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Pressemitteilung

Neue Alexander von Humboldt-Professor*innen ausgewählt

Höchstdotierter Forschungspreis Deutschlands für zehn internationale Spitzenforschende – sechs von ihnen arbeiten auf dem Gebiet der KI.

  • vom
Porträts der zehn im November 2022 ausgewählten Humboldt-Professor*innen
Saturn-ähnliches Dekortationsbild

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Die ausgewählten Wissenschaftler*innen forschen in den Fachbereichen Wirtschaftstheorie, Bioinformatik, Environmental Humanities, Neurowissenschaften, Zellbiologie, Informatik sowie KI-Ethik und Maschinelles Lernen. Sie sollen von Universitäten in den USA, den Niederlanden und Großbritannien nach Deutschland wechseln.

Eine Alexander von Humboldt-Professur bietet mit bis zu fünf Millionen Euro Förderung nicht nur optimale finanzielle Bedingungen, sondern auch maximale Flexibilität für Spitzenforschung in Deutschland. Mit den zehn neuen Humboldt-Professuren können die deutschen Universitäten ihr jeweiliges Profil schärfen und im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig sein. Die Auszeichnung wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert.

Ausgewählt wurden:

  • Der Wirtschaftstheoretiker Matthias Doepke soll an die Universität Mannheim wechseln. Zuvor war er Professor an der Northwestern University in Evanston, USA.
  • Der Bioinformatiker Bas E. Dutilh von der Utrecht University, Niederlande, soll künftig an der Friedrich-Schiller-Universität Jena forschen.
  • Die Universität zu Köln nominierte den Zellbiologen Jan Karlseder vom Salk Institute for Biological Studies, San Diego, USA.
  • Kate Rigby, Expertin der Environmental Humanities, soll von der Bath Spa University, Großbritannien, ebenfalls an die Universität zu Köln wechseln.

Eine Humboldt-Professur für Künstliche Intelligenz sollen erhalten:

  • Holger Hoos, Experte für Maschinelles Lernen an der Leiden University in den Niederlanden, wurde von der RWTH Aachen nominiert.
  • Die Informatikerin Stefanie Jegelka soll vom Massachusetts Institute for Technology (MIT), USA, an die Technische Universität München (TUM) wechseln.
  • Die Universität Ulm nominierte den Informatiker Sven Koenig, der momentan an der University of Southern California, Los Angeles, USA, forscht.
  • Vincent C. Müller, der sich mit ethischen Grundlagen der KI beschäftigt, soll von der Technischen Universität Eindhoven, Niederlande, an die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg berufen werden.
  • Der Mathematiker Suvrit Sra, der am MIT, USA, forscht, wurde ebenfalls von der Technischen Universität München erfolgreich nominiert.
  • Die Neurowissenschaftlerin Angela Yu, die bislang an der University of California San Diego, USA, tätig ist, soll künftig an der TU Darmstadt forschen.

Der Preis wird den international renommierten Wissenschaftler*innen 2022 verliehen, wenn sie die Berufungsverhandlungen mit den deutschen Universitäten, die sie nominiert haben, erfolgreich abschließen. Der Auswahlausschuss hat auch Klimaforscher Pierre Gentine für das Karlsruher Institut für Technologie ausgewählt. Gentine hat sich jedoch entschieden, an der Columbia University in New York, USA, zu bleiben und dort ein neues, KI-gestütztes Klimamodellierungszentrum zu leiten.

Noch bis zum Jahr 2024 stehen zusätzliche Fördergelder für  Humboldt-Professuren auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz bereit. Diese Humboldt-Professuren können sich auch mit gesellschaftlichen, rechtlichen oder ethischen Aspekten der Künstlichen Intelligenz beschäftigen.

Saturn-ähnliches Dekortationsbild
Die Alexander von Humboldt-Professur

Der Auswahlausschuss hat in seiner Sitzung dieses Mal über 22 Nominierungen entschieden. Die erste Auswahlrunde für die Humboldt-Professur 2022, bei der sechs Preisträger*innen ausgewählt wurden, fand im Frühjahr 2021 statt.

Weitere Informationen über die Preisträger*innen finden Sie hier.

(Pressemitteilung 36/2021)

Jährlich ermöglicht die Alexander von Humboldt-Stiftung über 2.000 Forscher*innen aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. In weltweit über 140 Ländern pflegt die Stiftung ein fächerübergreifendes Netzwerk von mehr als 30.000 Humboldtianer*innen – unter ihnen 57 mit Nobelpreis.

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