazitäten in Kamerun im Bereich der Naturstoffchemie, insbesondere der Mykologie durch Anlage einer Pilzkultur-Sammlung
    Kooperationspartner:
    In Deutschland: Prof. Dr. Marc Stadler, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Braunschweig
  • Prof. Dr. Francine Ntoumi (Georg Forster-Forschungspreisträgerin), Medizinische Mikrobiologie, Fondation Congolaise pour la Recherche Médicale, Republik Kongo
    Titel: Humboldt Research Hub COvid-19 in Central Africa (HRH-COCA): Systematic Evidence of the Viral Dynamics of SARS-CoV-2 and Effectiveness of Vaccination in Co-Infected Individuals
    Forschungsschwerpunkt: Systematischer Nachweis der Virendynamik von SARS-CoV-2 und Untersuchung der Wirksamkeit der Impfung bei Koinfizierten
    Kooperationspartner*in:
    In Deutschland: Prof. Dr. Steffen Borrmann, Universität Tübingen
    In Kamerun: Prof. Dr. Véronique Nintchom Penlap Beng, Université de Yaoundé I
  • Prof. Dr. James Olopade (Georg Forster-Forschungsstipendiat), Tiermedizin, Neurowissenschaften, University of Ibadan, Nigeria
    Titel: Alexander von Humboldt Center of Excellence for Zoonotic Arbovirus Diseases (ACEZAD)
    Forschungsschwerpunkt: Wie hoch ist die Antikörperkonzentration von durch Arboviren übertragenen Krankheiten bei Wildtieren in Nigeria, Kamerun und Benin und was lässt sich über die entsprechende Antikörperkonzentration bei Menschen sagen?
    Kooperationspartner:
    In Deutschland: Prof. Dr. Martin Groschup, Friedrich-Loeffler-Institut, Greifswald
    In Nigeria: Prof. Dr. Christian Happi, Redeemer’s University

Die Kooperation mit der Bayer Foundation ermöglicht der Humboldt-Stiftung, einen weiteren Hub zusätzlich zu den vom Auswärtigen Amt geförderten zu realisieren:

  • Prof. Dr. Daniel Olusola Ojurongbe (Georg Forster-Forschungsstipendiat), Medizinische Mikrobiologie, Ladoke Akintola University of Technology, Nigeria
    Titel: Establishment of Center for Emerging and Re-emerging Infectious Disease
    Forschungsschwerpunkt: Welche genetischen Faktoren beeinflussen die relativ geringe Sterblichkeit an Covid-19 in Afrika und welche Covid-19-Schnelltests eignen sich am besten für den Gebrauch in Afrika?
    Kooperationspartner:
    In Deutschland: Prof. Dr. Thirumalaisamy P. Velavan, Universitätsklinikum Tübingen
    In Sudan: Prof. Dr. Mohamed Osman, University of Khartoum

„Wir freuen uns, zusammen mit der Alexander von Humboldt-Stiftung Forscherinnen und Forscher in Subsahara-Afrika zu stärken, um die aktuellen und künftigen Herausforderungen zu adressieren. Insbesondere liegt uns die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses am Herzen“, sagt Monika Lessl, Vorstand Bayer Foundation. „Die Etablierung der gemeinsamen Forschungshubs sehen wir als einen wichtigen Schritt in diese Richtung.“

(Pressemitteilung 24/2021)

Jährlich ermöglicht die Alexander von Humboldt-Stiftung über 2.000 Forscher*innen aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. In weltweit über 140 Ländern pflegt die Stiftung ein fächerübergreifendes Netzwerk von mehr als 30.000 Humboldtianer*innen – unter ihnen 57 mit Nobelpreis.

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