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Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis

Diagramm Auswahlverfahren
Darstellung des Auswahl-
verfahrens im Diagramm

Für den Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis können in ihrem Fachgebiet bereits international anerkannte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ausland, die ihre Promotion vor nicht mehr als 18 Jahren abgeschlossen haben, nominiert werden. Von ihnen wird erwartet, dass sie zukünftig durch weitere wissenschaftliche Spitzenleistungen ihr Fachgebiet auch über das engere Arbeitsgebiet hinaus nachhaltig prägen.

Die Preisträger werden für ihre herausragenden Forschungsleistungen ausgezeichnet. Sie sind eingeladen, selbst gewählte Forschungsvorhaben in Deutschland in Kooperation mit Fachkollegen für einen Zeitraum von bis zu einem Jahr durchzuführen. Der Aufenthalt kann zeitlich aufgeteilt werden.

Die Humboldt-Stiftung verleiht jährlich ca. 20 Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreise.

Die Nominierung erfolgt online durch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland. Auch ein im Ausland tätiger Preisträger der Humboldt-Stiftung kann eine Nominierung initiieren, muss diese jedoch gemeinsam mit einem in Deutschland tätigen Kollegen einreichen. Eine Eigenbewerbung ist nicht möglich. Der Preis ist mit 45.000 Euro dotiert.

Online-Nominierung

Vorübergehend längere Bearbeitungszeiten
Aufgrund der Einführung eines neuen Datenbanksystems sowie hoher Antragseingänge können wir Ihren Stipendienantrag oder Ihre Nominierung für einen Preis leider nicht so schnell wie gewohnt bearbeiten. Bis zu einer Entscheidung müssen Sie deshalb aktuell mit bis zu zehn Monaten Wartezeit rechnen. Wir bitten dies zu entschuldigen. Wir hoffen, dass wir sobald wie möglich wieder die übliche Bearbeitungszeit von durchschnittlich sechs Monaten gewährleisten können.

Weitere Informationen

  1. Internationale Anerkennung des Nominierten als herausragender Fachwissenschaftler (z. B. Auszeichnungen, positive Resonanz auf Veröffentlichungen, etc.);
  2. Erwartungen hinsichtlich weiterer wissenschaftlicher Spitzenleistungen, die das Fachgebiet nachhaltig prägen könnten;
  3. Abschluss der Promotion vor nicht mehr als 18 Jahren;
  4. Ausführliche gutachterliche Stellungnahme eines Wissenschaftlers oder einer Wissenschaftlerin an einer Forschungseinrichtung in Deutschland, der/die den Nominierten zu einem Forschungsaufenthalt in Deutschland einladen möchte;
  5. Die Humboldt-Stiftung setzt voraus, dass bei Nominierung und Förderung die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis eingehalten werden.
Diagramm Auswahlverfahren
Darstellung des Auswahl-
verfahrens im Diagramm

Nominierungen können jederzeit online an die Stiftung gesendet werden.

Der Eingang der Online-Nominierung wird von der Humboldt-Stiftung per E-Mail bestätigt. Für die Vollständigkeit der Unterlagen ist der/die Nominierende verantwortlich.

Anschließend werden die Nominierungsunterlagen an unabhängige Fachgutachter/innen weitergeleitet, die schriftliche Gutachten erstellen. Auf der Basis dieser Fachgutachten entscheidet ein unabhängiger Auswahlausschuss aus ca. 22 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aller Fachrichtungen über die vorliegenden Nominierungen.

Die Nominierungen stehen in einem fächerunabhängigen Wettbewerb zueinander. Quoten für Länder, Fachgebiete oder das Geschlecht der nominierten Personen sind nicht vorgesehen. Der Ausschuss trifft seine Entscheidung ausschließlich auf Basis der wissenschaftlichen Qualifikation der nominierten Forschenden.

Auswahlkriterien sind:

  • bisherige erbrachte exzellente wissenschaftliche Leistungen,
  • individuelle Anerkennung als besonders qualifizierte Fachwissenschaftler, die bereits das Fachgebiet geprägt haben,
  • begründete Aussicht auf zukünftige herausragende Spitzenleistungen mit Strahlkraft über das engere Fachgebiet hinaus.

