Humboldt Communication Lab

Wissenschaft und Medien im Dialog: Zweimal im Jahr treffen zehn Stipendiat*innen der Humboldt-Stiftung auf zehn Journalist*innen. Das Ziel: voneinander lernen.

Logo des Humboldt Communication Lab for Exchange between Research and Media
Saturn-ähnliches Dekortationsbild

Kontakt

Dr. Stephanie Siewert
Programmleiterin
Communication Lab
Alexander von Humboldt-Stiftung
Berlin-Büro
Markgrafenstr. 37
10117 Berlin
Deutschland

stephanie.siewert[at]avh.de

Communication Lab for Exchange between Research and Media

Zweimal im Jahr treffen zehn Stipendiat*innen der Humboldt-Stiftung auf zehn Journalist*innen  aus aller Welt, ausgesuchte Fellows der Organisation „Internationale Journalistenprogramme“ (IJP e.V.). Gemeinsam entwickeln sie während eines drei- bis viertägigen Workshops in Arbeitstandems ein innovatives journalistisches Projekt. Ausgewiesene Mentor*innen begleiten den Entstehungsprozess. Im Zentrum der Arbeit steht das gegenseitige Lernen. Welche Erwartungshaltungen gibt es aneinander? Wie gelingt eine vertrauensvolle Zusammenarbeit? Und was macht gute Wissenschaftskommunikation aus?

The third ComLab (4–5 June & 11–12 June 2021) addressed the field of tension between sustainability and social justice; the potential of sustainable innovations and the conflicting goals that (can) ensue from the economic and social interests of the Global North and the Global South.

  • Werde Teil des ComLab-Netzwerks und damit einer spezialisierten Gemeinschaft von Wissenschaftskommunikator*innen.
  • Tausche Ideen mit anderen Wissenschaftler*innen und Journalist*innen aus der ganzen Welt aus.
  • Diskutiere aktuelle globale Themen mit internationalen Expert*innen aus Politik und Zivilgesellschaft.
  • Lerne innovative Storytelling-Methoden von erfahrenen Trainer*innen und Mentor*innen.
  • Kreiere ein überzeugendes Stück Wissenschaftskommunikation, das auf deiner eigenen Forschung basiert.

Veranstaltungen und Ergebnisse

Um möglichst vielen Menschen Zugang zu aktuellen Forschungsergebnissen zu ermöglichen und um das Verständnis für die Arbeitsweise von Wissenschaftler*innen in der Corona-Krise zu erhöhen, ist effektiver und gut recherchierter Journalismus unabdingbar. Daher fand das erste Communication Lab zum Thema Corona-Pandemie statt. Zu den prämierten Beiträgen gehörte u.a. eine biographisch orientierte Reportage über die Arbeit eines Virologen, ein Kinderbuch zur Wirkweise von Bakterien und eine Reportage zu den Gefahren von Zoonosen.

Der Klimawandel stellt die Menschen weltweit und somit die Wissenschaftskommunikation vor besondere Herausforderungen. Die zweite Ausgabe des Communication Lab widmete sich daher dem European Green Deal und Fragen der erfolgreichen Kommunikation des Klimawandels und seinen Folgen. Die prämierten Projekte beschäftigten sich mit dem Verlust von Biodiversität, den Effekten des Klimawandels auf indigene Gemeinschaften und traditionelle Lebensweisen und der Rolle von Permafrost für die Erderwärmung.

Nachhaltiger Wandel bedeutet auch sozialer Wandel. Das dritte Communication Lab befasst sich daher mit dem Spannungsverhältnis von Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit; mit den Potentialen nachhaltiger Innovationen und den Zielkonflikten, die sich aus ökonomischen und sozialen Interessen zwischen dem globalem Norden und dem globalen Süden ergeben (können). Wissenschaft und Journalismus können dazu beitragen, die gesellschaftlichen Wechselwirkungen nachhaltiger Transformationsprozesse aufzuzeigen. Zugleich sind sie Multiplikatoren für zukunftsträchtige Ideen und Best-Practice-Beispiele nachhaltiger Entwicklung.

Künstliche Intelligenz, Robotik und neue digitale Technologien verändern unser Leben. In welchem Ausmaß, zu welchem Nutzen oder zu welchen Kosten ist für Regulierungsbehörden, Zivilgesellschaft und Medien oft schwer zu fassen. Während transformative Technologien in der Medizin, der Industrie, der Logistik oder der Stadtplanung ein großes Potenzial bergen, gibt es kaum andere wissenschaftliche Bereiche, die so viele Spekulationen auslösen.  Von der automatisierten Mobilität über Bioroboter bis hin zu intelligenten Implantaten: Das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine ist von Verheißungen, aber auch von Missverständnissen und Unwissenheit geprägt.

