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Humboldt-Stiftung baut Wissenschaftskooperation mit Bulgarien aus

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aktualisiert am 22. September 2020

Die Alexander von Humboldt-Stiftung und der Bulgarische Nationale Wissenschaftsfonds haben sich auf ein gemeinsames Rückkehrprogramm geeinigt.

puzzle with the national flag of bulgaria and germany

Künftig können Humboldt-Stipendiat*innen, die nach Abschluss eines Forschungsaufenthalts in Deutschland in ihre Heimat Bulgarien zurückkehren, bis zu 800 Euro monatlich für maximal 24 Monate erhalten. Voraussetzung dafür ist, dass sich die Nachwuchswissenschaftler*innen sowohl bei der Humboldt-Stiftung als auch beim Bulgarischen Nationalen Wissenschaftsfonds (BNSF) um ein Rückkehrstipendium bewerben. Von der Humboldt-Stiftung können sie neben der monatlichen Förderung auch noch Beihilfen in Höhe von bis zu 20.000 Euro für Laborgeräte und Ausrüstung erhalten. Von bulgarischer Seite erhalten die Rückkehrenden zweimal 10.000 Leva. Im Gegenzug sind die Stipendiat*innen während der Laufzeit des Stipendiums verpflichtet, zwei internationale Konferenzen unter Einbindung der deutschen Gastgeber*innen und von Forschenden aus Bulgarien, Deutschland und anderen Ländern auszurichten.

Zusammenarbeit festigen

„Schon seit dem 19. Jahrhundert hat es zwischen unseren Ländern einen fruchtbaren Wissenschaftsaustausch gegeben, der sich intensivierte, als 1964 zum ersten Mal Humboldt-Stipendien an Bulgaren verliehen wurden. Wir werden auch künftig unsere Nachwuchswissenschaftler*innen ermutigen, sich um ein Humboldt-Forschungsstipendium zu bewerben. Wir schätzen die Verbindungen zu deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen sehr und sind zuversichtlich, dass unsere Zusammenarbeit mit der Humboldt-Stiftung zur Stärkung und Internationalisierung der bulgarischen Wissenschaft beitragen und talentierte bulgarische Nachwuchsforschende in das Land zurück bringen wird“, begrüßte Georgi N. Vayssilov, Manager des Bulgarischen Nationalen Wissenschaftsfonds, das nun verabschiedete Memorandum of Understanding.

Wissenschaft schlägt Brücken

„Es gehört zu den ganz besonderen Ereignissen meiner Amtszeit als Generalsekretär, dass ich für die Verdienste der Alexander von Humboldt-Stiftung 2017 die höchste bulgarische Auszeichnung, das Ehrenabzeichen des Staatspräsidenten, entgegennehmen durfte. Nun freuen wir uns, dass wir unsere Wissenschaftskooperation mit Bulgarien weiter ausbauen können. Wir hoffen, künftig noch mehr Forschende aus Bulgarien in Deutschland zu Gast zu haben. Aber wir wollen nicht zum Brain Drain aus diesem Land, in dem die materiellen Rahmenbedingungen für die Forschung schwierig sind, beitragen. Deshalb freue ich mich, dass wir zusammen mit dem BNSF die Rückkehr bulgarischer Humboldtianer*innen fördern können“, sagte Enno Aufderheide, Generalsekretär der Humboldt-Stiftung.

„Wissenschaft schlägt Brücken. Das hat sich auch in den deutsch-bulgarischen Beziehungen immer wieder gezeigt. Eine Investition in die Wissenschaft ist immer eine Investition in die Zukunft“, sagte Jörg Schenk, Leiter des Referats „Wissenschaft und Hochschulen“ der Deutschen Botschaft in Sofia, die zwischen den beiden Partnern vermittelte und regelmäßig die Arbeit der aktiven Humboldtianer*innen in Bulgarien unterstützt, die sich in der Alumni-Vereinigung „Humboldt-Union“ zusammengeschlossen haben.

Das Memorandum of Understanding ist im August 2020 unterzeichnet worden und gilt zunächst für sechs Jahre.

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