Die Auswahlsitzungen finden zweimal jährlich statt – derzeit jeweils zu Beginn des Frühjahrs und im frühen Herbst eines jeden Jahres.

Die Nominierenden werden unmittelbar nach der Sitzung über die Auswahlentscheidung informiert.

Im Falle einer Ablehnung der Nominierung erteilen die Kolleginnen und Kollegen der Auswahlabteilung auf Nachfrage Auskünfte zur Konkurrenzsituation und den Auswahlkriterien.

Weitere Informationen

Eines unserer Markenzeichen ist die möglichst individuelle Betreuung der Gastwissenschaftler. Daher bieten wir Ihnen neben dem Preisgeld zusätzliche Leistungen an, von der Einladung zu Veranstaltungen bis hin zur Teilnahme an Sprachkursen.

Weitere Informationen

Einmal Humboldtianer, immer Humboldtianer: Auch nach dem ersten Forschungsaufenthalt halten wir mit Ihnen eine enge Verbindung. Mit unseren Alumni-Fördermaßnahmen unterstützen wir flexibel die individuellen Lebenswege und Entwicklungen aller Humboldtianer und ihre Kooperationen untereinander.

Weitere Informationen

Dieses Programm wird finanziert vom:

Voraussetzungen für eine Nominierung

Wie lange darf die Promotion maximal zurückliegen?

Die Promotion darf maximal 18 Jahre zurückliegen. In begründeten Fällen (z.B. bei Anerkennung von Ausfallzeiten wie Kindererziehungszeiten) kann eine Ausnahme von dieser Regelung gemacht werden. Bitte kontaktieren Sie in diesem Fall die Alexander von Humboldt-Stiftung, damit wir Sie beraten können (info(at)avh.de).

Wie wird der Zeitpunkt der Promotion bestimmt?

Es gilt das Datum des Abschlusses der letzten für das Promotionsverfahren geforderten wissenschaftlichen Leistung (z.B. Verteidigung der Dissertation, mündliche Abschlussprüfung). In der Regel wird dieses Datum neben dem Ausstellungsdatum auf der Promotionsurkunde genannt. Als Stichtag für die Berechnung des Zeitraums nach der Promotion wird das Eingangsdatum der Nominierung bei der Humboldt-Stiftung gewertet. Falls der Nominierte eine akademische Position gleich- oder höherwertig einem Associate Professor/ Senior Lecturer / Reader bereits vor Abschluss des PhD/ C.Sc. innehatte, so gilt der Beginn dieser Tätigkeit als Referenzdatum.

Welches Promotionsdatum gilt, wenn der Nominierte mehrfach promoviert wurde?

Im Falle einer Mehrfachpromotion ist die Promotion relevant, die fachlich dem beantragten Forschungsvorhaben am nächsten liegt. Hierzu bitte beide Promotionsdaten mit Fachgebiet im tabellarischen CV im Antragsformular aufführen.

Inwieweit werden Kindererziehungszeiten berücksichtigt?

Bitte geben Sie im Nominierungsformular alle Zeiten an, in denen der Nominierte seine wissenschaftliche Tätigkeit aus Gründen der Kindererziehung ganz oder teilweise unterbrochen hat, damit diese Zeiten bei der Beurteilung der wissenschaftlichen Leistungen relativ zum Karrierestand berücksichtigt werden können. Die vom Programm festgelegte Zeitperiode nach der Promotion kann sich pro Kind um maximal 2 Jahre verlängern, sofern der Nominierte seine wissenschaftliche Tätigkeit nach Abschluss der Promotion für die entsprechenden von Ihnen angegebenen Zeiten unterbrochen hat und Sie diese Zeiten auch geltend machen wollen. Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an info(at)avh.de.

Nominierende

Wer ist nominierungsberechtigt?

Die Initiative zur Verleihung eines Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreises (Nominierung) muss von einem ausgewiesenen Wissenschaftler ausgehen, der an einer Hochschule bzw. sonstigen Forschungsinstitution in Deutschland tätig ist. Eine Eigenbewerbung ist nicht möglich.

