Pressemitteilung

Brückenförderungen für Wissenschaftler*innen aus Afghanistan starten

Philipp Schwartz-Initiative der Alexander von Humboldt-Stiftung schafft mit temporärer Programmlinie Perspektiven

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Symbolbild Philipp-Schwartz-Initiative: Drei gelbe Kreise mit einer Figur, die von einem zerstörten Tempel zu einem intakten Tempel läuft
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Ab sofort können Hochschulen und Forschungseinrichtungen bis zum 28. Februar Nominierungen für eine „Brückenförderung für Wissenschaftler*innen aus Afghanistan“ einreichen. Die bis zu 20 Stipendien ermöglichen es den aufnehmenden Einrichtungen, Wissenschaftler*innen im Rahmen eines einjährigen Aufenthalts zu fördern. Ergänzend werden Mittel für eine gezielte Beratung durch die Humboldt-Stiftung und berufsbezogene Qualifikationsmaßnahmen der Einrichtungen bereitgestellt. Das Programm wird vom Auswärtigen Amt finanziert.

Staatsministerin Katja Keul erklärte: „Seit der Machtübernahme der Taliban im vergangenen Sommer ist die Lage für Menschen, die in Afghanistan in der Wissenschaft tätig sind, bedrohlich – besonders für Frauen. Wir möchten afghanischen Forschenden mit maßgeschneiderten Angeboten Perspektiven in und außerhalb der Wissenschaft bieten und es ihnen ermöglichen, in Sicherheit leben und arbeiten zu können.“

Die Stipendien zielen auf Forschende mit Master- oder Promotionsabschluss, die zuletzt in der Lehre oder Forschung an afghanischen Universitäten und Forschungseinrichtungen oder auch als Ortskräfte für deutsche Wissenschaftseinrichtungen tätig waren. Angesichts der erhöhten Gefährdungslage für Frauen in Afghanistan wird besonderes Augenmerk auf die Unterstützung von Forscherinnen gelegt. Als spezifisches Angebot für gefährdete Wissenschaftler*innen stehen die Brückenförderungen neben den komplementären Angeboten des DAAD für gefährdete Studierende, dem Hilde Domin-Programm und den „Brückenförderungen für afghanische Studierende“.

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Kontakt

Frank Albrecht, Programmmanager Philipp Schwartz-Initiative
Karin Ziegner, Referentin für das Sonderprogramm Afghanistan
brueckenfoerderung[at]avh.de

Kontakt beim DAAD für Studierende
afg-bridge[at]daad.de

Die Philipp Schwartz-Initiative

Unter dem Namen des österreichischen, jüdischen Pathologen Philipp Schwartz haben die Alexander von Humboldt-Stiftung und das Auswärtige Amt 2015 die Philipp Schwartz-Initiative ins Leben gerufen. Mithilfe des Programms können Wissenschaftler*innen, die in ihrer Heimat nicht mehr arbeiten können, weil sie bedroht oder verfolgt werden, ihre Arbeit an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen fortsetzen.

(Pressemitteilung 2/2022)

Jährlich ermöglicht die Alexander von Humboldt-Stiftung über 2.000 Forscher*innen aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. In weltweit über 140 Ländern pflegt die Stiftung ein fächerübergreifendes Netzwerk von mehr als 30.000 Humboldtianer*innen – unter ihnen 57 mit Nobelpreis.

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