Pressemitteilung

„Diversität ist der Königsweg“: Bundespräsident Steinmeier bei der Jahrestagung der Humboldt-Stiftung

Thema der digitalen Tagung ist „Vielfalt der Ideen“, mehr als 1000 Forscher*innen aus aller Welt beteiligen sich online

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Musikvideo: Das Humboldt-Netzwerk tanzt gemeinsam zu R.E.S.P.E.C.T. von Aretha Franklin
Bundespräsident Steinmeier bei seiner Rede zur Jahrestagung der Humboldt-Stiftung
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier spricht zu den Teilnehmenden der Jahrestagung
Nobelpreisträgerin Emmanuelle Charpentier bei der Jahrestagung
Nobelpreisträgerin und Humboldtianerin Emmanuelle Charpentier berichtet von ihrer Forschung
Stiftungsgeneralsekretär Enno Aufderheide mit der Moderatorin Lisa Weitemeier
Enno Aufderheide, Generalsekretär der Stiftung, eröffnet gemeinsam mit Journalistin Lisa Weitemeier die Jahrestagung
Hans-Christian Pape, Präsident der Humboldt-Stiftung, bei der Jahrestagung
Stiftungspräsident Hans-Christian Pape begrüßt die Teilnehmenden
Staatsministerin im Auswärtigen Amt Michelle Müntefering bei der Jahrestagung
Michelle Müntefering, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, hält eine Rede bei der Jahrestagung
Enno Aufderheide, Generalsekretär der Stiftung, bei der Jahrestagung
Gerneralsekretär der Stiftung, Enno Aufderheide
Wolf-Dieter Lukas, Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, bei der Jahrestagung
Wolf-Dieter Lukas, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung bei seiner Rede

Bei der Jahrestagung der Alexander von Humboldt-Stiftung betonte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Bedeutung von Vielfalt für heutige Gesellschaften. „Diversität wirklich zu akzeptieren, ist eine ethische, eine kulturelle, eine gesellschaftliche, eine politische Herausforderung“, sagte Steinmeier beim heutigen Empfang der Geförderten der Humboldt-Stiftung. Die Veranstaltung fand aufgrund der Coronapandemie in diesem Jahr erneut virtuell anstatt im Park von Schloss Bellevue statt. Zugleich appellierte Steinmeier: „Diversität akzeptieren und dabei trotz und bei allen Unterschieden versuchen, einem gemeinsamen Ziel zu folgen, das ist der Königsweg zu einer gerechten Gesellschaft und der Königsweg zu wissenschaftlichen Erfolgen". Die Humboldt-Stiftung mit ihrem Netzwerk aus mehr als 30.000 Forscher*innen in über 140 Ländern und verschiedensten wissenschaftlichen Disziplinen nannte er dabei eine große Chance: „Sie kann Unterschiede wissenschaftlicher Kulturen erfahrbar machen, sie kann auch erfahrbar machen, wie fruchtbar es sein kann, wenn man solche Diversität zulässt und als bereichernd und erkenntnisfördernd begreift“, so Steinmeier weiter.

#ProgressDiversity auf Twitter 

Die Tagung „Diversity of Ideas“ soll die Vielfalt des Humboldt-Netzwerks erlebbar machen und auch in Pandemie-Zeiten Raum für Austausch und Vernetzung bieten. Am 23. und 24. Juni versammeln sich mehr als 1.000 Geförderte und Alumni der Stiftung zu virtuellen Diskussionen, Vorträgen und Laborbesuchen zum Tagungsthema. Unter den Vortragenden sind die Soziologin Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, und Angela Schöllig, Robotik-Expertin und designierte Humboldt-Professorin für Künstliche Intelligenz an der Technischen Universität München. Die Tagung ist Teil der Kampagne #ProgressDiversity, mit der sich die Humboldt-Stiftung für die Förderung von Diversität in Wissenschaft und Forschung engagiert.

Stiftungspräsident Hans-Christian Pape betonte die Bedeutung von Vielfalt für eine erfolgreiche Wissenschaft: „Aus Gegensätzen und unterschiedlichen Perspektiven entstehen am Ende oft die besten Ideen und Ergebnisse“. Er unterstrich: „Exzellenz und Diversität sind keine Gegensätze. Im Gegenteil: Sie bedingen und verstärken einander.“ Gerade mit Blick auf die komplexen Aufgaben und vielschichtigen Herausforderungen, vor denen wir global stehen, seien Vielfalt und Erfolg „zwei Seiten ein und derselben Medaille“.

Eröffnung der digitalen Jahrestagung

Zu den Gästen und Rednerinnen der virtuellen Tagung gehörte auch die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Michelle Müntefering. Sie machte in ihrem Grußwort deutlich: „Vielfalt an Perspektiven ist auch das Fundament unserer Demokratie. Mehr Offenheit für Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, mehr Frauen in Führungspositionen, mehr Einsatz für wissenschaftliche und gesellschaftliche Freiheit: Das sind deshalb auch zentrale Themen unserer Wissenschaftsdiplomatie.“ Auch Wolf-Dieter Lukas, Staatssekretär im Bundesforschungsministerium appellierte: „Diversity of Ideas ist keine Selbstverständlichkeit. Es gibt sie nur, wenn kluge Menschen zueinander kommen und sich einbringen können.“ Dies zu gewährleisten bleibt eine wichtige Aufgabe: „Weltweiter Austausch und Mobilität, aber eben auch die Geschlechtergleichsetzung fördern Diversity of Ideas“, so Lukas weiter.

Der Auftakt der Jahrestagung ist als Stream auf unserem YouTube-Kanal am 23. Juni 2021 ab 17:00 Uhr verfügbar. Der zweite Tag findet nicht öffentlich auf einer speziellen Veranstaltungsplattform statt.

(Pressemitteilung 9/2021)

Jährlich ermöglicht die Alexander von Humboldt-Stiftung über 2.000 Forscher*innen aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. In weltweit über 140 Ländern pflegt die Stiftung ein fächerübergreifendes Netzwerk von mehr als 30.000 Humboldtianer*innen – unter ihnen 56 mit Nobelpreis.

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