Nominierte

Gibt es eine Altersgrenze für die Nominierten?

Nein, aber siehe "Wie lange darf die Promotion maximal zurückliegen?".

Können Wissenschaftler aus allen wissenschaftlichen Disziplinen für einen Forschungspreis nominiert werden?

Ja, es gibt keine Fächerquoten; Nominierungen können aus allen Disziplinen eingereicht werden.

Können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die bereits von der Alexander von Humboldt-Stiftung gefördert wurden, für einen Forschungspreis nominiert werden?

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die bereits mit einem (Forschungs-) Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung gefördert wurden, können nominiert werden.

Wissenschaftler, die bereits mit einem (Forschungs-) Preis der Alexander von Humboldt-Stiftung ausgezeichnet wurden, können nicht nominiert werden.

Allen Alumni der Alexander von Humboldt-Stiftung stehen Alumnifördermaßnahmen zur Verfügung. Falls Sie sich darüber im Unklaren sind, ob eher eine Alumnifördermaßnahme oder eine Nominierung für einen Forschungspreis in Frage kommt, kontaktieren Sie uns bitte unter info(at)avh.de.

Darf ich jemanden nominieren, der sich bereits in Deutschland aufgehalten hat oder sich derzeit in Deutschland aufhält?

Der Lebens- und Arbeitsmittelpunkt der nominierten Person muss zum Zeitpunkt der Nominierung seit mindestens fünf Jahren im Ausland liegen. Frühere und kürzere Aufenthalte in Deutschland (wie z.B. im Rahmen von Gastprofessuren) stellen in der Regel kein Hindernis für eine Nominierung dar. Bitte wenden Sie sich in Zweifelsfällen zur Beratung an info(at)avh.de.

Können auch Deutsche vorgeschlagen werden?

Auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit deutscher Staatsangehörigkeit, die seit mindestens fünf Jahren im Ausland wissenschaftlich tätig sind, können nominiert werden. Bitte senden Sie uns zunächst den Lebenslauf und eine Publikationsliste zu, damit wir Sie beraten können (info(at)avh.de).

Kann ein nicht promovierter Wissenschaftler nominiert werden?

Eine Nominierung ist möglich, sofern eine Promotion im Herkunftsland bzw. dem Fach unüblich bzw. nicht möglich ist und der Wissenschaftler eine dem PhD äquivalente Leistung, z. B. durch wissenschaftliche Veröffentlichungen in nach internationalem Standard referierten Zeitschriften und Verlagen nachweisen kann. Bitte senden Sie uns in diesen Fällen zunächst den Lebenslauf und die Publikationsliste des Kandidaten, damit wir Sie beraten können (info(at)avh.de).

Werden in etwa gleich viele Preise an weibliche wie männliche Nominierte vergeben? Werden Frauen oder Männer bei gleicher Qualifikation und Eignung bevorzugt?

Nein. Wissenschaftliche Exzellenz ist das einzige Auswahlkriterium. Die Alexander von Humboldt-Stiftung begrüßt jedoch ausdrücklich Nominierungen qualifizierter Wissenschaftlerinnen, da derzeit Wissenschaftlerinnen in diesem Programm deutlich unterrepräsentiert sind.

Preisgeld

Wie hoch ist das Preisgeld?

Das Preisgeld beträgt 45.000 Euro.

Wie wird das Preisgeld ausgezahlt? Wird dafür schon ein deutsches Konto benötigt?

Das Preisgeld wird in Teilbeträgen ausgezahlt. Die erste Zahlung wird zu Beginn des Forschungsaufenthaltes in Deutschland in der Regel an die jeweilige Universitätskasse, überwiesen und kann dort von den Preisträgern in Empfang genommen werden.

Die Preisträgerinnen und Preisträger werden gebeten, für weitere Zahlungen ein Bankkonto bei einer Bank ihrer Wahl in Deutschland so bald wie möglich nach der Ankunft zu eröffnen und der Alexander von Humboldt-Stiftung die Bankverbindung mitzuteilen.

