Pressemitteilung

Verleihung der Alexander von Humboldt-Professuren am 12. Mai in Berlin

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär überreicht Deutschlands höchstdotierte internationale Forschungspreise.

  • vom
  • Nr. 8/2026
Alexander von Humboldt-Professor*innen im Uhrzeigersinn: Sebastian Deindl, Simon Elsässer, Sahika Inal, Christopher Barner-Kowollik, Michael Moehler, Reinhard Maurer, Michael Weber (© Humboldt-Stiftung)
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Sieben internationale Wissenschaftler*innen wechseln mit einer Humboldt-Professur aus dem Ausland nach Berlin, Dresden, Düsseldorf, Freiburg, Göttingen, Karlsruhe und Tübingen. Der Preis bietet mit bis zu fünf Millionen Euro Förderung optimale finanzielle Bedingungen und maximale Flexibilität für Spitzenforschung in Deutschland. 

Hier finden Sie Informationen, Videos und Fotos zu allen Humboldt-Professor*innen und am Tag nach der Preisverleihung Bilder der Veranstaltung zum Download.

Die Preise werden von Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, und Robert Schlögl, Präsident der Humboldt-Stiftung, verliehen.

Preisverleihung

Zeit: 12. Mai 2026, 19:00 Uhr (Einlass ab 18:00 Uhr)
Ort: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Jägerstraße 22-23, 10117 Berlin
Journalist*innen sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. 
Akkreditierung: Bitte per Mail mit Kopie des Presseausweises an presse[at]avh.de
Pressekontakt vor Ort: Theresa Trepesch, 0151 / 14 247 102
Sendefähiges Footage-Material: Bild und Ton auf Anfrage vorhanden
Interviews: auch im Vorfeld nach individueller Absprache möglich

Preisträger*innen Alexander von Humboldt-Professur

  • Christopher Barner-Kowollik, Chemie, wechselt von der Queensland University of Technology in Brisbane, Australien, an das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Die Forschung des Chemikers und Materialwissenschaftlers ermöglicht die Entwicklung fortschrittlicher Materialien auf molekularer Ebene, die gezielte Anwendungen in der Medizin, Nanotechnologie und Materialentwicklung finden. Am KIT wird er als Direktor des Instituts für Funktionelle Grenzflächen (IFG)  einen Fokus auf die Erforschung von „Next Generation Materials“ legen.
  • Sebastian Deindl, Strukturbiologie, wechselt von der Uppsala University, Schweden, an die Eberhard Karls Universität Tübingen. Die Forschungsergebnisse des Biophysikers sind sowohl für die Grundlagenforschung als auch für die Medizin von herausragender Bedeutung. Mit seiner Humboldt-Professur möchte die Universität Tübingen ihre internationale Spitzenposition in der Strukturbiologie weiter ausbauen.
  • Simon Elsässer, Zellbiologie, wechselt vom Karolinska Institutet in Solna, Schweden, an die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Der Biochemiker zählt zu den führenden Experten für die technologische und methodische Weiterentwicklung der Epigenetik und synthetischen Biologie. An der Universität Freiburg möchte er den Forschungsschwerpunkt „Signale des Lebens“ stärken und ausbauen.
  • Sahika Inal, Bioengineering, wechselt von der King Abdullah University of Science and Technology (KAUST), Saudi-Arabien, an die Technische Universität Dresden und das Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden. Sie forscht an der Schnittstelle von Materialwissenschaften, Biologie und Elektronik. Ihre Expertise soll in Dresden die noch bestehende Lücke im Bereich Bioelektronik zwischen molekularem Materialdesign, Gerätetechnik und biomedizinischer Umsetzung schließen.
  • Reinhard Maurer, Theoretische Chemie, wechselt von der University of Warwick, Vereinigtes Königreich, an die Georg-August-Universität Göttingen und das Max-Planck-Institut für Multidisziplinäre Naturwissenschaften. Maurer ist Pionier der Anwendung von Methoden des Maschinellen Lernens und der Künstlichen Intelligenz in der theoretischen Chemie. Die von ihm entwickelten Methoden sind wichtig für die computergestützte Materialforschung und lassen sich auch auf andere Fachgebiete übertragen. Von seiner wissenschaftlichen Arbeit sollen die deutsche Forschungslandschaft wie die Chemieindustrie gleichermaßen profitieren.
  • Michael Moehler, Philosophy, Politics, and Economics (PPE), wechselt von der der Virginia Tech, USA, an die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Seine Multi-Ebenen-Gesellschaftsvertragstheorie leistet einen originellen Beitrag zu aktuellen Debatten über die Grundlagen der Gesellschaft, indem sie einen neuen Gesellschaftsvertrag für die Bedingungen eines tiefgreifenden Pluralismus vorschlägt. An der Uni Düsseldorf soll er ein neues universitätsweites Forschungsinstitut für Philosophy, Politics, and Economics leiten.
  • Michael Weber, Wirtschaftswissenschaften, wechselt von der University of Chicago, USA, an die ESMT Berlin (European School of Management and Technology). Er untersucht, wie Inflation wahrgenommen wird, welche Rolle Erwartungen spielen und warum zentrale Wirtschaftsakteure häufig an der Lebensrealität der Menschen vorbeikommunizieren. Mit der Berufung von Michael Weber möchte die ESMT Berlin zur führenden Institution für Finanzforschung in Deutschland aufsteigen.

Ein Livestream der Preisverleihung wird am 12. Mai verfügbar sein.

Jährlich ermöglicht die Alexander von Humboldt-Stiftung über 2.000 Forscher*innen aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. In weltweit über 140 Ländern pflegt die Stiftung ein fächerübergreifendes Netzwerk von mehr als 30.000 Humboldtianer*innen – unter ihnen 63 mit Nobelpreis.

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