Zum Inhalt springen
- {{#headlines}}
- {{title}} {{/headlines}}
Kontakt
Presse, Kommunikation und Marketing
Tel.: +49 228 833-144
Fax: +49 228 833-441
presse[at]avh.de
Kreativität in der Wissenschaft wird durch akademische Freiheit und institutionelle Autonomie erst ermöglicht. Aber wie können wir sie schützen und die Wissenschaft widerstandsfähig machen? Internationale Forschende der University of Miami, des University College London und der Universität Hamburg kamen gemeinsam mit dem Wissenschaftsjournalisten und Moderator Jan-Martin Wiarda in der Berlin Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften zusammen, um Perspektiven auszutauschen und Lösungen aufzuzeigen.
„Die Freiheit der Wissenschaft ist ein Seismograph für die Freiheit einer Gesellschaft“, sagte der Präsident der Humboldt-Stiftung, Robert Schlögl, in seiner Eröffnungsrede. Er betonte, warum wir gerade in Zeiten von Desinformation und Misstrauen eine freie Wissenschaft brauchen: „Es gibt Meinungen und es gibt evidenzbasierte Meinungen.“
Um sich auf Angriffe auf die akademische Freiheit vorzubereiten, diskutierten die Podiumsteilnehmerinnen Louise Davidson-Schmich (Humboldtianerin und Professorin für Politikwissenschaft an der University of Miami), Christina Pagel (Professorin für Operations Research am University College London) und Hanna Pfeifer (Leiterin des Forschungsbereichs Gesellschaftlicher Frieden und Innere Sicherheit am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik der Universität Hamburg) verschiedene Strategien – insbesondere im Vergleich unterschiedlicher nationaler, kultureller und institutioneller Kontexte.
In Anlehnung an Großbritannien empfahl Christina Pagel eine Checkliste mit Fragen, über die Forschungseinrichtungen nachdenken sollten, um sich auf Angriffe auf die akademische Freiheit vorzubereiten: Verfügen Sie über rechtlichen Schutz? Wer ernennt die Leitung öffentlicher Einrichtungen? Wer kontrolliert die Finanzierung und die Finanzierungsmodelle? Wer legt die Gesamtstrategie fest? Wer entscheidet, was veröffentlicht wird?
Hanna Pfeiffer betonte die Notwendigkeit des Kompetenzaufbaus und der Ausbildung hinsichtlich akademischer Freiheit und Resilienzmaßnahmen innerhalb der akademischen Einrichtungen, wozu auch die Stärkung der Rechts- und Kommunikationsabteilungen gehört.
Weitere wichtige Maßnahmen sind die Diversifizierung der Finanzierungsquellen, die Stärkung der öffentlichen Unterstützung und die Förderung des Vertrauens in die Wissenschaft. Auch die Bedeutung des Zusammenhalts innerhalb der akademischen Gemeinschaft wurde im Laufe des Abends immer wieder betont. Louise Davidson-Schmich erklärte: „Man muss über Solidarität nachdenken, auch wenn man glaubt, in einem Bereich zu forschen, der nicht als kontrovers gilt. Denn man könnte die nächste Person sein.“
Zusammenfassend kamen die Diskussionsteilnehmenden zu dem Schluss: Dies sollte der Moment für gemeinsame Anstrengungen sein: „Wir müssen an die Stärke der Wissenschaft glauben, wir müssen sie nutzen“.