Der Forschungspreis wird in Würdigung der wissenschaftlichen Verdienste und der Persönlichkeit des Preisträgers verliehen und kann nur vom Preisträger höchstpersönlich in Anspruch genommen werden. Auch die Auszahlung des Preisgeldes ist ausschließlich an den Preisträger persönlich möglich. Ansprüche aus der Preisverleihung sind nicht übertragbar.

Muss das Preisgeld versteuert werden?

Die Preisträgerinnen und Preisträger sind für ihre steuerlichen Angelegenheiten selbst verantwortlich.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung weist jedoch darauf hin, dass nach deutschem Steuerrecht Preise in der Regel dann nicht der Einkommensteuer in Deutschland unterliegen, wenn die Verleihung in erster Linie das Lebenswerk oder das Gesamtschaffen, die Persönlichkeit der Preisträger, eine Grundhaltung oder eine Vorbildfunktion herausstellen soll. Eine solche Absicht verfolgt die Stiftung mit der Verleihung der Forschungspreise, die dazu bestimmt sind, das bisherige Gesamtschaffen der Preisträger als international herausragende Forscherpersönlichkeiten zu würdigen. Die Gesetze in den Heimat- oder Aufenthaltsländern der Preisträger können besondere Bestimmungen zur Versteuerung von Preisen enthalten. In Zweifelsfällen sollte ein Steuerberater im Heimatland konsultiert werden.

Nominierungsunterlagen

Bekomme ich eine Eingangsbestätigung meiner Nominierung?

Sobald Ihr Antrag bei uns eingangen ist, erhalten Sie eine Benachrichtigung per E-Mail. Zudem melden wir uns bei Ihnen, sofern aus unserer Sicht wichtige Unterlagen oder Informationen zu Ihrer Nominierung fehlen.

Gibt es Vorgaben für das Publikationsverzeichnis?

Ja. Benötigt wird ein Publikationsverzeichnis als vollständige, chronologisch geordnete Liste der wissenschaftlichen Veröffentlichungen des Nominierten der letzten 10 Jahre (mit folgenden Angaben: alle Autoren, Titel, Verlag/Journal, Ausgabe, erste und letzte Seitenzahl), falls relevant, einschließlich der publizierten Konferenzbeiträge und Patente. Bitte geben Sie bei Patenten den derzeitig rechtlichen Status, also: eingereicht, offengelegt, Patent erteilt, sowie den vollständigen Titel, das Datum der Einreichung und die Patentnummer an.

Was geschieht nach Ende des Auswahlverfahrens mit den Nominierungsunterlagen – werden diese vernichtet oder archiviert, vertraulich behandelt?

Sofern ich nicht ausdrücklich widerspreche, werden die Antragsunterlagen für die Dauer von sieben Jahren archiviert und anschließend datenschutzkonform vernichtet.

Selbstverständlich werden alle Unterlagen streng vertraulich behandelt. Gutachter und Ausschussmitglieder sind ebenfalls zur Vertraulichkeit verpflichtet.

Vorbereitung/Planung

Gibt es eine Deadline für die Nominierung?

Nein. Nominierungen können jederzeit online eingereicht werden.

Wann finden die Auswahlsitzungen statt?

Die Begutachtung nimmt ungefähr sechs Monate in Anspruch.

Wird die Teilnahme an Kursen zum Erlernen der deutschen Sprache unterstützt?

Die Alexander von Humboldt-Stiftung ist sehr daran interessiert, dass mit dem Preis ausgezeichneten Personen und deren Partner bzw. Partnerinnen während ihres Forschungsaufenthalts Deutsch lernen, um über die Forschungstätigkeit hinaus auch am gesellschaftlichen und kulturellen Leben in Deutschland teilnehmen zu können. Die Alexander von Humboldt-Stiftung kann auf Antrag die für einen Deutschsprachkurs entstehenden Kosten übernehmen.

Ablauf des Auswahlverfahrens

Wer begutachtet meine Nominierung?

Die Begutachtung Ihrer Nominierung erfolgt durch von der Alexander von Humboldt-Stiftung hierfür eingesetzte unabhängige Fachgutachter/innen.

Wer entscheidet über meine Nominierung?

Die abschließende Entscheidung über die Nominierung wird in dem dafür eingesetzten Auswahlausschuss der Alexander von Humboldt-Stiftung getroffen.

