Pressemitteilung

Neue Herausforderungen brauchen neue Ideen: Startschuss für Humboldt Residency-Programm

Humboldt-Stiftung vernetzt mit neuem Programm Expert*innen aus Wissenschaft, Medien und Zivilgesellschaft zum Thema „Sozialer Zusammenhalt“. Auftakt ist am 6. April 2022, Teilnahme für Journalist*innen möglich.

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Illustration einer Menschenmenge, die mit leeren Schildern und einer Flagge für die Menschenrechte protestiert
Saturn-ähnliches Dekortationsbild

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Populismus und Radikalisierung gefährden das demokratische Leben und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dass eine friedliche Weltgemeinschaft immer wieder aufs Neue verteidigt werden muss, führt uns der Krieg in der Ukraine schmerzlich vor Augen. Klar ist: Es braucht neue Formen des Dialogs. Die Alexander von Humboldt-Stiftung startet mit dem Humboldt Residency-Programm ein neues Format, das innovative Ansätze der Kooperation auslotet und den Austausch über Kulturen und Disziplinen hinweg fördert.

Unter der kreativen Leitung jährlich wechselnder Gastgeber*innen ermöglicht das Humboldt Residency-Programm Wissenschaftler*innen aus dem Netzwerk der Stiftung und darüber hinaus, zusammen mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen und Medienschaffenden über einen Zeitraum von einem Jahr und einer Residenzphase in Berlin, an einem gemeinsamen Thema zu arbeiten. Durch mediale Formate, Veranstaltungen und Veröffentlichungen setzt das Programm sichtbare Impulse in Wissenschaft, Gesellschaft und Politik.

Die erste Kohorte des Programms befasst sich mit dem Thema „Sozialer Zusammenhalt“ und wird aktuelle Tendenzen gesellschaftlicher Spaltung aber auch neue Formen der (digitalen) Vergemeinschaftung erkunden. Quer über den Globus verteilt, werden die Mitglieder zunächst in virtuellen Arbeitssitzungen zusammenkommen. Höhepunkt der Kooperation bildet eine achtwöchige Residenzphase im Juli/August 2022 in Berlin. Im Laufe der Residenz sollen öffentliche Veranstaltungen stattfinden. Erste Ergebnisse werden im Spätsommer 2022 präsentiert.

Die kreative Leitung übernimmt die international anerkannte Extremismusforscherin und Humboldtianerin Cynthia Miller-Idriss. Die US-amerikanische Soziologin ist die Direktorin des Polarization and Extremism Research and Innovation Lab (PERIL) an der American University, USA, und Autorin von „Hate in the Homeland: The New Global Far Right“.

Die 15 Mitglieder der Kohorte gehören unterschiedlichen Disziplinen an, von Philosophie über Rechtwissenschaften bis hin zu den Gender Studies. Unter ihnen sind Journalist*innen, Autor*innen und Filmemacher*innen. Sie kommen aus 10 Ländern – aus Chile, Tschechien, Großbritannien, Indien, Israel, Slowenien, Schweden, Südafrika, den Vereinigten Staaten und Deutschland.

Die virtuelle Auftaktveranstaltung des Humboldt Residency-Programms ist am 6. April 2022, von 14:00 – 16:20 Uhr, mit einer Begrüßung durch Ralf Beste, Leiter der Abteilung Kultur und Kommunikation des Auswärtigen Amtes, und Hans-Christian Pape, Präsident der Humboldt-Stiftung. Weiterer Programmpunkt ist eine virtuelle Podiumsdiskussion mit der italienischen Politikwissenschaftlerin und Humboldtianerin Donatella della Porta (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung) und der Psychologie-Professorin Jule Specht (Humboldt-Universität zu Berlin) zum Thema „The End of Debates? Do we need a new vision of community?”, moderiert von der kreativen Leiterin der ersten Humboldt Residency-Kohorte, Cynthia Miller-Idriss (American University).

Das Kick-Off-Event ist nicht öffentlich. Journalist*innen sind herzlich willkommen. Bei Interesse kontaktieren Sie presse[at]avh.de.
Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier.

Mit dem Humboldt Residency-Programm intensiviert die Humboldt-Stiftung den interdisziplinären Austausch zwischen Wissenschaft und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen und lotet neue Formen der hybriden Zusammenarbeit aus. Der Dialog mit der Gesellschaft ist ein zentrales Anliegen der Stiftung. Weitere Informationen zu den Aktivitäten im Bereich Wissenschaftskommunikation finden Sie hier.

(Pressemitteilung 7/2022)

Jährlich ermöglicht die Alexander von Humboldt-Stiftung über 2.000 Forscher*innen aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. In weltweit über 140 Ländern pflegt die Stiftung ein fächerübergreifendes Netzwerk von mehr als 30.000 Humboldtianer*innen – unter ihnen 57 mit Nobelpreis.

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