Ohne den weltweiten Austausch von Ideen, Gütern und gemeinsamen menschlichen Werten wäre unser Leben viel ärmer und sogar gefährdet. Die globale Bewegung von Menschen, Rohstoffen und Innovationen hat unser Leben zum Besseren verändert und tut dies auch weiterhin. Pandemien, politische Umwälzungen und die Abhängigkeit von Ressourcen stellen jedoch neue Herausforderungen an die Idee einer kooperativen internationalen Gemeinschaft dar. Sie werfen die Frage auf, wie die Zukunft der Globalisierung aussehen wird. Welche Lehren lassen sich aus den Krisen der Gegenwart ziehen? Wissenschaft und Medien können uns innovative Ansätze und Best Practices für die Gestaltung unserer zukünftigen globalen Gemeinschaft aufzeigen.

Steigende Öl- und Getreidepreise, schwindende Holz- und Wasservorräte: Aktuelle globalpolitische Entwicklungen und Klimaveränderungen machen deutlich, wie abhängig wir von stabilen Ressourcen und sicheren Handelsrouten sind. Rohstoffknappheit hat weitreichende ökonomische, soziale und politische Konsequenzen. Auffällig ist, die Auswirkungen aktueller Energie- und Nahrungsmittelkrisen werden vorrangig national diskutiert, sind aber von globalen Verflechtungen abhängig und treffen die ärmsten Regionen der Welt besonders hart. Das sechste ComLab adressiert daher folgende Fragen: Welche ökologischen, politischen und ökonomischen Aspekte müssen wir im Umgang mit Rohstoffknappheit bedenken? Welche Alternativen gibt es in Hinblick auf den Anbau, die Nutzung und den Transport von derzeit übernutzten Ressourcen? Welche richtungsweisenden und innovativen Methoden aus der internationalen Forschung können uns helfen, unseren Planeten nachhaltig zu bewirtschaften und faire Handelsbedingungen zu schaffen?

Hören Sie unseren ComLab Podcast "Bench Talks – Eine Unterhaltung zwischen Wissenschaft und Medien"

Zwei Menschen auf einer Bank. Irgendwo in Berlin. Ein/e Wissenschaftler*in und ein/e Journalist*in diskutieren über das aktuelle Weltgeschehen und den Stand der Wissenschaftskommunikation.

Stimmen von Teilnehmer*innen des ComLab:

Eduardo Queiroz Alves, geochemist, Humboldt Postdoctoral Research Fellow (Brazil)
Being a participant of the last ComLab was a very rewarding experience. It taught me, among other things, how to convey my research to a broad and diverse audience.

Dr Khondokar Kabir, agricultural scientist, Climate Protection Fellow (Bangladesh)
ComLab, to me, is a platform for caring and sharing about your society through the interplay of science and journalism. You should aim to get into ComLab since it will mentally prepare you to be more socially responsible.

Priya Goswami, German Chancellor Fellow (India)
Collaboration is the very fabric of the program. Participants can expect rich first-hand takeaways of learning more about the process of dissemination while also learning about ground-breaking science from their peers. The experience is unique and priceless, not to forget the need of the hour in these times of fake news and yellow journalism.

Alexandra Eul, journalist, IJP alumna (Germany)
The in-depth exchange with such a diverse group of journalists and scientists from all over the world was informative, inspiring and entertaining – and made it clear once again how crucial technology reporting beyond stereotypes is for a better understanding of our present and our future.

Dr Natalia Ruiz Morato, legal scholar, Humboldt Postdoctoral Research Fellow (Colombia)
As a legal scholar working with small farmers and indigenous people, my work needs to have an impact in policymaking. Thanks to Comlab, I learned science is communication as well. You can even rap science! Alexander von Humboldt was a pioneer in science communication, in that spirit, as researchers we must innovate our communication.

Fabio Fornari, tourism researcher, German Chancellor Fellow (Brazil)
ComLab was one of the most exciting and interesting programmes I have ever been part of. The format is truly engaging and gave me the opportunity to learn from experts from all over the world during workshops, as well as working with a great journalist. When I first learned about ComLab I had no idea that just a few months later I would be working alongside an experienced journalist and would see our work together being printed in a real newspaper. As a researcher, this programme has completely changed my perspective and trajectory. It was a deeply impacting experience to be part of ComLab and I definitely recommend it for everyone out there who might be wondering whether they should apply for it. I am very grateful to have been part of this exciting and challenging programme and I hope to see many more ComLabs in the future. Researchers, journalists and the world definitely need more of them!

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