Aus welchen Personen setzt sich der Auswahlausschuss zusammen?

Der Auswahlausschuss setzt sich aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aller Fachrichtungen sowie einer kleineren Anzahl nicht fachgebundener Mitglieder (z.B. Vertreter der finanzierenden Institutionen) zusammen. Er entscheidet über alle ihm vorgelegten Anträge. Eine Verleihung kommt zustande, wenn zwei Drittel der Ausschussmitglieder positiv für einen Antrag stimmen und ausreichend finanzielle Ressourcen zur Verfügung stehen. Die Geschäftsstelle der Alexander von Humboldt-Stiftung besitzt kein Stimmrecht im Auswahlausschuss.

Von den Fachvertretern und Fachvertreterinnen wird erwartet, dass sie international besonders ausgewiesen, fachlich breit aufgestellt und gremienerfahren sind. Für jede Neu- und Ergänzungsberufung werden von der Geschäftsstelle unter Konsultation der jeweiligen Ausschussvorgänger, weiterer fachnaher Fachvertreter im selben oder in anderen Auswahlausschüssen sowie der Empfehlung der Deutschen Forschungsgemeinschaft Vorschlagslisten erstellt. Die Entscheidung über die Reihenfolge der vorgeschlagenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erfolgt durch den Präsidenten der Humboldt-Stiftung. Die Berufung wird vom Stiftungsrat der Stiftung bestätigt. Die Amtsperiode beträgt zunächst drei Jahre. Zwei Wiederberufungen sind möglich.

Die Gesamtzahl und fachliche Verteilung der Fachvertreter/innen in den Ausschüssen richtet sich nach durchschnittlicher Anzahl und fachlicher Verteilung der eingehenden Nominierungen. Bei Neuberufungen in Nachfolge ausscheidender Fachvertreter/innen oder in Ergänzung bislang nicht vorhandener Fachgebiete werden folgende Faktoren zugrunde gelegt:

  • Wissenschaftliche Qualifikation,
  • Ausgewogenheit der Altersstruktur,
  • Ausgewogenheit der Geschlechterverteilung,  
  • Ausgewogenheit der regionalen Verteilung der Fachvertreter/innen unter Berücksichtigung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem Ausland

Mitglieder des Auswahlausschusses für die Vergabe von Forschungspreisen der Alexander von Humboldt-Stiftung:
http://www.humboldt-foundation.de/web/auswahlausschuss-preise.html

Wird der Nominierte über die Nominierung in Kenntnis gesetzt?

Nein. Im Verlauf einer Nominierung besteht nur zwischen der nominierenden Person und der Alexander von Humboldt-Stiftung Kontakt. Über das Ergebnis der Auswahlsitzung wird auch nur der/die Nominierende benachrichtigt. Nur im Falle der Verleihung erhält der Preisträger oder die Preisträgerin ca. vier Wochen nach der Auswahlsitzung die Verleihungsunterlagen.

Auswahl

Wie hoch sind die Erfolgsaussichten?

In den letzten Jahren wurden ca. 35% der Nominierungen in den Forschungspreisprogrammen der Alexander von Humboldt-Stiftung positiv entschieden.

Was sind die wichtigsten Auswahlkriterien?

Im Mittelpunkt der Auswahl steht die nachgewiesene internationale Anerkennung der nominierten Person, die bereits durch besondere wissenschaftliche Ergebnisse auf sich aufmerksam gemacht hat und von der zukünftig weitere bahnbrechende Leistungen mit weitreichender Strahlkraft erwartet werden können.

Wird die nominierte Person über den Ausgang des Auswahlverfahrens informiert?

Eine Ablehnung wird dem Nominierten nicht mitgeteilt. Die Kommunikation erfolgt während des Auswahlprozesses nur zwischen der Alexander von Humboldt-Stiftung und dem nominierenden Wissenschaftler aus Deutschland. Im Falle einer Preisverleihung erhält der Preisträger ca. vier Wochen nach der Auswahlsitzung die Verleihungsunterlagen.

Können Wissenschaftler nach einer erfolglosen Nominierung erneut vorgeschlagen werden?

