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Der Philipp Franz von Siebold-Preisträger 2026

Masashi Urabe, Experte für deutsch-japanische Erziehungswissenschaften, wird in diesem Jahr mit dem Philipp Franz von Siebold-Preis ausgezeichnet.

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Portraitfoto von Masashi Urabe

Masashi Urabe ist Professor an der Fakultät für Internationale Studien an der Hiroshima City University in Japan und gilt als Koryphäe auf dem Gebiet der Allgemeinen Erziehungswissenschaft im deutsch-japanischen Kontext. Er forscht insbesondere zur Bildung für nachhaltige Entwicklung, Friedenspädagogik, Didaktik und Funktion der Leistungsmessung. Für seinen wissenschaftlichen und kulturellen Beitrag zum deutsch-japanischen Austausch wird er nun mit dem Philipp Franz von Siebold-Preis der Humboldt-Stiftung ausgezeichnet.

Seinen Master sowie seinen anschließenden Ph.D. in Education absolvierte Masashi Urabe an der Hiroshima Universität in Japan und war bereits während seiner Promotion für zwei Semester als Research Fellow der Japan Society for the Promotion of Science an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg tätig. Nach mehreren Jahren als Associate Professor an verschiedenen Universitäten in Japan folgte 2019 ein erneuter Deutschlandaufenthalt als Humboldt-Forschungsstipendiat für erfahrene Wissenschaftler*innen an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg. Im Zuge seiner akademischen Laufbahn engagierte sich Urabe stets für internationale Kooperationen. So gestaltete er zum Beispiel die Entstehung der Hochschulpartnerschaft zwischen der Hiroshima City University und der Pädagogischen Hochschule Weingarten mit.

Bildung im deutsch-japanischen Vergleich

Masashi Urabe erforscht in zahlreichen Vergleichsstudien die Bildungslandschaft in Deutschland und Japan und leitet daraus bedeutende Erkenntnisse und innovative Anregungen für zukünftige Bildungsprozesse in einer immer globaleren Welt ab. Darunter beispielsweise Idealtypen für Lehr- und Lernmodelle.

Neben der Theorie ist für Urabe der direkte Bezug zur Praxis unverzichtbar. Während seiner Schulbesuche in Deutschland gab er Unterrichtsstunden, in denen er gemeinsam mit Schüler*innen verschiedene Fragen über sein Heimatland beleuchtete: Wo kommt eigentlich das Wort „Japan“ her? Und (wie) ändert sich der Blick auf die Welt, wenn man eine japanische Weltkarte vor Augen hat?

Für seine herausragenden Leistungen wird Masashi Urabe international von vielen Kolleg*innen sehr geschätzt. Er ist Mitglied mehrerer akademischer Gesellschaften, darunter im Pacific Circle Consortium for Education, wo er seit Juli 2015 auch Vorstandsmitglied ist. Seit 2025 ist er Regionaldirektor der Alumnivereinigung „Humboldt-Gesellschaft Japan“.

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Philipp Franz von Siebold-Preis

Philipp Franz von Siebold-Preis

Der Philipp Franz von Siebold-Preis würdigt renommierte japanische Wissenschaftler*innen aller Fachrichtungen und wird traditionell vom amtierenden deutschen Bundespräsidenten während der Jahrestagung der Humboldt-Stiftung in Berlin verliehen. Der Forschungspreis wurde 1978 vom damaligen deutschen Bundespräsidenten Walter Scheel anlässlich eines Staatsbesuches in Japan gestiftet. Er wird jährlich an eine japanische Wissenschaftlerin oder einen japanischen Wissenschaftler für besondere Verdienste um ein besseres gegenseitiges Verständnis von Kultur und Gesellschaft in Deutschland und Japan verliehen. Die Auszeichnung ist mit 80.000 Euro dotiert.

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