Pressemitteilung

Neue Alexander von Humboldt-Professor*innen ausgewählt

Acht Wissenschaftler*innen aus dem Ausland sollen 2021 den höchstdotierten internationalen Forschungspreis Deutschlands erhalten und nach Aachen, Bonn, Erlangen-Nürnberg, Göttingen, Köln, Marburg, München und Münster wechseln.

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Acht Forscher*innen wurden für Deutschlands höchstdotierten internationalen Forschungspreis ausgewählt. Sie kommen diesmal aus den Fachbereichen Wissenschaftsgeschichte, Stoffwechselphysiologie, Technische Chemie, Psychologie, Mathematik, Medizintechnik, Robotik sowie KI- und Roboterethik.
Die Alexander von Humboldt-Professur ist mit jeweils bis zu fünf Millionen Euro dotiert. Mit ihr werden weltweit führende und bislang im Ausland tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Disziplinen ausgezeichnet. Sie sollen langfristig zukunftsweisende Forschung an deutschen Hochschulen durchführen. Die neu Ausgewählten forschen derzeit in Frankreich, Kanada, den Niederlanden, den USA und dem Vereinigten Königreich. Das Preisgeld ist für ihre ersten fünf Jahre Forschung in Deutschland bestimmt. Die Auszeichnung wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert.

Die neuen Preisträger*innen wurden aus insgesamt neunzehn nominierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Australien, Dänemark, Frankreich, Kanada, den Niederlanden, der Schweiz, den USA und dem Vereinigten Königreich ausgewählt. Darunter sind drei erfolgreiche Nominierungen von Wissenschaftlerinnen: Die Wissenschaftshistorikerin Andrea Bréard soll eine Humboldt-Professur 2021 erhalten, die Robotik-Expertin Angela Schoellig sowie die Expertin für KI- und Roboterethik Aimee van Wynsberghe wurden für Humboldt-Professuren für Künstliche Intelligenz ausgewählt. Sie treten nun in Berufungsverhandlungen mit den deutschen Universitäten, die sie für den Preis vorgeschlagen haben. Nehmen die Wissenschaftler*innen die Humboldt-Professur an, wird ihnen der Preis 2021 verliehen. Zum ersten Mal hat sich die Universität Marburg im Auswahlverfahren um eine Humboldt-Professur durchgesetzt.

Bei den ausgewählten Professor*innen handelt es sich im Einzelnen um:

  • Die Wissenschaftshistorikerin Andrea Bréard wurde von der Universität Erlangen-Nürnberg vorgeschlagen. Derzeit forscht sie an der Université Paris-Saclay, Frankreich.
  • Der Stoffwechselphysiologe Christian Frezza von der University of Cambridge, Vereinigtes Königreich, wurde von der Universität zu Köln nominiert.
  • Der Chemiker Ive Hermans, aktuell an der University of Wisconsin-Madison, USA, wurde nominiert von der RWTH Aachen.
  • Der Psychologe Stefan G. Hofmann wurde von der Universität Marburg nominiert. Er forscht derzeit an der Boston University, USA.
  • Der Mathematiker Gustav Holzegel vom Imperial College London, Vereinigtes Königreich, wurde nominiert von der Universität Münster.
  • Der Medizintechniker Jan Huisken wurde von der Universität Göttingen vorgeschlagen. Zurzeit forscht er an der University of Wisconsin-Madison, USA.
  • Die Robotik-Expertin Angela Schoellig von der University of Toronto, Kanada, wurde von der TUM nominiert. (Alexander von Humboldt Professur für Künstliche Intelligenz)
  • Die KI- und Roboterethikerin Aimee van Wynsberghe forscht derzeit an der Delft University of Technology, Niederlande. Nominiert wurde sie von der Universität Bonn. (Alexander von Humboldt-Professur für Künstliche Intelligenz)

Die Humboldt-Professur eröffnet deutschen Hochschulen die Chance, Spitzenkräften international konkurrenzfähige Rahmenbedingungen zu bieten und ihr eigenes Profil im weltweiten Wettbewerb zu schärfen. Der Preis beinhaltet zugleich die Verpflichtung, den neuen Humboldt-Professor*innen eine langfristige Perspektive für ihre Forschungen in Deutschland zu bieten. Bis zum Jahr 2024 können zusätzliche Humboldt-Professuren auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz besetzt werden. Bislang wurden insgesamt 84 Wissenschaftler*innen, darunter 15 Frauen, auf eine Humboldt-Professur berufen, um mit dem Preis aus dem Ausland nach Deutschland zu wechseln.

Weitere Informationen, Bilder und Video-Porträts über die aktuellen und künftigen Preisträger*innen finden Sie hier.

(Pressemitteilung 24/2020)


Jährlich ermöglicht die Alexander von Humboldt-Stiftung über 2.000 Forscher*innen aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. In weltweit über 140 Ländern pflegt die Stiftung ein fächerübergreifendes Netzwerk von mehr als 30.000 Humboldtianer*innen – unter ihnen 56 mit Nobelpreis.

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