Ja, sofern sich seit der Ablehnung eine deutliche wissenschaftliche Weiterentwicklung der nominierten Person erkennen lässt. Bei der Bewertung dieser Frage steht die Geschäftsstelle den Nominierenden gern für Rückfragen zur Verfügung.

Annahme des Preises / Verwendung und Bereitstellung des Preisgeldes

Wann kann nach der Auswahlentscheidung der Forschungsaufenthalt frühestens beginnen?

In der Regel ist der Aufenthaltsbeginn vier bis sechs Wochen nach der Auswahlentscheidung möglich. Der Beginn des Forschungsaufenthaltes in Deutschland erfolgt, wenn möglich, innerhalb von 12 Monaten nach der Verleihung. Der Termin ist im Vorfeld mit dem Gastgeber abzustimmen.

Muss der Nominierte seinen Aufenthalt an einem Stück absolvieren oder kann er ihn aufteilen?

Der Zeitraum des Aufenthaltes von bis zu einem ganzen Jahr kann zeitlich aufgeteilt werden. Reisekosten werden jedoch nur einmal von der Alexander von Humboldt-Stiftung übernommen. Die Alexander von Humboldt-Stiftung bittet um frühzeitige Mitteilung über die zeitliche Planung eines Forschungsaufenthaltes, damit alle erforderlichen Vorbereitungen termingerecht getroffen werden können.

Darf der Preisträger an der gastgebenden Hochschule auch in der Lehre oder nur in der Forschung tätig sein?

Sollte der Preisträger während eines Forschungsaufenthalts auch lehren wollen, so bestehen dagegen keine Einwände.

Werden die Reisekosten übernommen?

Die Alexander von Humboldt-Stiftung gewährt den Preisträgern zur Deckung der An- und Rückreisekosten eine Reisekostenpauschale. Den Verleihungsdokumenten ist eine Liste der Reisekostenpauschalen beigefügt. Die jeweilige Pauschale wird nach Beginn des Forschungsaufenthaltes auf das in Deutschland einzurichtende Bankkonto überwiesen.
Die Alexander von Humboldt-Stiftung kann, unabhängig von der Anzahl der Aufenthalte in Deutschland, nur einmal die Reisekosten übernehmen.

Eine Reisekostenpauschale kann ebenfalls für begleitende Ehepartner und Kinder unter 18 Jahren gewährt werden, sofern sie sich für mindestens sechs Monate gemeinsam mit den Preisträgern in Deutschland aufhalten. Für Kinder zwischen zwei und elf Jahren werden 50% der Pauschale, für Kinder unter zwei Jahren 10% der Pauschale gezahlt. Die Alexander von Humboldt-Stiftung übernimmt keine zusätzlichen Kosten für den Transport von Gepäck.

Muss nach Beendigung des Forschungsaufenthalts ein Erfahrungsbericht verfasst werden?

Gegen Ende des Forschungsaufenthaltes bittet die Alexander von Humboldt- Stiftung die Preisträger um einen kurzen, informellen Erfahrungsbericht, der auch Informationen über die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit dem Gastinstitut, über die Kontakte zu anderen Forschungsinstitutionen in Deutschland und im Ausland sowie über die persönlichen Eindrücke der Preisträger und ihrer Familien während des Aufenthaltes in Deutschland enthalten sollte. Vergleiche mit den Verhältnissen im eigenen Land sind von besonderem Interesse. Anregungen zur Gestaltung der Förderprogramme der Alexander von Humboldt-Stiftung sind willkommen.
Die Alexander von Humboldt-Stiftung bittet auch die wissenschaftlichen Gastgeber in Deutschland, über ihre Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit den Preisträgern zu berichten. Die Erfahrungsberichte sind für die Stiftung wichtig und aufschlussreich, da ausländische Gäste oft genauer beobachten und ihre Urteile dank eines größeren Abstands mit mehr Ausgewogenheit fällen können. Die Berichte werden sorgfältig und vertraulich ausgewertet. Darüber hinaus können sie der Alexander von Humboldt-Stiftung helfen, ihre Programme weiter zu verbessern und so effektiv wie möglich zu gestalten.