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Forschung und Vielfalt: Lebensräume schaffen
Wenn die Ökologin Marion Cordonnier Feldforschung betreibt, ist es manchmal totenstill. Dann sammelt die Humboldt-Stipendiatin und Gastwissenschaftlerin am Institut für Zoologie der Universität Regensburg auf Friedhöfen in bayerischen Kleinstädten Ameisen der Gattung Temnothorax, die dort in Mauern oder zwischen Grabsteinen nisten. „Eigentlich leben diese Ameisen in Felsspalten, doch hier nutzen sie manchmal einen künstlichen Lebensraum, in dem sie die gleichen Bedingungen finden wie in ihrem natürlichen Habitat“, sagt Marion Cordonnier. In der Forschungsgruppe des Entomologen Professor Jürgen Heinze untersucht sie mit verschiedenen Methoden, wie sich veränderte Lebensräume auf den Genfluss, das Mikrobiom oder das Verhalten von Ameisenarten auswirken.
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