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Aktuelles

Warum wir nach den *** (Sternen) greifen

Die Humboldt-Stiftung ist überzeugt, dass Vielfalt der Perspektiven die Voraussetzung für Exzellenz ist. Für uns beginnt Exzellenz mit der Kennzeichnung von Diversität in unserer Sprache.

  • vom
Background Easter Jelly Beans; Text: Progress Diversity

Liebe Leser*innen,

wenn Deutsch nicht Ihre Muttersprache ist, haben Sie sich vielleicht schon gewundert, warum viele Substantive in den deutschsprachigen Texten und Formularen der Stiftung einen Asterisk * enthalten.

Dabei handelt es sich um ein Kulturspezifikum: Das sogenannte Gendersternchen* ist zurzeit im deutschsprachigen Raum das beliebteste Mittel, um bei Personenbezeichnungen alle Geschlechter zu bezeichnen, anzusprechen und sichtbar zu machen: weibliche, männliche und divers geschlechtliche Identitäten. Der Genderstern wird zwischen der männlichen und der weiblichen Endung eines Substantives eingefügt, etwa wie bei „Wähler*innen“, oder „Leser*innen“. Es kann aber auch nach dem Wortstamm eingefügt werden, etwa wie bei „Kolleg*innen“.

Die Humboldt-Stiftung ist überzeugt, dass Vielfalt der Perspektiven die Voraussetzung für Exzellenz ist. Für uns beginnt Exzellenz mit der Kennzeichnung von Diversität in unserer Sprache. Sie bildet die heutige Welt ab und definiert Zukunftsvisionen.

Saturn-ähnliches Dekortationsbild

#ProgressDiversity

Die Humboldt-Stiftung engagiert sich mit ihrer Kampagne #ProgressDiversity für die Förderung von Diversität in der Wissenschaft und der Forschung.

Weshalb Wissenschaft mehr Vielfalt braucht: Themenausgabe des Stiftungsmagazins Humboldt Kosmos
Diversität im Humboldt-Netzwerk und Aktivitäten der Stiftung

Es ist unser Auftrag, die Besten unter den Besten für unser Netzwerk zu gewinnen. Dabei möchten wir alle Talente ansprechen – jede*jeden. Als Forschungsförderorganisation, auf der Suche nach den Stars der Wissenschaft von Morgen, in einer Welt, in der es darum geht, gemeinsam globale Herausforderungen zu bewältigen, greifen wir quasi tagtäglich nach den Sternen, auch nach dem Gendersternchen. Denn weder die Realität noch die Sprache sind unveränderlich naturgegeben, sondern werden durch die Art und Weise bestimmt, wie wir reden, durch die Diskurse, die wir über sie führen. Eine Einsicht, die die Welt dem französischen Denker der Postmoderne Michel Foucault verdankt.

Im Keller der Humboldt-Stiftung hängt ein altes Plakat. Es zeigt die großen Wissenschaftler der letzten 150 Jahre. Ja, es handelt sich um lauter Männer. Die zweifache Nobelpreisträgerin Marie Curie muss man lange suchen. Betrachten wir es als historisches Dokument. Wie bunt, divers und international ist dagegen das Humboldt-Netzwerk!

Die Humboldt-Stiftung hat sich entschieden, das Gendersternchen zu benutzen und gendersensibel zu kommunizieren, damit Forscher*innen, egal welchen Geschlechts, welcher Herkunft, Ethnie und Kultur, die Wissenschaft als eine Welt imaginieren, deren Türen wirklich für alle Talente offen stehen. Denn: Nur durch Vielfalt kann Exzellenz gesichert werden.

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